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Sandy Pocher & Co. Zurück zum alten Namen


... oder lieber doch nicht? Gala.de erklärt, welche Promi-Damen ihren Mädchennamen nach ihrer Scheidung wieder angenommen haben - und warum manche das besser nicht tun sollten

Nicht einmal ein Jahr nach ihrer Trennung von Oliver Pocher zieht Sandy Pocher einen entschlossenen Schlussstrich unter ihre gescheiterte Ehe. Ab jetzt nennt sie sich wieder Sandy Meyer-Wölden, noch lieber: Alessandra Meyer-Wölden. Auf den privaten Neustart soll gleich auch der berufliche folgen: Ihre Website, auf der die 30-Jährige unter anderem ihren selbst designten Schmuck vertreibt, wurde schon von "www.alessandrapocher.de" in "www.alessandrameyerwoelden.com" umbenannt, in etwa einem Monat soll sie noch dazu in einer anderen Optik erscheinen. Dass sie nun eine neue Phase ihres Lebens beginnt, soll man auch sehen können. Sich auch namentlich vom Expartner zu trennen, kann befreiend sein - wenn man es unter den richtigen Voraussetzungen tut.

Vor einem so großen Schritt wie einem Namenswechsel müssen sich gerade Stars genau überlegen: Welcher Name verkauft sich besser? Welcher Name wird im Internet öfter gesucht? Welcher Name ist die stärkere Marke? Gala.de verrät, wann ein Namen-wechsel-dich richtig und wichtig ist - und wann eben nicht.

Der Mädchenname war schon eine Marke

Alessandra Meyer-Wölden hat es richtig gemacht. Sie war auch schon vor ihrer Hochzeit mit Oliver Pocher im September 2010 bekannt. Der Mädchenname der heute 30-Jährigen geisterte nämlich lange vorher durch die Medien. 2008 geriet das Model mit ihrer Blitzbeziehung zu Boris Becker in die Schlagzeilen. Unter Tennisfans war ihr Name aber schon davor bekannt: Ihr Vater Axel Meyer-Wölden war Anwalt und Manager von Boris Becker. Als sie 16 Jahre alt war, begann Meyer-Wölden, die heute als Schmuckdesignerin arbeitet, eine Beziehung zu Tennisprofi Tommy Haas; über sieben Jahre lang war sie die Frau an seiner Seite.

Jenny Elvers hat der Namenswechsel ebenfalls nicht geschadet: Ihr Name war auch schon vor der Beziehung zu ihrem heutigen Ex-Mann und Ex-Manager Goetz Elbertzhagen eine Marke - noch dazu fiel Jenny Elvers-Elbertzhagen in eine weitere Kategorie der Namenswechsel-No-Gos:

Der angenommene Name ist zu kompliziert

Jenny Elvers-Elbertzhagen - zu lang, zu kompliziert. Noch dazu klingen die beiden Familiennamen sehr ähnlich.

Dass sie ihren, also eigentlich seinen Namen, ablegen wollte, ist Jenny Elvers schon bald nach der Trennung klar gewesen. Zu tief saßen die Verletzungen, die er ihr mit seiner Untreue zugefügt hatte. "Ich will einen Schlussstrich unter mein altes Leben ziehen und neu anfangen", sagte die 41-Jährige der "Bild"-Zeitung deshalb, nachdem sie sich zu dem Schritt entschlossen hatte.

Aber auch sie brauchte Zeit, sich endgültig von ihrem Namen, den sie immerhin zehn Jahre lang geführt hatte, zu lösen - ähnlich wie Alessandra Meyer-Wölden. Seit April 2013 gehen Jenny Elvers und Goetz Elbertzhagen getrennte Wege; unter ihrem neuen/alten Namen tritt sie erst wieder seit November auf.

Der erste Namenswechsel war nicht öffentlich

Viel einfacher ist es dagegen, wenn niemand so richtig mitbekommen hat, dass man einen anderen Namen trägt. So, wie es zum Beispiel bei Heidi Klum der Fall ist: Die 40-Jährige hatte 2005 Sänger Seal geheiratet, 2009 dann auch seinen Nachnamen - Samuel - angenommen. Auch ihre vier Kinder heißen Samuel. Weil sie aber während ihrer sieben Ehejahre mit Seal weiterhin unter ihrem Geburtsnamen Heidi Klum auftrat, bemerkte keiner so wirklich, dass sie nach der Trennung im April 2012 wieder ihren Mädchennamen annahm.

