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Sophia Thiel "Ich habe eine Essstörung"

Sophia Thiel
© Getty Images
Fitness-YouTuberin Sophia Thiel spricht in ihrem "wahrscheinlich privatesten" Video erstmals über ihre Essstörung.

Fitness-Influencerin Sophia Thiel, 26, überrascht ihre Fans auf ihrem YouTube-Kanal mit einem offenen Geständnis. "Ich habe eine Essstörung", verrät bereits der Titel des Videos unverblümt, das sie am Sonntag (25. April 2021) auf der Videoplattform veröffentlichte. Darin spricht die junge Frau erstmals über ihr gestörtes Essverhalten und ihre Vergangenheit mit ungesundem Abnehmen.

Sophia Thiel: "Ich bin dann während meiner Schulzeit sogar in der Magersucht-Richtung hineingerutscht"

Das Video sei das "wahrscheinlich privateste, intimste, emotionalste und mir persönlich wichtigste", das sie bisher hochgeladen habe, leitet die 26-Jährige ein, bevor sie von dem Verlauf ihrer Erkrankung berichtet.

Zwar könne sie nicht genau sagen, wann sich ihr Essverhalten erstmals krankhaft verändert habe, aber sie habe bereits in ihrer Kindheit unter "einem sehr instabilen Essverhalten" gelitten. "Ich bin dann während meiner Schulzeit sogar in der Magersucht-Richtung hineingerutscht." Bei einer Größe von 1,72 Meter habe sie zu diesem Zeitpunkt unter 50 Kilo gewogen. Das entspricht laut Body-Maß-Index starkem Untergewicht.

Sophia begann nach Bulimie-Diagnose eine Psychotherapie

Anschließend entdeckte sie das Bodybuilding für sich, das sie später auch national bekannt machte. "Ich habe gedacht, ich habe den Schlüssel für mich gefunden. Im Bodybuilding mit diesem perfektionistischen Ansatz, mit diesem Schwarz-Weiß-Denken kann ich genau meinen Körper formen, so wie ich es will," gesteht sie im Video.

Allerdings sei sie sich selbst nie genug gewesen. Aus einem Zusammenspiel zahlreicher Faktoren, wie unter anderem dem Einfluss von Social Media und ihren persönlichen Ansprüchen, entwickelte sich zunehmend eine ernstzunehmende Essstörung. Daher beschloss Sophia Thiel 2019, eine Auszeit zu nehmen.

Sie habe schließlich die Diagnose "Bulimia nervosa", umgangssprachlich Bulimie genannt, erhalten und 2020 eine Psychotherapie begonnen, was sie rückblickend als das "Beste, was ich hätte tun können" bezeichnet. Sie sei sehr stolz, dass sie heute so offen über ihre Krankheit sprechen könne, erklärt Thiel weiter. Sie habe sich für den Schritt entschlossen, um anderen Betroffenen zu helfen, Mut zu machen und zu zeigen, dass sie nicht alleine sind.

Informationen zu Hilfsangeboten

Erkennen Sie bei sich Anzeichen einer Essstörung? Das Beratungstelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hilft Ihnen anonym weiter, zu erreichen ist es unter: 0221/892 031. Weitere professionelle und spezialisierte Beratungsangebote finden Sie außerdem auf den Infoseiten der BZgA.

Verwendete Quelle: youtube.com

SpotOnNews


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