Sofia Vergara: Der Baby-Vorrat

Schauspielerin Sofia Vergara hat im "Vogue"-Interview erzählt, dass sie ihre Eizellen einfrieren lässt und sich darauf gerade mit Hormongaben vorbereitet - die Zellen sollen "einfach perfekt sein". Das vorsorgliche Einfrieren von Eizellen, das so genannte "Social Freezing", haben auch schon andere Stars erwogen. Oft bleibt es bei Gerüchten

In der Aprilausgabe der amerikanischen "Vogue" bekannte sich Schauspielerin Sofia Vegara ganz offen dazu, für ihr zukünftiges Kinderkriegen vorzusorgen: "Ich muss aufpassen, was ich esse, weil sie meine Eizellen einfrieren". Eine Behandlung, die sie jetzt gerade angefangen habe. Erst Hormonpillen, dann Hormonspritzen, so würde sie dafür sorgen, dass eine möglichst große Anzahl an Eizellen, die hinterher geerntet und konserviert werden sollen, möglichst hochwertig sind. "Sie sollen perfekt, perfekt, perfekt sein", erzählt die 40-Jährige, die bereits einen zwanzigjährigen Sohn hat und einen 37-jährigen Freund, der noch nie eigenen Kinder hatte. Genau deswegen lässt sie sich jetzt behandeln, liest man zwischen den Zeilen des Interviews heraus. Die Beziehung ist vielleicht noch nicht bereit für gemeinsamen Nachwuchs. Vergara selbst ist vielleicht gerade zu beschäftigt - mit der Hit-Comedy "Modern Family", all den Preisverleihungen, ihren Kollektionen aus Shapewear und Schmuck für die Kaufhauskette "Kmart". Oder ihre Sorge vor der Rückkehr eines Schilddrüsenkrebses, den sie im Jahr 2000 schon einmal überwunden hat, treibt sie zu dem Entschluss - darüber gibt die Latina im Interview keine Auskunft.

In der Kinderwunschbehandlung können Spermien und Eizellen eingefroren werden - die Zellen überleben in flüssigem Stickstoff und bei sorgfältiger Temperaturüberwachung viele Jahre und dank moderner Methoden immer geringerem Qualitätsverlust. Anders als noch vor wenigen Jahren können heute sogar unbefruchtete Eizellen kryokonserviert werden und überleben das Auftauen zu 90 Prozent, um sich dann wie frische Eizellen zu verhalten und in künstlichen Befruchtungen weiterverwendet zu werden. Der wichtigste Anwendungsfall dieser künstlichen Verlängerung von Fruchtbarkeit sind Krebsbehandlungen mit Bestrahlung. Selbst eine erfolgreiche Behandlung und Bestrahlung zum Beispiel bei Gebärmutterhalskrebs oder Brustkrebs lässt oft einen unfruchtbaren Körper zurück. Deswegen wird jüngeren Frauen geraten, vor einer Chemotherapie diese Maßnahme zu erwägen.
Die vorhandene Technik steht aber auch darüber hinaus offen - und erzeugt so eine Nachfrage auch in Fällen, wo eine Schwangerschaft aktuell wegen Partnermangel oder aus Karrieregründen nicht passt. Bevor die Fruchtbarkeit des weiblichen Körpers und die Anzahl unbeschädigter Eizellen mit Mitte dreißig unablässig sinkt, kommt der Gedanke auf, sich doch so auf einen möglichen späteren Kinderwunsch vorzubereiten.

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Der Tod von Jens Büchner jährt sich im November zum ersten Mal. Seine Ehefrau Daniela Büchner lebt nach wie vor in Trauer um ihren geliebten Mann.
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Mit Leihmutter zum Familienglück

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Auch einige andere Stars haben schon vor Kameras und Reportern damit geliebäugelt, vorsorglich ihre Eizellen einfrieren zu lassen, wenn ihnen die Situation gerade noch nicht zum Kinderkriegen geeignet erscheint. Das "Social Freezing" genannte Phänomen der letzten Jahre betrifft nach US-Studien zwar bisher noch nicht so viele Frauen, bietet aber großes Geschäftspotenzial. Einer weltweit geschätzt vierstelligen Zahl an Geburten von Kindern aus gefrorenen Eizellen stehen laut der Datenbank einer großen US-Organisation für Krebspatienten und ihre Fruchtbarkeitsfragen, "Fertile Hope", aktuell knapp 350 Kliniken in den USA gegenüber, die diesen Service anbieten. Die Moderatorin Maria Menounos bekannte sich in einer TV-Show im Jahr 2011 dazu - die damals 35-Jährige bezeichnete es "als eine Art Versicherung". Kim Kardashian nutzte die Family-Soap "Keeping Up With The Kardashians" im Herbst 2012, um beim Fruchtbarkeitsspezialisten ihren Hormonstatus zu überprüfen und über das Einfrieren von Eiern nachzudenken. Sie sei noch nicht bereit für ein Kind, wolle sich die Option aber offenhalten, sagte der Realitystar damals. Ein halbes Jahr später ist sie allerdings schwanger und erwartet im Sommer 2013 ein Kind mit Freund Kanye West. Gerüchte über den Weg zur Hormonbehandlung und das Einlagern gefrorener Eier gab es in Zeiten der Partnerlosigkeit auch schon über weibliche Stars wie Jennifer Aniston, Janet Jackson und Jennifer Love Hewitt. Doch kaum ein Star spricht offen über das Thema, die freimütige Auskunft von Sofia Vergara ist insoweit ungewöhnlich.

Die Anzahl weiblicher Stars, die sich allgemein zum Babyglück mit Hilfe - durch Hormonbehandlung, In-Vitro-Fertilisation oder sogar den Einsatz einer Leihmutter - bekennen, ist da schon größer: Sie reicht von Marcia Cross, Céline Dion und Courteney Cox-Arquette (künstliche Befruchtung) bis zu Sarah Jessica Parker, Nicole Kidman und Elizabeth Banks, die sich von Leihmüttern helfen ließen.

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