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SAG Awards 2017 Stars kritisieren Trumps Einreise-Stopp

Ashton Kutcher
© Getty Images

Hollywood-Stars wie Ashton Kutcher haben bei den SAG Awards in Los Angeles gegen Trumps Einreise-Stopp protestiert

Schauspieler haben am Sonntag (29. Januar) die Bühne der 23. Screen Actors Guild Awards in Los Angeles genutzt, um gegen den Einreise-Stopp von US-Präsident Donald Trump zu kritisieren.

Stars fanden deutliche Worte

Ashton Kutcher setzte bei der Preisverleihung mit seiner Rede den Ton für die Veranstaltung, als er nicht nur alle im Saal und vor dem Fernseher begrüßte, sondern auch all jene, die in Flughäfen festgehalten werden, weil ihnen die Einreise nach Amerika versagt wird. „Ihr seid ein Teil des Stoffes, aus dem wir sind, und wir lieben euch, und wir heißen euch willkommen“, sagte der 38-Jährige. Im Saal brandete nach seinen Worten Applaus auf.

Ashton Kutcher sprach über Mila Kunis

Stunden zuvor hatte Kutcher bereits auf Twitter seinem Ärger Luft gemacht, weil auch seine Frau Mila Kunis einst als Flüchtling nach Amerika kam: Sie emigrierte als Kind aus der Ukraine. „Meine Frau kam in dieses Land mit einem Flüchtlingsvisum mitten im Kalten Krieg. Mein Blut kocht gerade!“, schrieb Kutcher in seinem Tweet.


„Wir waren nie eine Nation, die auf Angst gebaut wurde. Mitgefühl ist eine ethische Wurzel Amerikas. Unsere Unterschiede sind fundamental für unseren Bestand", schrieb der "Two and a half men"-Star.

Nach Kutcher ergriff auch Schauspielerin Julia Louis-Dreyfus das Wort. Die 56-Jährige bekam einen Preis in der Kategorie „beste weibliche Comedy-Performance“ und nutzte ihre Dankesrede für berührende Worte: Sie berichtete, dass ihr Vater vor der religiösen Verfolgung der Nazis aus Frankreich geflüchtet sei. „Ich bin ein amerikanischer Patriot, und ich liebe dieses Land“, sagte die Schauspielerin. „Weil ich dieses Land liebe, bin ich entsetzt über seine Makel – und dieser Einwanderungsbann ist ein Makel, und er ist unamerikanisch.“ Sie rief zur Unterstützung der Betroffenen auf.

Simon Helberg, Jocelyn Towne 
Simon Helberg, Jocelyn Towne 
© Getty Images

Auch Simon Helberg, besser bekannt als „Howard“ aus der TV-Sitcom „The Big Bang Theory“, bezog gemeinsam mit seiner Frau Jocelyn Towne Stellung gegen Trump. Er lief mit einem Schild über den roten Teppich, auf dem „Flüchtlinge willkommen“ stand. Seine Frau hatte sich „Lasst sie rein“ auf die Brust geschrieben.

jlö

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