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Sara Kulka Sie wurde aus psychiatrischer Akutklinik entlassen, aber …

Sara Kulka
© Steffen Schellhorn / Imago
In den letzten Wochen teilte Sara Kulka auf Instagram ihren Alltag in einer psychiatrischen Akutklinik. Nun wurde sie entlassen – und hat eine wichtige Message für ihre Follower:innen.

"Entlassen …": Mit diesem Wort und unschlüssigen drei Punkten, was sie denn nun davon halten soll, beginnt Sara Kulka, 31, ihren Instagram-Post. Auf dem dazugehörigen Bild scheint sie dennoch erleichtert zu lächeln. Mit ihren Töchtern Matilda und Annabell verbrachte sie die letzten knapp fünf Wochen in einer psychiatrischen Akutklinik.

"Heute geht es wieder nach Hause, aber natürlich bin ich nicht geheilt", schreibt die zweifache Mutter weiter. Dieser Hinweis scheint zwar etwas paradox zu klingen, doch damit spricht die ehemalige GNTM-Teilnehmerin ein wichtiges Thema an, das bei psychischen Erkrankungen oft missverstanden wird.

Sara Kulka: "Ich weiß nicht, ob ich jemals komplett geheilt werden kann"

Seit Jahren spricht Sara offen über ihre Depression. Damit sorgt sie nicht nur für Aufklärung, sondern will auch anderen Betroffenen helfen. Was macht zum Beispiel eine alleinlebende Mutter mit ihren Kindern, wenn sie sich in eine psychiatrische Klinik einweist? Für dieses Problem konnte Sara einen Ausnahmeweg finden. Ihre beiden Töchter durften mit ihr in der Klinik leben. Doch generell gibt es bei diesem Thema Nachholbedarf. Denn die Betreuung von Kindern psychisch kranker Eltern ist ein Tabuthema. Eine allgemeine Lösung gibt es nicht.

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Neben ihrem Klinikalltag dokumentiert die 31-Jährige auf Instagram nun auch ihre Entlassung – und klärt über ein wichtiges Thema auf. "Ich weiß auch gar nicht ob ich jemals komplett geheilt werden kann oder nur lernen muss, mit der Krankheit zu leben [sic]", so Sara. Ein wichtiger Punkt, denn eine psychische Erkrankung ist nicht wie ein Beinbruch nach einer bestimmten Zeit und Therapiearbeit geheilt. In vielen Fällen ist es ein jahrelanger Weg mit guten und schlechten Phasen.

Sara geht es besser: "Das Fass ist nur noch dreiviertel voll"

Diesen Auf-und-Ab-Prozess beschreibt Sara mit einem anschaulichen Bild: "Was ich definitiv sagen kann, ist, dass es mir besser geht. Ich bin hierhergekommen mit einem bis zum Überlaufen vollen Fass und jetzt ist dieses Fass noch mindestens Dreiviertel voll. Und um das Fass noch leerer zu bekommen, muss ich weiterhin an mir und an meiner Kindheit arbeiten. Vor allem indem ich die Dinge, die ich hier gelernt habe, auch zu Hause umsetze [sic]."

Das innere Fass kann auch wieder volllaufen. Zum Glück leert es sich bei Sara. Damit das weiter so bleibt und sich der Pegel irgendwann konstant hält, muss Sara Strategien, die sie in der Therapie gelernt hat, in ihrem Alltag lernen umzusetzen. Das ist ein oftmals lebenslanger Prozess, doch die gebürtige Polin kann wieder nach vorne blicken, wie sie ihren Follower:innen mitteilt: "Ich habe endlich wieder richtigen Lebenswillen und viel mehr Lebensfreude [sic]." Wie schön!

Hilfen bei Depressionen

Erkennen Sie bei sich Anzeichen einer Depression? Beim überregionalen Krisentelefon unter 0800 1110111 wird schnell und anonym geholfen! Weiterführende Informationen gibt es außerdem bei der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Verwendete Quelle: instagram.com

jse Gala


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