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Sarah Koch "Man kann mit meinem Mann nicht streiten"

Sarah und Samuel Koch
Sarah und Samuel Koch
© Getty Images
Sarah Koch wurde mit der Serie "Sturm der Liebe" bekannt, nun steht sie für "Das Traumschiff" vor der Kamera. Bei den Dreharbeiten konnte sie Samuel Koch zwar nicht begleiten, trotzdem fühlt sich das Ehepaar durch einen "Regenbogen" immer miteinander verbunden.
Sarah, 35, und Samuel Koch, 33, sind seit vier Jahren glücklich verheiratet. So glücklich, dass sie sich in ihren ersten Ehejahren noch kein einziges Mal gestritten haben. "Ich kann manchmal schon ein bisschen wütend werden, aber Samuel schweigt dann und fängt alles auf", erzählt die 35-Jährige im Interview mit GALA.

Sarah Koch: Vom Traumschiff in Quarantäne

Und auch sonst läuft es bei der Schauspielerin rund. Am zweiten Weihnachtstag ist sie im TV-Klassiker "Das Traumschiff" zu sehen, 2021 erscheint ihr erstes Album und nebenbei arbeiten sie und Ehemann Samuel Koch an zwei ziemlich besonderen Film-Projekten. Worum es dabei genau geht, verrät Sarah Koch im großen GALA-Interview.
GALA: Sie sind in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem "Traumschiff" zu sehen. Wie waren die Dreharbeiten mitten in der Coronakrise?
Sarah Koch: Auf dem Schiff habe ich mich gefühlt wie auf einer kleinen "Insel der Glückseligkeit", obwohl wir natürlich alle mitgefiebert haben, was zuhause los ist und ständig neue Horror-Schlagzeilen gelesen haben. Zum Glück war niemand auf dem Schiff infiziert – wir wurden alle getestet – deswegen haben wir trotz allem die Zeit genossen und das Beste aus der Situation gemacht, wir konnten ja insgesamt 17 Tage nicht von Board gehen.
Wurde Ihnen da nicht langweilig?
Die Gefahr ist bei einer so langen Zeit natürlich da, aber die Crew hat sich wirklich ein tolles Programm überlegt, wir waren von morgens bis abends beschäftigt und haben auch viel Zeit mit den normalen Passagieren verbracht.
Zum Ende der Dreharbeiten wurde noch eine große Party veranstaltet, danach mussten Sie von Board, zurück ins "normale" Leben. Ein komisches Gefühl?
Es war eigenartig, da wir nicht wussten, was uns erwartet. Ich weiß noch, wie wir uns an Board alle umarmt und verabschiedet haben und nicht wussten, wie es an Land weitergeht. Da habe ich auch ein paar Tränen verdrückt. Und wollte nur noch ganz schnell nach Hause.
Sarah Elena Timpe und Benjamin Trinks beim Sandboarding in Südafrika. "Das Traumschiff – Kapstadt" sehen Sie am 26. Dezember um 20:15 Uhr im ZDF.
Sarah Elena Timpe und Benjamin Trinks beim Sandboarding in Südafrika. "Das Traumschiff – Kapstadt" sehen Sie am 26. Dezember um 20:15 Uhr im ZDF.
© ZDF / Dirk Bartling
Ihr Ehemann Samuel Koch hat Sie nicht aufs Traumschiff begleitet. Wie halten Sie Kontakt, wenn Sie so lange voneinander getrennt sind?
Wir telefonieren und facetimen viel, wir teilen unsere Leben trotz Distanz miteinander. Auf dem Schiff war allerdings manchmal nicht so gutes Netz, da musste ich fast gezwungenermaßen ein bisschen Social-Media detoxen. (lacht) Aber auch wenn Samuel und ich uns nicht ständig sehen oder hören haben wir das Gefühl, dass uns ein gewisser Regenbogen miteinander verbindet. Wir sind uns dann trotzdem ganz nah und fühlen uns stark verbunden.
Würden Sie als Ehepaar gerne öfter zusammen vor der Kamera oder auf der Bühne stehen?
Natürlich, deswegen haben wir in den letzten Jahren immer mal wieder kleinere Projekte zusammen realisiert oder gemeinsame Lesungen gehalten.

