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Sandra Kuhn "Wir Kaiserschnittmuttis müssen akzeptiert werden""

Sandra Kuhn
Sandra Kuhn
© Picture Alliance
Sandra Kuhn steht öffentlich zu ihrer Kaiserschnittnarbe - und wird dafür beleidigt. In GALA verrät die RTL-Moderatorin, wie sie damit umgeht.

Bei diesem Foto auf "Teilen" zu klicken, das ist Sandra Kuhn, 38, schwergefallen. Bisher hat noch niemand die RTL-"Explosiv"-Moderatorin so gesehen. Verletzlich, halb nackt, die Brüste nur von ihren Händen bedeckt - und die Kaiserschnittnarbe gut sichtbar.

Sandra Kuhn über "fette Narbe, Schlabberhaut und Pölsterchen"

Im Gespräch mit GALA erklärt sie, warum sie dieses Bild bei Instagram gepostet hat: "Die Zuschauer kennen mich im tollen Styling und mit perfektem Make-up. Die Wahrheit darunter sieht aber so aus: fette Narbe, Schlabberhaut und Pölsterchen. Ich sehe mich so vor dem Spiegel und finde mich nicht mehr so schön."

Sandras Körper hat in nur 18 Monaten zwei Schwangerschaften überstanden. Die haben ihre Spuren hinterlassen. Sandra wollte das offen und ehrlich zeigen. Viele Follower bewundern sie für ihren Mut, dass sie öffentlich so zu ihrem veränderten Körper steht.

"Jede Geburt ist okay"

Was dann aber auch noch kam, damit hatte die TV-Moderatorin nicht gerechnet. "Einige haben mir geschrieben, ich solle mich doch freuen, wie ich aussehe. Sie selbst sähen ganz anders aus. Ich bin auch dankbar und glücklich, aber ich habe eben auch Tage, an denen es mir damit nicht so gut geht." Was sie sehr verletzt, sind die Mütter, die sie wegen ihrer Kaiserschnittnarbe anfeinden.

"Ich wurde teilweise beleidigt, weil ich mich zweimal für einen Kaiserschnitt entschieden habe. Ich sei keine richtige Mutter, und meine Kinder seien bestimmt die ganze Zeit krank, weil sie so geholt wurden." Dabei hatte Sandra sich aus medizinischen Gründen gegen eine natürliche Geburt entschieden. Sie ist wütend über die Hassnachrichten. "Jede Geburt ist okay. Mir ist es wichtig, dass alle akzeptiert werden. Auch wir Kaiserschnittmuttis!"

"Die schönste Narbe, die man haben kann"

Dass ihre einjährige Tochter Leni und der 16 Wochen alte Carl überhaupt auf der Welt sind, ist für sie ein Wunder. "Die Ärzte hatten uns gesagt, dass es bei manchen Paaren einfach mit einem Baby nicht klappt. Ich war damals am Boden zerstört." Gemeinsam mit ihrem Ehemann, RTL-Kollege Kristof Kuhn, hat sich Sandra in dieser Zeit beim Jugendamt um ein Kind beworben.

"Wir wollten adoptieren oder ein Pflegekind aufnehmen. Wir haben das nötige Adoptiv-Pflege-Seminarbelegt. Am letzten Tag war ich dann schwanger." An dieser Stelle muss sie lachen. Die Jugendamtsmitarbeiterin hatte uns am Anfang noch gesagt, der Kurs sei die beste Kinderwunschklinik." Für Sandra Kuhn ist das Baby-Glück zweimal wahr geworden - und ihre Narbe ein stiller Zeuge davon. "Die schönste Narbe, die man haben kann."

Gala

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