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Sheryl Sandberg Emotionaler Beitrag für ihren verstorbenen Mann


Was sie nach dem Tod ihres Ehemanns lernte und wie sie sich heute fühlt, erklärt Sheryl Sandberg in einem bewegenden Facebook-Post

Ein Monat ist nun bereits vergangen, das Sheryl Sandbergs Ehemann bei einem Sportunfall im Mexiko-Unfall völlig unerwartet verstarb. Damit ist nun auch die 30 Tage andauernde Trauerphase Schloschim - ein Teil der jüdischen Tradition - vorbei. Diesen bedeutenden Zeitpunkt wählte die Facebook-Managerin nun, um in einem emotionalen Facebook-Post ihren aktuellen Gemütszustand und jenen der vergangenen Wochen auszudrücken. Dieser bewegte die Social-Media-Community so sehr, dass dieser bereits über 800.000 Likes bekam - darunter auch einer von Mark Zuckerberg.

"Ich habe ein tieferes Verständnis gewonnen, was es bedeutet, eine Mutter zu sein"

"In den vergangenen 30 Tagen habe ich 30 Jahre durchlebt. Ich bin 30 Jahre trauriger. Ich fühle mich, als sei ich 30 Jahre weiser", leitet Sheryl Sandberg den Bericht ihrer Erfahrungen ein, die sie während der Trauerphase gesammelt hat. Weiser, so erklärt sie, ist sie besonders als Familienoberhaupt geworden. Sie verstehe nun viel stärker, was es bedeutet, eine Mutter zu sein. Ihre eigene sei es gewesen, die sie durch die schwere Zeit begleitet habe und die nachts den leeren Platz im Bett einnahm, um ihr beizustehen.

"Ich habe gelernt, um Hilfe zu bitten"

Doch auch viele andere Menschen haben ihr weiterhelfen können. "Einige, die ihre Herzen öffneten, sind meine engsten Freunde. Andere hingegen waren komplett Fremde, die ihre Weisheiten öffentlich mit mir teilten", bedankt sich Sheryl. Was sie nach dem Tod ihres Liebsten dadurch noch lernte? Auch für die selbstverständlichen Dinge des Lebens dankbar zu sein, die eigene Belastbarkeit zu optimieren, selber auch einmal nach Hilfe zu fragen und wie kurzlebig alles tatsächlich sein kann.

"Ich weiß auch, dass ich nie mehr echtes Glück empfinden kann"

In dem letzten Abschnitt ihres emotionalen Textes richtet sich die Business-Frau direkt an ihren verstorbenen Mann. Sie schreibt: "Dave, um Dein Andenken zu ehren und Deine Kinder so aufwachsen zu lassen, wie sie es verdienen, verspreche ich, dass ich alles tun werde, um das verdammt Beste aus Option B zu machen. Und auch wenn Schloschim zu Ende ist, ich trauere immer noch um Option A. Ich werde immer um Option A trauern. Wie Bono gesungen hat: 'Der Kummer endet nicht … und die Liebe endet nicht.' Ich liebe Dich, Dave."

Es sind besonders diese letzten Worte, die einen als Leser mitreißen. Hier drückt eine Witwe ihre tiefste Trauer aus. Danke, Sheryl Sandberg, denn durch deine Worte sind sicherlich auch viele andere Menschen nun ein Stückchen weiser.

ter Gala


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