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Sarah Jessica Parker Hinfallen, wieder in die High Heels steigen, weiter geht’s!

Sarah Jessica Parker
© Christopher Peterson / Splashnews.com
Sarah Jessica Parker feiert ihr Comeback als Carrie Bradshaw. Welche privaten Rückschläge sie meistern musste, um heute noch stärker zu sein.

Die einst blonden Haare schimmern silbrig, ihr Körper wirkt weicher – und auch ihr Lächeln ist sanfter ge­worden. Die Augen aber strahlen genau wie früher, auch wenn sie von ein paar Fältchen umrahmt werden. Und natürlich passt Sarah Jessica Parker, 56, am Set von "And Just Like That ...", der Fortsetzung von "Sex And The City", immer noch in die luxuriösesten und coolsten Designer-­Outfits und High Heels. Aber ist Parker alias Kolumnistin Carrie Bradshaw auch noch die Alte? Oh nein! Sie ist sogar viel besser als damals.

Sarah Jessica Parker: Heute geht sie alles entspannter an

"Werden wir weiser oder einfach nur älter?", fragt sich die junge Carrie in einer alten Folge der Kultserie über vier New Yorker Freundinnen. Schaut man sich Sarah Jessica Parker heute an, 20 Jahre nach ihrem großen Durchbruch als Schauspielerin und Stil­Ikone, lässt sich feststellen: beides. Nur eben auch noch lässiger. "Ich nehme heute alles viel entspann­ter als früher", sagt sie zu GALA.

Trauer um den besten Freund: "Ich werde alles an dir vermissen"

Der Weg zu dieser Gelassenheit war nicht immer leicht. Gerade erst wurde sie erneut auf eine harte Probe gestellt, als ihr enger Freund Willie Garson an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstarb. Er spielte in "SATC" Carries besten Freund Stanford. Die Rolle des schwulen Stylisten machte den heterosexuellen Schauspieler weltweit berühmt. Sarah und Willie waren schon vor der Serie Freunde. Ihre Söhne wuchsen miteinander auf und sind füreinander wie Brüder. "Willie. Ich werde alles an dir vermissen. Und unsere letzten gemeinsamen Momente noch einmal durchspielen", schrieb Parker in einer bewegenden Widmung auf Instagram.

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Was sie heute so stark macht

Ehrlich zu ihren Gefühlen und vermeintlichen Schwächen zu stehen, authentisch zu bleiben, das macht Sarah Jessica Parker heute so stark. Denn sie hat in den letzten 20 Jahren gelernt, sich von ihrem alten Image zu befreien. Früher galt sie als oberfläch­liche, egoistische Zicke. Ihre ehemalige Kollegin Kim Cattrall, die in der Serie die lustvolle Samantha Jones spielte, warf ihr gar Mobbing vor. Parker habe die anderen am Set gegen sie aufge­hetzt. Außerdem missfiel Cattrall, dass Parker als Hauptfigur und Produzen­tin mehr verdiente.

Verletzte Eitelkeit? Eifersüchteleien unter Kolleginnen? Wie auch immer – die Vorwürfe kratzten sehr an Parkers Image – und nagten an ihr. Sie versuchte zunächst, öffentlich zu beschwichtigen und Cattrall für die Fortsetzung zu ge­winnen. "Wir vermissen dich!", schrieb sie auf Instagram. Und: "Du wirst immer ein Teil von uns sein." Doch Cattrall blieb stur. Also beschloss Parker, aus der Not eine Tugend zu machen und ersetzte die Lücke, die Kim Cattrall hinterließ. Für "And Just Like That ..." verpflichtete sie die Afroamerikanerin Nicole Ari Parker – und griff damit gleich das aktuell so relevante Thema Diversität auf. Clever!

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Hinfallen, wieder in die High Heels steigen, weiter geht’s!

Optimistisch bleiben, auch wenn es schwerfällt, musste sie erst lernen. Nach dem Serienende 2004 fiel Sarah Jessica Parker in ein tiefes Loch. Zwar wurde sie als schlagfertige Style-Queen gefeiert, doch die großen Filmangebote blieben aus. Sie steckte 2007 viel Herzblut ins Label "Bitten" für günstige Damenmode, jedes Teil unter 20 Dollar. Fast Fashion von Haute-Couture-Fan Carrie? Das kauften ihr die Fans nicht ab, die Linie floppte und wurde nach einem Jahr eingestellt.

Passender zu ihrem alten Image ist Parkers exklusiver Schuhladen in Manhattan, wo das Paar 500 Dollar kostet und die Chefin manchmal sogar selbst Kundinnen berät. Auch hier läuft das Business eher schleppend. Aber Sarah Jessica Parker wäre nie zu Carrie geworden, wenn sie nicht auch im echten Leben etwas von deren Unerschrockenheit hätte. Hinfallen, wieder in die High Heels steigen, weiter geht’s!

Ihr Ehegeheimnis: "Wir reden offen über alles"

Die Job-Flaute nutzte sie für Quality-Time mit der Familie, das sind Sohn James Wilkie, heute 18, die Zwillinge Tabitha und Marion, 12, und Ehemann Matthew Broderick, 59. Weil man die beiden selten zusammen sieht, wird ihnen regelmäßig eine Ehekrise unterstellt. Parker lernte, mit den Gerüchten umzugehen: "Es ist immer der gleiche Nonsens. Wir nähern uns drei Jahrzehnten von Liebe, Hingabe, Respekt, Familie und Heimat", so Parker. Und: "Wir meiden den roten Teppich und reden einfach nicht so viel über uns als Paar." 

Immerhin verrät sie, dass sie und Matthew nie mehr als zwei Wochen voneinander getrennt gewesen seien – in 24 Jahren Ehe. Zu Hause in New York aber lebt jeder in seiner Hälfte des gemeinsamen Stadthauses – um einander nicht mit Alltagskram auf die Nerven zu gehen. Nächstes Jahr stehen die zwei sogar mit dem Theaterstück "Plaza Suite" gemeinsam am Broadway auf der Bühne. Das klappt, "weil wir offen über alles reden." Am liebsten, während sie spazieren gehen, joggen oder sich aufs Sofa kuscheln. Und was würde Carrie heutzutage tun? Vermutlich genau das.

Gala


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