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Senta Berger "Ich ziehe mich langsam aus dem Beruf zurück"

Senta Berger am Set von "Martha und Tommy"
Senta Berger am Set von "Martha und Tommy"
© Picture Alliance
Senta Berger ist fester Bestandteil des deutschen Showgeschäfts und bis heute nicht wegzudenken. Warum sie bei Dreharbeiten kürzlich an ihre Grenzen stieß und über ein mögliches Karriereende spricht, verrät sie nun in einem Interview.

Fast ihr ganzes Leben verbrachte Senta Berger, 79, vor der Kamera oder auf der Bühne. Nachdem sie in den 60er Jahren bereits in Hollywood mit Schauspiellegenden wie Charlton Heston, Dean Martin, Kirk Douglas und John Wayne drehte, gelang ihr vor rund 35 Jahren mit dem Film "Kir Royal" in Deutschland der große Durchbruch. Und auch heute, mit 79 Jahren, steht Senta Berger regelmäßig vor der Kamera und erfreut sich noch immer großen Erfolgs und Beliebtheit beim Publikum. Dass aber auch ein Vollprofi wie sie einmal an seine Grenzen stößt, musste sie jüngst bei den Dreharbeiten zu "Martha und Tommy" feststellen. 

Das ARD-Drama, das am 24. Februar 2021 um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird, dreht sich um den gewaltbereiten Jurastudenten Tommy (Jonathan Berlin, 27), der nachts an illegalen Straßenkämpfen teilnimmt. Senta Berger verkörpert die alleinstehende Martha, die im selben Mietshaus wie Tommy lebt und sich für ihn einsetzt.

Senta Berger: "Dennoch zitterten meine Knie und mir wurde schlecht"

Dass die 79-Jährige kein Freund von Gewalt ist, musste sie bereits in den 60er-Jahren als Zuschauerin bei Kämpfen zwischen Boxlegenden wie Bubi Scholz und Harold Johnson oder Cassius Clay und Sonny Liston feststellen. Und auch am Set zu "Martha und Tommy" bestätigte sich ihre Abneigung erneut. "Die Boxszenen in unserem Film 'Martha und Tommy' sind mit den Schauspielern und Boxprofis genau choreographiert worden. Sie sind großartig gemacht, großartig gedreht", schwärmt sie im Interview mit "t-online.de", musste jedoch auch die Nachteile der professionellen Arbeit ihrer Kollegen feststellen. Denn: "Sie wirkten auf mich so echt – alles kann man auch gar nicht 'faken'. Ein Arzt war immer da, die Regisseurin Petra Wagner musste auch immer wieder eingreifen. Ich wusste, es ist eine Inszenierung, aber dennoch zitterten meine Knie und mir wurde schlecht."

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Senta Berger ist ein "besonderer Typ Oma"

Die Dreharbeiten zum Film fanden in Berlin statt. Für Senta Berger, die mittlerweile mehrfache Großmutter ist, ein praktischer Umstand, immerhin lebt ein Teil ihrer Familie dort. "In den letzten Jahren habe ich auch nicht mehr so viel gearbeitet und vor allem nicht mehr im Ausland", erklärt sie. Die beiden Filme zuvor habe sie in München gedreht. "Wir sehen uns also oft und die Kinder sind sehr vertraut mit mir. Ich muss mich nicht besonders anstrengen, um ein besonderer Typ Oma zu sein – ich bin einfach eine."

Rückzug aus dem Showgeschäft

Bei so viel geballter Power als Schauspielerin, Ehefrau, Mutter und Oma überrascht es fast, dass sich Senta Berger mit ihrem Karriereende beschäftigt – auch wenn sie im Mai ihren 80. Geburtstag feiert. "Ich ziehe mich langsam aus dem Beruf zurück. Der Beruf zieht sich langsam von mir zurück", so die gebürtige Wienerin. "Nun werde ich sehen, ob noch etwas auf mich zukommt, das ich als Herausforderung empfinde und als vergnüglich."

Verwendete Quellen: daserste.de, t-online.de, instagram.com

Gala


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