Staatsbesuch von Donald Trump : Ausgeladen? Rede von Queen Elizabeth sorgt für Zündstoff

Seit Wochen wird gemunkelt, der geplante Staatsbesuch von Donald Trump in England sei nicht mehr erwünscht. Eine Rede von Queen Elizabeth gibt den Spekulationen nun neue Nahrung

Queen Elizabeth, Donald Trump

Eine Auftritt von Queen Elizabeth, 91, sorgt aktuell für internationale Aufregung: Hat sie in einer Rede vor dem britischen Unterhaus etwa zugegeben, dass der geplante Staatsbesuch von Donald Trump, 71, abgesagt wurde? Schon seit Wochen wird gemunkelt, die Reise des US-Präsidenten sei aufgrund politischer Verstimmungen vorerst gecancelt worden. 

Queen Elisabeth schweigt zum Staatsbesuch 

Traditionell eröffnet die Königin die neue Sitzungsperiode im britischen Unterhaus mit der sogenannten "Queens Speech"; einer Rede, in der sie das Programm der Regierung für die kommenden zwei Jahre verliest. So geschehen auch gestern, am 21. Juni. Ein fester Bestandteil ist es dabei, anstehenden Staatsbesuche anzukündigen. Das tut die Queen - allerdings nur die für Juli geplante Anreise des spanischen Königspaares Felipe und Letizia. Über Trump kein Wort. Sind die Gerüchte also wahr, nach denen der US-Präsident nicht nach England reisen wird?

Darum wurde Donald nicht erwähnt 

Ein Regierungssprecher begründete das Schweigen über den Trump-Besuch in der "Queens Speech" damit, dass bisher noch kein Termin für die Reise feststehe. Ob das stimmt oder eine der beiden Partei die Einladung tatsächlich in Frage stellt, ist unklar. Fakt ist jedoch: Welchem Staatsoberhaupt die Ehre eines Staatsbesuches zu teil wird, entscheidet die britische Regierung aus politischen Gründen. Die Queen, der primär repräsentative Aufgaben obliegen, spricht die Einladung offiziell aus. Während des Aufenthaltes das ausländischen Gastes übernimmt sie die Rolle der Gastgeberin. Dazu gehört auch ein Staatsbankett im Buckingham Palace. 

"Downing Street No. 10" hält die Einladung Trumps nach aktuellen Angaben eines Regierungssprechers aufrecht. Die Frage, ob tatsächlich Terminschwierigkeiten oder doch politische Verstimmungen schuld daran sind, dass noch kein Datum für den Staatsbesuch für Donald Trump festgelegt wurde, bleibt offen. Denkbar auch, dass der Besuch zu einem Zeitpunkt stattfinden soll, an dem sich die britische Regierung nach der Neuwahl wieder stabilisiert hat. 

Barron Trump mit Mutter Melania und Vater Donald auf dem Balkon des Weißen Hauses. 

Barron Trump

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Die Vorgeschichte: Tweets von Donald Trump sorgen für Ärger

Donald Trump und Twitter - eine Liebesbeziehung, die vielen Menschen ein Dorn im Auge ist. Denn tagtäglich nutzt der US-Präsident den Kurznachrichtendienst, um seine Gedanken mit der Welt-Bevölkerung zu teilen. Das Problem: Regelmäßig tritt der Chef des Weißen Hauses bei seinen Beiträgen in kommunikative Fettnäpfchen. So auch am 4. Juni und 5. Juni 2017. In zwei Tweets zu dem Terroranschlag am Londoner Borough Market, bei dem sieben Personen getötet wurden, kritisiert Trump Bürgermeister Sadiq Khan, 46. "Mindestens sieben Tote und 48 Verletzte bei einer Terrorattacke und der Bürgermeister von London sagt, es gebe 'keinen Grund, sich zu ängstigen'", beschwert sich Trump in harschen Worten über einen Kommentar von Khan. Die Folge: Politische Verstimmung zwischen dem Vereinten Königreich und den Vereinigten Staaten. 

Der US-Präsident ist unerwünscht

"Ich glaube nicht, dass wir dem US-Präsidenten den roten Teppich ausrollen sollten, wo seine Politik gegen alles zielt, wofür wir stehen", schoss Khan daraufhin auf dem Sender "Channel 4 News" zurück. Sein Sprecher legte dann noch einmal nach: Der Bürgermeister habe "Besseres zu tun", als auf einen "schlecht informierten Tweet" des US-Präsidenten zu antworten. Viele Briten sehen das ähnlich und zeigen sich empört über den Angriff von Trump.

Marco Rubio begrüßt Ivanka Trump am 20. Juni 2017 am Capitol in Washington. 

Ivanka Trump

DIESE peinliche Begegnung sorgt für Lacher im Netz

Etwa eine Woche nach dem Schlagabtausch behauptet die Tageszeitung "Guardian": Der Staatsbesuch, zu dem Premierministerin Theresa May den US-Präsidenten im Januar 2017 auf Bitten von Queen Elizabeth eingeladen hatte, sei "auf Eis gelegt". Das dürfte im Sinne vieler Briten sein. Sogar eine Online-Petition war gestartet worden, um die beliebte Queen vor der Peinlichkeit eines Zusammentreffens mit dem umstrittenen Politiker zu retten. Polit-Rüpel Trump mit der Monarchin im Buckingham Palce? Für etwa 1,8 Millionen Unterzeichner wäre das ein Affront. Die negative Stimmung soll Trump nicht verborgen geblieben sein.

Schon vor dem Wortgefecht mit Khan habe er sich  telefonisch mit Theresa May in Verbindung gesetzt. Demnach wolle er nicht anreisen, bis die Proteste gegen ihn eingestellt seien. Nach dem Tweet gegen Khan sieht es jedoch weniger denn je danach aus. Darauf deutet auch die aktuelle Rede von Queen Elizabeth hin.  

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©Gala


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