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Silvia Schneider im Interview "Liebe kann man mit gutem Essen unterstützen"

Silvia Schneider
Silvia Schneider
© Marcel Gonzalez-Ortiz
Silvia Schneider liebt das Kochen und zeigt diese Liebe ab Herbst auch in ihrer eigenen Kochshow "Silvia kocht" in Österreich. Im GALA-Interview erzählt die Moderatorin von den Momenten in ihrer Familie, die sie zum Kochen bewegt haben.

Faulenzen in der Corona-Zeit - für Silvia Schneider, 37, keine Option. Die Moderatorin wäre aktuell eigentlich voll und ganz bei "Dancing Stars", der österreichischen Version von "Let's Dance", eingespannt. Doch anstatt wie in Deutschland ohne Publikum weiter zu tanzen, wurde die österreichische TV-Show auf den Herbst verschoben.

Die Zeit nutzt Silvia mit jeder Menge anderer Projekte: Sie hält Online-Kurse für ein selbstbewusstes Auftreten, gibt in einem Podcast Tipps für den Alltag, veröffentlicht ihr eigenes Print-Magazin "Frag Silvia" der Tageszeitung "Heute" und designt Mode im Retro-Stil der 40er- und 50er-Jahre. Noch dazu hegt Silvia eine große Leidenschaft fürs Kochen, die sie auch beruflich nutzt. Ab September ist sie in ihrer eigenen Koch-Sendung auf ORF zu sehen.

Mit GALA hat die Ex-Lebensgefährtin von Sänger Andreas Gabalier, 35, über ihre Koch-Künste, die Verbindung zu ihrer Heimat und ihre polnischen Wurzeln gesprochen.

GALA: Frau Schneider, Sie haben ab September in Österreich eine eigene Kochshow namens "Silvia kocht". Wie kam es dazu?

Ich habe dem ORF ein Konzept für eine neue Kochsendung vorgeschlagen und das hat gefallen. Wir haben die besten Köche Österreichs, präsentieren regionale Produkte, aber auch Freizeitangebote in Österreich wie Wandern und Besuche auf Schlössern und Burgen.

Was lieben Sie an Ihrer Heimat Österreich?

Österreich hat einfach von vielem das Beste. Wir haben wunderschöne Seen, tolle Berge, grüne Wiesen, wunderbare Wälder. Ich liebe die österreichische Mentalität, die unterschiedlichen Bräuche, die Leichtigkeit und das Gemütliche.

Was bedeutet Ihnen persönlich das Kochen?

Für mich ist Kochen in erster Linie Entspannung. Kochen kann aber auch sehr sexy und leidenschaftlich sein.

Lassen Sie sich beim Kochen Zeit oder muss es schnell gehen?

Das hängt immer davon ab. Wenn ich mich beim Kochen entspannen möchte, lasse ich mir sehr gerne Zeit. Ich bin mittlerweile aber auch sehr schnell beim Kochen. Ich kann im Handumdrehen ein gutes Gericht aus den Zutaten im Kühlschrank zaubern, wenn ich mal spontan Besuch bekomme.

Wie haben Sie das Kochen gelernt und für sich entdeckt?

Durch meine Familie. Meine Mutter hat mich immer in der Küche mithelfen lassen, daran habe ich sehr schöne Erinnerungen. Auch meine Oma konnte gut kochen, sie wollte aber lange Zeit ihre Rezepte nicht preisgeben. Erst am Ende ihres Lebens hat sie mir die anvertraut. Seitdem werden die behütet wie ein Familienschatz.

Haben Sie ein Lieblingsrezept Ihrer Oma?

Ja, Ente mit einer ganz speziellen Füllung mit Äpfeln, Knoblauch, Honig und Kräutern.

Ihre Mutter ist Polin. Fließen auch Ihre polnischen Wurzeln beim Kochen mit ein?

Auf jeden Fall. Ich pflege eine Mischung aus polnischer und österreichischer Küche. Die polnische Küche ist deftig und herzlich, das mag ich sehr.

Gibt es ein Gericht, das Sie nicht mehr kochen, weil es Ihnen meistens misslingt?

Nein. Meine Einstellung ist: Umso mutiger man in der Küche ist, umso besser. Man sollte keine Angst vorm Kochen haben, es kann nichts Schlimmes passieren. Selbst wenn etwas missglückt, kann man das immer noch irgendwie retten. Kochen soll ja hauptsächlich Spaß machen.

Was ist der beste Tipp fürs Kochen, den Sie je bekommen haben?

Dass man als Gastgeber entspannt bleibt. Es ist gar nicht so wichtig, ob das Essen perfekt ist, den richtigen Garpunkt oder die richtige Temperatur hat. Das positive Gefühl, das man mit der Leidenschaft, der Freude, dem Lachen, auch mit einer guten Weinbegleitung bei den Gästen auslöst, ist wichtig. Dann wird auch über den ein oder anderen Fehler gerne mal hinweggesehen.

Sind Sie beim Essen eher der herzhafte oder der süße Typ?

Der herzhafte. Wenn ich die Wahl zwischen Käse und Schokolade habe, ist es immer der Käse.

Machen Sie sich beim Essen Gedanken um die Figur?

Andreas Gabalier und Silvia Schneider beim Wiener Opernball im Jahr 2015
Andreas Gabalier und Silvia Schneider beim Wiener Opernball im Jahr 2015
© Getty Images

Essen ist etwas Leidenschaftliches, da sollte man sich nicht beschränken. Dann mache ich lieber ein bisschen mehr Sport.

Geht die Liebe bei Ihnen durch den Magen?

Das ist ein sehr schönes Sprichwort. Ich denke schon, dass die Liebe durch den Magen geht, wenn auch nicht alleine nur dadurch. Ich bin eher der Meinung, man kann die Liebe mit gutem Essen unterstützen.

Also lassen Sie sich auch gerne mal bekochen?

Natürlich. Ich finde, man muss sich gut abwechseln können.

Verwendete Quellen: PR Anna Karolina Heinrich

Gala

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