Samuel Koch Bewegendes Interview

Samuel Koch
Samuel Koch
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Im Interview mit Peter Hahne sprach Samuel Koch über seine Gesundheit und den Stunt, der sein Leben veränderte. Trotz Querschnittslähmung bereut der ehemalige Soldat seinen Auftritt bei "Wetten, dass..?" nicht

Nach seinem schweren Unfall vor über einem halben Jahr bei "Wetten, dass..?" trat Samuel Koch am Sonntag (26. Juni) erstmals wieder im Fernsehen auf. Im Rollstuhl sitzend sprach er mit Moderator Peter Hahne über die Reha und seinen Gesundheitszustand. Resigniert wirkte der 23-Jährige trotz schleppender Fortschritte aber keineswegs: Mit wachem Blick sprach er über die Zukunft, seine Pläne und positive Erlebnisse, die ihn immer wieder aufbauen.

Obwohl Koch seit seinem Stunt in der ZDF-Show querschnittsgelähmt ist, bereut er nichts. "Ich bin 500, 600 Mal über Autos gesprungen. Jeder Skiurlaub war riskanter als das ganze Autogehüpfe", sagt er. Und Koch geht sogar noch weiter: "Ich würde die Wette noch einmal machen", so der ehemalige Soldat. Einzig die Tatsache, dass auch viele Kinder den Unfall gesehen haben, belastet ihn. "Es ist mir unangenehm, dass ich da die Show kaputt gemacht habe".

Aufgeben stand für Samuel Koch nie zur Debatte, das vermittelt er im Gespräch mit Peter Hahne immer wieder. "Gott sei Dank ist mein Gehirn noch klar und ich bin der Alte". Besonders die Unterstützung aus der Öffentlichkeit hätte ihm bei der Heilung geholfen, "die zu keinem Zeitpunkt stagniert". Von der Anzahl der Briefe und Geschenke war Koch überrascht. "In dem Ausmaß hätte ich mir das nie vorstellen können. Ich habe gemerkt, dass Anteilnahme an der ganzen Misere genommen wird. Das hat mir in der Reha viel geholfen. Das ist großartig gewesen und ich hätte nicht gedacht, dass es so was noch gibt."

Auch seine Familie helfe Koch in dieser schweren Zeit sehr. "Der Unfall hat uns sehr zusammengeschweißt", sagt er. "Wenn das alles hier wieder klappt, mit meinen Zehen und den Beinen, werde ich das Leben auf jeden Fall noch mehr genießen."

Ganz offen spricht Koch mit Peter Hahne auch über seine Träume. So würde der ehemalige "Wetten, dass..?"-Kandidat im September gerne die Reha-Klinik verlassen. "Erzwingen kann ich es nicht", sagt er. "Ich arbeite darauf hin. Man muss aber realistisch bleiben". Was Samuel Koch nach seiner Entlassung macht, weiß er schon jetzt: "Es ist ein Fernziel von mir, die Kinder die mir geschrieben haben zu treffen und ihnen zu danken".

aze

Samuel Koch und Peter Hahne sprechen über Träume, Ziele und die Zeit nach dem Unfall.
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