Sascha Hehn: Ehrliche Worte zum "Traumschiff"-Aus und Florian Silbereisen

Sascha Hehn nimmt kein Blatt vor den Mund und äußert sich erneut kritisch über sein "Traumschiff"-Aus, als wir ihn auf dem Oktoberfest treffen. Doch was hält der Ex-Kapitän von seinem Nachfolger Florian Silbereisen?

Schauspieler Sascha Hehn war von 2014 bis 2019 als "Traumschiff"-Kapitän zu sehen.
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Sascha Hehn wird dem deutschen Fernsehpublikum u.a. durch seine Rolle als Chefsteward Victor in der ZDF-Serie "Das Traumschiff" bekannt. Viele Jahre später wird er sogar zum Kapitän des Schiffs ernannt. Jetzt lästert er aber über den alten Arbeitgeber.

Als Sascha Hehn, 64, das "Traumschiff" als Kapitän Victor Burger im vergangenen Jahr verließ, war der Schock für die vielen Fans der Fernsehserie groß. Skandalös waren vor allem die Gründe für Hehns Ausstieg.

Gegenüber "Bild" und "Welt" äußerte sich der gebürtige Münchner kritisch zu den Produktionsbedingungen beim ZDF - die Serie habe an Charme verloren und es werde an den falschen Dingen gespart. Die Vermutung steht nahe, dass Hehn und das "Traumschiff" nicht im Guten auseinandergegangen sind. Und das wird auch im Interview mit GALA deutlich.

Sascha Hehn antwortet bei der "Fernsehen mit Herz"-Wiesn der Mainstream Media AG anlässlich des Münchner Oktoberfestes zwar kurz und knapp - und auch zu seinem Privatleben bzw. den Hochzeitsgerüchten mit Freundin Gloria Krass will der Schauspieler an diesem Abend nicht Stellung nehmen. Bei Fragen rund um sein bitteres Kapitäns-Aus und seinen Nachfolger Florian Silbereisen, 38, kommt Hehn dafür aber ein bisschen ins Plaudern.

Gala: Sie leben in München. Dann sind Sie doch bestimmt ein regelmäßiger Wiesn-Besucher, oder?

Sascha Hehn: Nein, ich war 15 Jahre nicht mehr auf der Wiesn. Ich habe heute mal nachgeguckt, ob es die überhaupt noch gibt (schmunzelt).

Oh, wie kommt das?

Ich hatte keine Zeit, ich war unterwegs.

Aber Sie gehen grundsätzlich schon gerne aufs Oktoberfest?

Nein, ich mag große Menschenansammlungen nicht so. Diese Veranstaltung ist ganz nett, da ist man so ein bisschen unter sich. Aber wenn es so drückend ist, ist das nicht so meins. Ich lebe draußen auf dem Land, da ist es sehr schön.

Sascha Hehn

Der Arzt, dem die Frauen vertrauen

Von weißem Kittel keine Spur: 1979 räkelt sich Sascha Hehn noch am Palmenstrand und das (Fernseh-)Skalpell im Glottertal ist weit weg. Aber genau so hätten ihn später sicherlich die Zuschauerinnen am liebsten gesehen ...
Mit so einem verwegenen Drei-Tage-Bart zeigt sich Sascha Hehn Jahre später in der "Schwarzwaldklinik" selten.
Sieht so ein Fernseharzt aus? Die Macher der "Schwarzwaldklinik" fanden es wohl und besetzten Sascha Hehn als "Udo Brinkmann".
Das Serienhighlight schlechthin: Als "Udo Brinkmann" führt Sascha Hehn seine ewige Serienliebe "Schwester Elke" vor den Traulaltar. Taschentuchalarm!

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Wie fühlt es sich an, kein Kapitän mehr zu sein?

Gut!

Genießen Sie die Zeit?

Ja!

Aber Ihre Fans waren sehr traurig, können Sie das verstehen?

Ja, das kann ich verstehen, aber es war ja nicht meine Schuld.

Die Gründe für Ihr "Traumschiff"-Aus waren leider nicht so schön. Haben Sie sich noch mal mit den Verantwortlichen ausgesprochen?

Nein. Es gab zwar eine Aussprache zwischen dem Programmdirektor und mir, aber die hat wohl keine Früchte getragen.

Ein Comeback ist damit ausgeschlossen?

Ich stehe jetzt auf der schwarzen Liste!

Was sagen Sie zu Ihrem Nachfolger Florian Silbereisen?

Ich habe dem Flori geraten "Lass dich nicht verbraten, da musst du aufpassen!" Er ist auch nur ein Spielball der Mächte.

Glauben Sie, er hat das Zeug, die Zuschauer von sich zu überzeugen? Bisher gab es ja viel Kritik.

Das weiß ich nicht. Aber ich wünsche ihm auf jeden Fall viel Glück und den Rest werden dann diejenigen, die das Sagen haben, schon machen.

Man merkt schon noch, dass Sie mit dem Thema noch nicht ganz abgeschlossen haben und Sie das emotional noch etwas mitnimmt, oder?

Das ist nur meine ehrliche Meinung. Aber das Thema ist für mich persönlich abgeschlossen. Für andere vielleicht noch nicht. Nick Wilder [Anm. d. Red.: spielt seit 2011 den Bordarzt Dr. Wolf Sander] steht gerade vor der Entscheidung. Im Nachhinein ist es doch so, dass einer nach dem anderen dieses Schiff verlassen wird. Da muss man sich mal fragen, woran das liegt.

Verwendete Quellen: Eigenes Interview, Bild, Welt

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