Samuel Koch gibt zu: "Ich wollte damals erlöst werden"

Samuel Koch spielt seine erste Kinorolle. In einem Interview darüber gibt er zu, dass auch er schon mal über Selbstmord nachdachte

Samuel Koch

Seit Jahren muss sich Samuel Koch die eine Frage anhören: "Wie geht es dir?" In Samuels Fall ist diese Frage jedoch keine Floskel, denn der Schauspieler ist seit seinem Unfall bei "Wetten, dass..?" am 4. Dezember 2010 vom Hals abwärts querschnittgelähmt. Und so muss sich der 30-Jährige hauptsächlich mit Fragen rund um seine körperliche und seelische Verfassung auseinandersetzen. Auch das Thema "Selbstmord" spielte da bereits eine Rolle. Samuel lernte man in Interviews zwar stets als lebensfrohen und psychisch stabilen Charakter kennen, doch auch er dachte bereits über das Thema nach, wie er jetzt gegenüber "Bild" zugab.

Samuel Kochs erste Kinorolle

Anlass für das Gespräch gibt Samuels erste Kinorolle in dem Drama "Draußen in meinem Kopf", der am 26. April 2018 in den deutschen Kinos anlief. Darin spielt er den 28-jährigen Sven, der an Muskeldystrophie leidet und nur noch auf den Tod wartet. Für Samuel war diese Rolle eine echt Herausforderung, auf die er sich intensiv vorbereiten musste.

Er wollte damals erlöst werden

Über seine eigene schwierigste Zeit in seinem Leben sagt er heute: "Nach meinem Unfall gab es natürlich Phasen in denen ich solche starke Schmerzen hatte, dass ich zu meiner Mutter sagte: 'Mama, ich will einfach nur, dass es aufhört. Wenn ein Tier Schmerzen hat, ruft man den Tierarzt und erlöst es, bitte ruf jetzt den Tierarzt für mich.'" Doch trotz dieser düsteren Gedanken, wollte sich Samuel nie wirklich umbringen. "Das war aber wirklich mit sehr starken Schmerzen verbunden, davon abgesehen hatte ich nie das ernsthafte Bedürfnis, dass jetzt endlich alles vorbei ist, so wie es bei Sven der Fall ist", beruhigt er.

Verpflichtungen gegenüber der Welt

Anders als sein Filmcharakter fühle sich Samuel immer noch sehr wertvoll und wichtig für die Welt an: "Wenn man denkt, dass man der Welt gegenüber keine Verpflichtung hat, dann denkt man wahrscheinlich auch, dass man sein Leben beenden kann, wann immer man das will. Aber ich sehe das ehrlich gesagt anders, ich finde man hat der Welt gegenüber sehr wohl Verpflichtungen." Eine bewundernswerte Einstellung, die sich sicher viele zum Vorbild nehmen. 

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