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Schlafstörungen So schlimm ist Schlafmangel im Dschungelcamp wirklich

Schlafstörungen
Schlafstörungen im Dschungelcamp! Kandiatin Evelyn Burdecki wacht an Tag sieben in der Hängematte auf. Ob sie lang und gut genug geschlafen hat?
© MG RTL D
Im Dschungelcamp gibt es eine neue Regel: tagsüber keinen Schlaf. Außerdem herrscht Bettenmangel und das "Rotationsprinzip" der Kandidaten funktioniert nicht. GALA verrät, was Schlafmangel wirklich für Auswirkungen hat und wie Sie blankliegende Nerven in den Griff kriegen

Schlafmangel und Schlafstörungen stehen in "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" an der Tagesordnung. Im Dschungelcamp gibt es mehr Mitstreiter als Betten und so müssen zwei Camper täglich auf dem Boden nächtigen. Besonders Currywurstmann Chris Töpperwien, 44, und das Ex-GNTM-Model Gisele Oppermann, 31, stellten sich bei der fairen Bettenvergabe quer. Wie schlimm Schlafmangel für den einzelnen Camper ist, haben US-amerikanische Forscher jetzt herausgefunden.

Schlafstörungen: 6 Stunden Schlaf sind so schlimm wie gar nicht schlafen

Eine Studie* enthüllt, dass Menschen die nachtsüber nur sechs Stunden schliefen, genauso wenig leistungsfähig sind wie Menschen, die zwei Tage lang gar keinen Schlaf fanden (* Journal of the American College of Cardiology; 01/2019). Aber das ist nicht alles: Schlafmangel führt auch zu gesundheitlichen Schäden. Verglichen mit Personen, die sieben bis acht Stunden schlafen, stellt sich ein erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen sowie eine höhere Wahrscheinlichkeit für Arterienverkalkung ein. Doch wie kommt es, dass wir besonders in der "dunklen" Jahreszeit Probleme mit dem Schlaf haben? 

Darum leiden wir besonders im Winter an Schlafstörungen

Liegen Sie auch in den Wintermonaten außerordentlich lang wach und wälzen sich ständig im Bett hin und her? Damit sind Sie nicht allein! Besonders zu Jahresbeginn schnellen die Suchanfragen für Schlafstörungen in die Höhe. Denn dass viele Menschen in den Monaten Januar und Februar besonders schlecht schlafen, ist tatsächlich kein Mythos. Verantwortlich dafür ist unsere innere Uhr. Sie ist stark abhängig von Lichtverhältnissen. Da wir uns in den kalten Wintermonaten allerdings die meiste Zeit in Räumen aufhalten, gerät unser Biorhythmus durcheinander. Wir müssen uns das Tageslicht als unseren natürlichen Zeitgeber vorstellen. Fehlt es uns, wird unser Schlaf-Rhythmus gestört. Doch das ist noch nicht alles. Ein Defizit an Tageslicht sorgt außerdem für eine vermehrte Melatonin-Ausschüttung. Das Schlafhormon beeinflusst nämlich, wann wir müde werden. Ist der Melatonin-Mangel zu hoch, fühlen wir uns tagsüber schlapp und schläfrig. Und wer überhaupt erst gar nicht richtig wach wird, kann auch nachts nicht gut schlafen. Abhilfe schafft hier ein 15-minütiger täglicher Spaziergang an der frischen Luft. Auch mit einer Tageslichtlampe sollte einer ruhigen Nacht nichts mehr im Weg stehen.

Das reicht Ihnen nicht? Dann kommen hier noch zwei weitere unschlagbare Einschlaf-Hacks!

Zwei Tipps gegen Schlafstörungen

Tipp 1: Baldrian – das wirksamste pflanzliche Schlafmittel

Pflanzliche Schlafmittel haben keine Nebenwirkungen und sind gut verträglich. Für Menschen mit Ein- und Durchschlafstörungen ist es daher ratsam, immer zuerst auf natürliche Mittel zu vertrauen, bevor sie zu Medikamenten greifen. Die Wirksamkeit von Baldrian konnte sogar in einer klinischen Studie belegt werden. Die Heilpflanze ist in Form von Tee, Kaudragees, Tropfen oder Kapseln erhältlich. Wenn Sie Ihre Schlafstörungen mit Baldriantee lindern möchten, können Sie sich das Einschlaf-Getränk ganz einfach selbst zubereiten.

Baldriantee selber machen

Hilft gegen Schlafstörungen: Baldriantee
Hilft gegen Schlafstörungen: Baldriantee
© Shutterstock

Geben Sie dafür einen Teelöffel getrocknete Baldrianwurzel in eine Tasse. Überbrühen Sie die das Heilkraut mit 150 Liter Wasser und lassen Sie den Tee 15 Minuten zugedeckt ziehen. Nach dem Abseihen kann der Tee getrunken werden. Ideal sind täglich zwei bis drei Tassen eine Stunde vor dem Schlafengehen. “Baldrian wirkt schon eine Stunde nach seiner Einnahme gegen Schlafstörungen“, betont Wilfried Dimpfel von der Universität Gießen. 

Das dauert Ihnen noch zu lange? Dann versuchen Sie es mal mit dieser Atemtechnik!

Tipp 2: 4-7-8-Atmung – Einschlafen in einer Minute

Kennen Sie die 4-7-8-Atmung? Wenn nicht, wird es höchste Zeit! Studien belegen, dass die 4-7-8-Atmung Menschen mit Schlafstörungen in nur 60 Sekunden einschlafen lässt. Wie das funktioniert? Die Atemtechnik sorgt dafür, dass Sauerstoff die Lungen füllt und sich im Körper ausdehnt. Ängste und Sorgen treten in den Hintergrund, Stresshormone werden deaktiviert, Herzfrequenz und Blutdruck sinken. Kurzum: Der gesamte Organismus entspannt. So geht’s:

  1. Achten Sie darauf, während der gesamten Übung mit der Zungenspitze den Gaumen direkt hinter den Schneidezähnen zu berühren.
  2. Schließen Sie den Mund und atmen Sie durch die Nase ein. Zählen Sie bis vier.
  3. Halten Sie den Atem an und zählen Sie bis sieben.
  4. Atmen Sie nun durch den Mund geräuschvoll nach außen.
  5. Wiederholen Sie die 4-7-8-Atmung viermal.

Nun sind Sie bestens gewappnet in süße Träume abzutauchen. Sollten Sie trotz angewandter Tricks keinen Schlaf finden, bleibt vorm Zubettgehen wohl nur noch das Full-Body-Workout um letzte Energiereserven zu verbrauchen.

Verwendete Quellen: "Journal of the American College of Cardiology" (Volume 73, Issue 2, January 2019), wissenschaft.de

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cba / akr Gala

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