Sigmar Gabriel: Lieber Papa als Kanzler

Sigmar Gabriel tritt als SPD-Chef zurück und verzichtet auf eine Kanzlerkandidatur bei der kommenden Bundestagswahl. Eine Entscheidung, die er wohl aus Rücksicht auf seine Familie getroffen hat 

Sigmar Gabriel 

SPD-Chef Sigmar Gabriel will bei der kommenden Bundestagswahl nicht als Kanzlerkandidat antreten. Außerdem wird er den Parteivorsitz abgeben. In einem Interview mit dem "Stern" begründet der Politiker seine Entscheidung.

"Um einen Wahlkampf wirklich erfolgreich zu führen, gibt es zwei Grundvoraussetzungen: Die Partei muss an den Kandidaten glauben und sich hinter ihm versammeln, un der Kandidat selbst muss es mit jeder Faser seines Herzen wollen. Beides trifft auf mich nicht in ausreichendem Maße zu", analysiert er im "Stern"-Gespräch. 

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Sigmar Gabriel möchte in der Zukunft vor allem eines: Mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Das stellt er im Interview deutlich heraus. Sein Verzicht begründe sich auch darin, mehr für seine Kinder da zu sein. Der SPD-Politiker wird im März zum dritten Mal Vater. 

Eine Kanzlerkandidatur hätte den 57-Jährigen in den kommenden Monaten voll in Anspruch genommen. An den ersten Monaten seines jüngsten Sprösslings hätte Gabriel wohl kaum teilhaben können.

So scheint er trotz der hohen Wellen, die diese Ankündigungen heute schlugen, beinahe erleichtert. 

"Heute bin ich wirklich ein glücklicher Mensch", stellt Sigmar Gabriel fest. "Ob ich es auch wäre, wenn ich meine Familie noch weniger sehen würde als jetzt schon, weiß ich nicht."


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