Ganz ähnlich lief es auch bei Jennifer Lopez: Die 44-jährige Sängerin war zwischen Juni 2004 und Juli 2011 mit dem Komponisten, Sänger und Schauspieler Marc Anthony verheiratet. Offiziell hatte Jennifer Lopez dessen Nachnamen angenommen - und heißt bis heute "Muniz". Marc Anthony hatte im Dezember 2012 die Scheidung eingereicht, Jennifer Lopez hatte sich erst knapp ein Jahr später darum gekümmert, diese zu unterzeichnen. Sie stellte dann gleichzeitig einen Antrag auf Namensänderung. An ihrem Bühnennamen hat sich aber in der Zwischenzeit nichts geändert - sie ist und bleibt "La Lopez".

Wann sich ein Namenswechsel nicht lohnt

Barbara Becker ist ein Beispiel dafür, dass sich ein Namenswechsel nicht immer lohnt. Die Ex-Frau von Boris Becker, die mit dem ehemaligen Tennis-Profi zwei Söhne hat, behielt ihren Namen auch nach der Scheidung, die im Jahr 2001 vollzogen wurde. "Viele Leute haben darauf gewartet, dass ich den Namen Becker ablege. Aber mir ist es wichtig, dass meine Kinder so heißen wie ich", sagte Barbara Becker, deren Mädchenname Feltus lautet, im Gespräch mit dem Magazin "In". So wichtig, dass sie auch nach 2009 eine Becker blieb, als sie den belgischen Künstler Arne Quinze heiratete. Wirtschaftliche Aspekte spielten bei ihrer Entscheidung vermutlich ebenfalls eine Rolle: Während ihrer Beziehung mit Boris Becker konnte sie sich einen Namen als Model und Schmuckdesignerin machen - die Marke "Barbara Becker" umzubenennen, und damit zu schwächen, wäre wahrscheinlich keine gute Idee gewesen.

Boris Becker scheint damit nicht ganz glücklich zu sein: Im Januar 2013 hatte er via Twitter gestichelt, dass eine Frau normalerweise wieder "auf ihren Geburtsnamen geht", wenn sie zwei Hochzeiten und zwei Scheidungen hinter sich hat (Barbaras Ehe zu Quinze war 2011 geschieden worden). Davon ließ sich die 47-Jährige bislang aber nicht beirren - nach wie vor trägt sie den Namen ihres Ex-Ex-Mannes.

Der Fall Sylvie Meis

Sylvie van der Vaart wollte es ähnlich machen wie Barbara Becker und nach ihrer Scheidung, die im Dezember 2013 vollzogen wurde, den Namen ihres Ex-Mannes Rafael van der Vaart behalten. "Ich wollte keinen anderen Nachnamen als mein Sohn", sagte sie der "Bild"-Zeitung. Dann aber machte ihr das Familienrecht einen Strich durch die Rechnung: "Mein Anwalt erinnerte mich: 'Ähm Sylvie, du bist nach holländischem Recht verheiratet. Du wirst nach holländischem Recht geschieden. Und dann bekommst du deinen Mädchennamen.'"

Sylvie, die seit ihrer Hochzeit im Jahr 2005 den Nachnamen van der Vaart trug und dadurch besonders in Deutschland an Popularität gewonnen hat, hat sich inzwischen mit der Situation abgefunden: "Ich finde, es ist auch ein frischer Anfang, ein neues Leben! Ich gucke nach vorne und ich bin stolz, Sylvie Meis zu sein", betonte sie kurz nach der Scheidung im Gespräch mit RTL. Bislang hat sich an ihrem Prominentenstatus durch den Namenswechsel nicht viel verändert, ihre Moderationsjob bei RTL behält sie, ob als Sylvie van der Vaart oder als Sylvie Meis. Ob eine Sylvie Meis in Zukunft ebenso lukrative Deals landen kann wie eine van der Vaart, wird sich erst noch zeigen müssen.

Gala


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