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Simone Hanselmann Ihre Mutter brachte sie zu den Mormonen

Simone Hanselmann
Simone Hanselmann
© Getty Images
"Der Bergdoktor"-Star Simone Hanselmann verbrachte einige Jahre ihrer Kindheit bei den Mormonen. Wie es dazu kam und wie die heute 41-Jährige diese Zeit in Erinnerung behalten hat, erzählte sie nun in einem Interview.

Als Simone Hanselmann, 41, klein war, zog ihre Mutter nach der Trennung von Simones Vater mit ihren beiden Töchtern von Mülheim an der Ruhr in die USA. Dort lebten sie in Salt Lake City im Bundesstaat Utah bei den Mormonen. Mit elf Jahren sei sie der Kirche beigetreten, sei bekehrt und getauft worden, verriet die "Der Bergdoktor"-Darstellerin im Interview mit "Bunte".

Simone Hanselmann lebte für zwei Jahre bei den Mormonen

Mormonen sind eine religiöse Gruppe, die daran glauben, dass die Kirche Christi durch Joseph Smith wiederhergestellt wurde und von lebenden Propheten und Aposteln geleitet wird. Mormonen glauben an die Bibel, erkennen aber auch andere Bücher als Heilige Schriften an, wie zum Beispiel das Buch Mormon. Für Mormonen gelten strenge Verhaltensregeln. Unter anderem dürfen sie keinen Alkohol, Kaffee oder Tee trinken. Der Konsum von Zigaretten ist ebenfalls untersagt.

Für die 41-Jährige war die Zeit bei den Mormonen eine schwierige Phase in ihrem Leben. "Ich war dort nicht glücklich, durfte über Monate nicht in die Schule gehen, weil ich keine Papiere hatte. Hatte wenig Kontakt zu Gleichaltrigen", erinnerte sie sich zurück. Dieser Abschnitt habe ihr aber den Blick dafür geöffnet, dass Menschen anderswo auf der Welt ganz anders leben, führte sie aus.

"Ich lehne die Religion nicht prinzipiell ab, aber für mich habe ich sie abgelehnt"

Außerdem ergänzte sie, dass sie den Glauben nicht verurteile, denn Mormonen seien sehr fleißig und erfolgreich. Aber es sei auch eine christliche Religion mit strengen moralischen Verboten, wie kein Sex vor der Ehe, kein Alkohol, kein Kaffee, keine Zigaretten. "Ich lehne die Religion nicht prinzipiell ab, aber für mich habe ich sie abgelehnt. Ich brauche keinen strengen Glauben, um mich im Leben zurechtzufinden", lautete ihr Fazit in dem Gespräch.

Mit 13 Jahren kehrte sie zu ihrem Vater zurück, der in Deutschland geblieben war. "Ich habe damals gelernt, dafür einzustehen, das zu tun, was ich möchte im Leben, und meine eigenen Entscheidungen zu treffen", so Hanselmann heute. Ihre Schwester und ihre Mutter habe sie danach ein paar Jahre nicht gesehen, doch danach hätten sie wieder Kontakt gehabt, "aber natürlich nicht so eng, wie wenn man gemeinsam aufwächst", berichtete die Schauspielerin zum Schluss ihrer Geschichte.

Verwendete Quelle: bunte.de msn.com

swi Gala

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