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Alina Süggeler Frisur ist nebensächlich

Alina Süggeler
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Sängerin Alina Süggeler ("Frida Gold") muss sich damit abfinden, dass die Menschen auch über ihr Haarstyling sprechen

Alina Süggeler (28) wäre es lieber, die Leute würden über ihre Musik statt über ihre Haare sprechen.

Die schöne Frida-Gold-Frontfrau ('Unsere Liebe ist aus Gold') ist bekannt dafür, öfter mal ihre Frisur zu ändern und als gefeiertes Sexsymbol muss sie damit rechnen, dass die Menschen über ihre Looks sprechen. Gefallen tut ihr das allerdings nicht so recht. "Ehrlich gesagt hätte ich diese Aufmerksamkeit lieber in anderen Punkten. Ich bin in erster Linie Künstlerin, vertone die Dinge, die mich bewegen", gestand sie im Interview mit 'stuttgarter-zeitung.de'. Was ihr wirklich am Herzen liegt und daher Aufmerksamkeit verdiene, seien ihre Lieder. "Wenn sich jemand mit meinen Texten oder der Art, wie ich Songs schreibe, auseinandersetzt, dann ist das eine Aufmerksamkeit, die ich genieße. Dann fühle ich mich unheimlich privilegiert. Ich weiß aber nicht, ob meine Haare ein Thema wert sind."

Mit ihrer Band - zu der auch Bassist Andreas Weizel, Gitarrist Julian Cassel und Schlagzeuger Thomas Holtgreve zählen - mischt die gebürtige Nordrhein-Westfälin gerade die deutschen Charts auf. Ihre neue Scheibe heißt 'Liebe ist meine Religion' und die vier Künstler besingen darauf vor allem Liebe, Rebellion, Selbstfindung - eine Themenpalette, die an die Hippies der 60er Jahre erinnert. Gibt es da einen Zusammenhang? "Obwohl wir nicht der Hippiebewegung entsprungen sind, verspüren wir als Künstler die Aufgabe, Inhalte zu transportieren, an die wir glauben", erklärte Süggeler. "Wir möchten aufzeigen, wie man ein Miteinander gestalten kann. Uns geht es weniger um das gelebte Hippietum als um das geistige."

Das ist jedoch nicht die einzige Inspirationsquelle der Künstler, auch musikalisch gibt es viele Einflüsse, die Frida Gold wie ein Schwamm aufgesogen und zu ihrem ganz eigenen Ding gemacht haben. "Wir sind Musiker, die alles aufnehmen, was uns begegnet. Ich glaube, wir sind ein Medium, durch das alles durchfließt, auch die Popgeschichte", so die Sängerin. "Dabei bleiben Dinge hängen, zu denen wir eine emotionale Verbindung haben. Das versuchen wir dann zu vertonen. Ich glaube, bestimmte Künstler, Stilistiken oder Zeitspannen sind bei uns nicht ausschlaggebend."

Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass die Inspirationen bleiben, was sie eben sind: Gedanken. Das was tatsächlich auf der Platte der Gruppe zu hören ist, ist etwas Eigenständiges, das hofft die Musikerin zumindest. "Wir möchten schon individuell sein. Ich glaube, als Persönlichkeit kann man die Dinge noch mal anders füllen. Der Weg zu den Menschen ist immer auch der Weg zu sich selbst. Je intensiver im Austausch mit sich selbst und je selbstkritischer man ist, desto individueller und innovativer kann das sein, was man nach außen trägt. Ich sehe darin die eigentliche Herausforderung", führte Alina Süggeler aus.

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