Sean Penn: Er fürchtet um sein Leben

Hollywoodstar Sean Penn fürchtet wegen einer Netflix-Dokumentation um sein Leben

Sean Penn hat Angst um sein Leben. Grund ist die Ausstrahlung der dreiteiligen Netflix-Doku "The Day I Met El Chapo: The Kate del Castillo Story". Diese hat der Hollywoodstar vorab gesichtet und kontaktierte daraufhin über seinen Anwalt Theodore Boutrous den Streamingportaldienst mit den Worten:

"Es wird Blut an Ihren Händen kleben, sollte dieser Film zu körperlichem Unheil führen."

Die Forderung des Schauspielers: Es müssen dringend Änderungen vorgenommen werden, zudem müsse Penn zu Wort kommen dürfen.

Sean Penn fürchtet um sein Leben

Ursächlich ist das Treffen von Sean Penn anlässlich eines Interviews für den "Rolling Stone" im Jahr 2015 mit dem damals gesuchten Drogen-Boss Joaquín Archivaldo Guzmán Loera alias El Chapo in Mexiko. Eingefädelt wurde das Treffen von der Seifenoperndarstellerin Kate del Castillo. Im Januar 2016 wurde der Gangster schließlich gefasst und an die USA ausgeliefert. Bereits damals gab es Gerüchte, dass Penn den Behörden hinsichtlich des Aufenthaltsortes von El Chapo auf die Sprünge geholfen haben könnte.

Bewahrheiten sich Spekulationen?

Mark Fabiani, der Anwalt von Sean Penn, findet deutliche Worte hinsichtlich del Castillos Darstellung in der Doku:

"Es ist sträflich, dass del Castillo und ihr Team (die keinerlei Wissen aus erster Hand haben) in ihren fortwährenden Bemühungen um Aufmerksamkeit eine zutiefst falsche, dumme und rücksichtslose Sichtweise präsentieren. Die Anmerkung, dass Penn oder jemand in seinem Auftrag das Justizministerium auf diese Reise aufmerksam gemacht haben könnte, ist eine unverschämte Lüge. Es ist nicht passiert - und es hätte auch keinen Grund dafür gegeben."

Das sagt Netflix

In einem Statement nimmt auch Netflix zu den Anschuldigungen aus dem Penn-Lager Stellung: "Penn hatte mehrfach die Möglichkeit, sich an der Dokumentation zu beteiligen und hat darauf verzichtet. Die Ereignisse rund um dieses nun so berühmte Treffen sind ausreichend dokumentiert, auch durch den Artikel im Rolling Stone und die vielen öffentlichen Aussagen von Penn seitdem. Das einzig Neue an dieser Serie ist, dass Kate nun endlich die Möglichkeit bekommt, ihre Sicht der Dinge zu schildern."


Die "Süddeutsche" hat den Dreiteiler "The Day I Met El Chapo: The Kate del Castillo Story" vorab gesehen und schreibt:

"Es wird zwar nicht behauptet, dass Penn direkt an der Ergreifung El Chapos beteiligt gewesen sei. Es wird jedoch angedeutet, dass er aufgrund seiner Kontakte zu Regierungsbehörden nach früheren Hilfsaktionen gewusst haben muss: die mexikanischen Behörden könnten hoffen, Penn und del Castillo würden sie zu El Chapo führen."

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