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Sarah Biasini So erlebte sie den Tod von Romy Schneider

Sarah Biasini, Tochter von Romy Schneider
Sarah Biasini, Tochter von Romy Schneider
© imago/Future Image
Die Tochter von Romy Schneider berichtet von den wenigen Erinnerungen an ihre Mutter und den Schmerz, der noch immer anhält.

Die Tochter von Romy Schneider (1938-1982), Sarah Biasini (44), hat in ihrem Ende Oktober erscheinenden Roman "Die Schönheit des Himmels" unter anderem über den Tod ihrer Mutter geschrieben. In einer Passage beschreibt die heute 44-Jährige, wie sie als Vierjährige den Todestag ihrer Mutter erlebt hat.

Laut einer von "Bunte" zitierten Passage spähte sie in einem unbeaufsichtigten Moment durch das Schlüsselloch in den Raum, in dem ihre Mutter von den Rettungssanitätern versorgt wurde. "Ich sehe ein großes Sofa, jemand liegt darauf, und eine riesige Spinne, die mit ihren Beinen den liegenden Körper bedeckt. Eine Kindheitserinnerung. Die Spinnenbeine sind die Rettungssanitäter, die sich um sie kümmerten."

Kaum Erinnerungen an ihre Mutter

Diese Erinnerung ist eine von wenigen, wie sie auch schreibt: "Ich tue so, als wolle ich die Erinnerungen an meine frühe Kindheit nicht teilen, aber in Wahrheit habe ich keine oder nur sehr wenige, ich erinnere mich nicht mehr daran. Beinahe schäme ich mich dafür. Man wirft sich vor, sich nicht zu erinnern. Als wäre es nicht normal. Als könnte ich nicht ihre Tochter sein, wenn ich mich an nichts erinnere."

Im "Bunte"-Interview beschreibt Biasini auch, wie der Tod ihrer Mutter sie bis heute belastet: "Immer wenn ich an meine Mutter denke, was jeden Tag passiert, ist das einfach schmerzhaft. Schlicht und einfach weil sie tot ist und über den Tod nachzudenken, ist schmerzhaft." Auch Fragen würden immer wieder aufgeworfen: "Wie wäre unser Verhältnis heute, wenn sie noch da wäre? Wie wäre sie als Oma?" Der Schmerz werde niemals verschwinden, ist sich die Schauspielerin und Autorin sicher.

Sorgen bis zum letzten Atemzug

In ihrem Buch geht es auch um ihr eigenes Kind und das Muttersein. Nach "langen Jahren des Hoffens" hatte es mit der Schwangerschaft 2017 schließlich geklappt. Doch auch in der Mutterschaft wird sie vom Tod ihres Bruders und ihrer Mutter verfolgt. "So viele Sorgen! Ich hatte in meinem Leben schon zu viele Begegnungen mit dem Tod. In meinen ersten Wochen als Mutter hatte ich sehr viel Angst. Um das Baby, um mich." Mittlerweile habe sie akzeptiert, dass sie sich bis zu ihrem letzten Atemzug sorgen werde.

Doch durch die Geburt ihrer Tochter, die sie als das größte Abenteuer ihres Lebens bezeichnet, änderte sich auch einiges in ihr. "Du entdeckst auch eine unglaubliche Stärke in dir. Du könntest als Mutter jemanden töten für dein Kind. Du willst eine bessere Person für dein Kind sein."

SpotOnNews

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