Samuel Koch: Hotel auf den Malediven wurde für ihn barrierefrei gemacht

Gibt es ein Traum-Format, in dem Sie sich zusammen gut vorstellen können?
Oh, das ist schwierig … Samuel und ich haben zusammen zwei kleine Serien geschrieben: Einmal eine Art Sitcom, weil wir so viele lustige, aber auch tragische Momente zusammen erleben und die gerne mit unseren Fans teilen wollen. Und dann haben wir noch ein Reise-Projekt, für dass wir bereits vor der Pandemie in den USA und Uganda waren. Seit unserer Hochzeit bekommen wir so viele Einladungen, unsere Flitterwochen haben wir ja auf den Malediven verbracht und eigentlich war unser Hotel gar nicht barrierefrei, doch für Samuel wurde es innerhalb eines Tages komplett umgebaut. Seitdem ist es barrierefrei, ist das nicht toll?
Total!
Wussten Sie, dass in Amerika und Frankreich gehandicapte Menschen Achterbahn fahren dürfen und bei uns nicht? Deswegen waren wir in den USA, sind Achterbahn gefahren und haben festgehalten, wie die Fahrgeschäfte dort funktionieren. Hoffentlich können wir dadurch in Deutschland etwas bewirken.
Sie und Ihr Ehemann leben und arbeiten zusammen. Knallt es da manchmal auch?
Nein, tatsächlich nicht. Man kann mit meinem Mann nicht streiten. (lacht) Ich kann manchmal schon ein bisschen wütend werden, aber Samuel schweigt dann und fängt alles auf.

Sarah Koch: "Wir würden niemals eine Tür hinter uns zuknallen"

Vier Jahre Ehe und noch kein großer Streit?
Ja, das ist wahrscheinlich wirklich eine Ausnahme. Mir fällt gerade wirklich kein großer Streit ein … Wir sind beide einfach sehr harmoniebedürftig und würden niemals eine Tür hinter uns zuknallen oder so.
Viele Schauspielerinnen und Schauspieler leiden wegen der Coronapandemie unter Existenzängsten, der Kunst- und Kulturbranche geht es ziemlich schlecht. Was hat die Krise mit Ihnen gemacht?
Sie hat mich in meinen Glauben daran, dass alles irgendwie seinen Grund hat, bestärkt. Man kann zum Beispiel an beruflichen Absagen verzweifeln –  ich muss jeden Monat mit Niederlagen leben – oder sich denken, dass dann auf jeden Fall noch etwas Besseres kommt. So war das bei mir immer. Das Leben lässt sich meist rückwärts verstehen. 
Sie haben lange bei "Sturm der Liebe" mitgespielt und gelten noch immer als absoluter Serienliebling. Reizt es Sie, wieder Teil eines täglichen Formats zu werden?
Da habe ich letztens auch drüber nachgedacht und ich glaube, dass ich im Moment mehr Spaß an meinen vielen kleinen Projekten habe. Wenn also jetzt jemand bei mir anfragen würde, würde ich wahrscheinlich "Nein" sagen …
Wie feiern Sie Weihnachten in diesem Jahr?
Eigentlich wollen wir gerne meine Familie zu uns nach Mannheim einladen und ganz groß, im amerikanischen Style, feiern. Aber meine Mutter und Schwester leben in Österreich, deswegen zittern wir jeden Tag, ob sie überhaupt zu uns kommen dürfen.
Welche Pläne haben Sie für 2021?
Wenn sich die Coronakrise wieder etwas beruhigt, kann man mich in zwei Theaterstücken sehen, außerdem kommt mein erstes Album raus, mit dem ich natürlich auch gerne auf Tour gehen würde.

Verwendete Quellen: eigenes Interview

Gala

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