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Beatrice Egli "Ein Karriereende ist immer möglich"

Beatrice Egli
© Universal Music
Beatrice Eglis Leben und Prioritäten haben sich verändert. Heute sagt sie beruflich vieles ab. In der Liebe weiß die Schlagersängerin ebenfalls endlich, was sie will und was nicht. Dazu gehört auch, dass sie Männern eine bestimmte Sache lieber verschweigt.

Vor ihrer Karrierepause 2018 ist Beatrice Egli, 32, ein echter Workaholic gewesen. Heute setzt der Schlagerstar andere Prioritäten: "Das Glück darf nicht nur auf der Bühne stattfinden. [...] Mein Leben braucht andere Inhalte wie Erlebnisse mit Freunden."

Im GALA-Interview zu ihrem neuen Album "Bunt" spricht die gebürtige Schweizerin über ihr zurückgewonnenes Sozialleben und verrät, was ihr wichtig in einer Beziehung ist und was sie lieber vor ihrem potenziellen neuen Partner geheimhalten möchte. Denn Spoiler: Beatrice ist immer noch Single.

Beatrice Egli im GALA-Interview

GALA: Verrückt, schrill und hell: So beschreiben Sie in Ihrer neuen Single "Bunt" Ihre Welt. Das passt zu ihrem Image als Frohnatur. In welchen Momenten sind Sie mal nicht gut drauf?
Beatrice Egli:
Gerade am Anfang der Corona-Pandemie dachte ich, ich stürze mich in die Arbeit und schreibe Songs. Aber das ging gar nicht, weil ich erst mal überfordert war mit dieser Notbremse und der Frage, wie es nun weitergeht. Irgendwann habe ich gemerkt, dass mir das guttut, wenn ich in die Welt der Musik abtauchen kann und mich nicht mit dem realen Leben auseinandersetzen muss.

Beatrice Eglis siebtes Album "Bunt" ist seit dem 14. August im Handel erhältlich.
Beatrice Eglis siebtes Album "Bunt" ist seit dem 14. August im Handel erhältlich.
© Universal Music

Wie haben Sie die Pandemie-Zeit noch für sich genutzt?
Durch die Corona-Pandemie habe ich erst wieder gemerkt, was es heißt, Zeit mit Freunden zu verbringen. Wir haben während des Lockdowns fast eine eigene Quarantäne-Gruppe gebildet. (lacht) Wir haben miteinander gekocht, uns gegenseitig ausgetauscht, auch mal diskutiert, waren Wandern oder im See schwimmen. Es sind so viele Dinge, die ich jahrelang nicht mehr gemacht habe.

Eine Freundin hatte sich während des Lockdowns scheiden lassen. Für sie hatte ich Zeit, da zu sein.

Dafür bin ich dankbar.

Falls ihre Karriere durch die Pandemie oder einem anderen Grund vorbei wäre: Würden Sie in ein Loch fallen?
Ich kann zurzeit ja nicht auftreten. Für mich ist es neu, dass ich meine Single "Bunt" nicht auf der Bühne performen und das direkte Feedback der Fans erleben kann. Klar mache ich mir auch Gedanken, was ist, wenn es Jahre dauert, bis ich wieder auf der Bühne stehe. Da denke ich mir auch: "Wie soll das gehen?" Das ist für mich ein wichtiger Baustein meines glücklichen Lebens. Wenn meine Karriere vorbei wäre, würde ich andere Wege finden, denn:

Ein Karriereende ist immer möglich.

Auch 2018 war schwierig. In diesem Jahr sind Sie an die Grenzen Ihrer Belastbarkeit gekommen und mussten sich eine Auszeit nehmen. Arbeiten Sie nun weniger und achten mehr auf sich?
Ich arbeite bewusster. Oft war ich an Orten, war aber gefühlt schon am nächsten Ort. Ich versuche nun mehr im Moment zu sein. Das macht das Leben weniger stressig.

Ich sage mittlerweile auch viele Dinge ab, weil ich Tage brauche, an denen ich nicht unterwegs bin.

Wie entspannen Sie sich an Ihren freien Tagen?
Ich bin viel in der Natur und den Bergen unterwegs, aber unternehme auch mal einen Städtetrip nach Genf, Tessin oder Ascona. Da bin ich nach ein bis zwei Stunden Autofahrt in einer ganz anderen Welt, was ich total genieße.

Beatrice Egli: "Zurzeit bin ich in keiner Beziehung"

Sind Sie allein oder zu zweit unterwegs?
Ich bin der Mensch für Zweisamkeit, ich liebe Beziehungen und bin auch offen dafür, aber zurzeit bin ich in keiner Beziehung.

Mein Beziehungsstatus passt zum Namen meiner Single "Alles kann, gar nichts muss"".

Wenn man Beziehungen durchlebt und abschließt, lernt man, was man will und was nicht. Ist das bei Ihnen auch so?
Absolut! Man nimmt aus jeder Beziehung etwas mit. Ich will zwar alles teilen, aber ich will auch noch für mich selbst sein. Es sollte im besten Fall immer ein Gegenspiel sein. Von allem etwas, aber bitte nicht zu viel. Das ist mir wichtig.

Was ist Ihnen noch wichtig in einer Partnerschaft?
Wenn man sich kennenlernt, ist Zeit am wichtigsten. Zeit für gemeinsame Erlebnisse, Gespräche, auch über unangenehme Dinge. Außerdem sollte man ehrlich sein, aber vielleicht nicht zu sehr.

Ehrlichkeit ist wichtig, aber man muss sich auch nicht immer gleich alles erzählen.

Vielleicht ist es manchmal sogar besser, dass man nicht über alles mit seinem Partner spricht. Wenn man ein paar Sachen für sich behält, bleibt die Beziehung spannend. (lacht)

Was behalten Sie denn lieber für sich?
Wenn es um die vergangenen Liebesbeziehungen des Partners geht, finde ich, muss man dem neuen Partner nicht alles erzählen.

Verwendete Quellen: eigenes Interview

Gala

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