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Sabia Boulahrouz Der Ex soll's richten ...

Sabia Boulahrouz
© Picture Alliance
20.000 Euro schuldet Sabia Boulahrouz ihrem früheren Vermieter. In einem exklusiven Gespräch mit "Gala" lässt dieser seinem Ärger freien Lauf

In den Büroräumen von Star-Architekt Thomas Ziehlke am Neuen Jungfernstieg treffen wir den Hamburger Bauherrn Rasmus von Hütschler. Es ist dunkel, draußen strahlen die erleuchteten Gebäude der Hamburger Innenstadt. Von Hütschler blickt nach draußen, schüttelt den Kopf und sagt: "Ich verstehe das alles nicht. Diese ignorante Art ärgert mich." Er redet über Sabia Boulahrouz. Rund 20.000 Euro soll sie ihm, ihrem ehemaligen Vermieter, aufgrund von Mietausfällen und Renovierungskosten schulden. Doch es gibt noch ein weiteres Problem: Sabia will ihm die Wohnungsschlüssel nicht aushändigen, obwohl der Mietvertrag längst gekündigt und sie bereits im September ausgezogen ist.

Knapp drei Jahre lebte Familie Boulahrouz in dem mehr als 200 Quadratmeter großen Penthouse in der Wrangelstraße. Drei Schlafzimmer, zwei Bäder, ein Ankleideraum und eine riesengroße Dachterrasse - Sabia sollte es an nichts fehlen. "Diese Wohnung ist zuvor komplett neu gebaut und eingerichtet worden", sagt Architekt Ziehlke. Echter Eichenboden, schicke Einbauküche, Kamin - "alles vom Feinsten", wirft Eigentümer von Hütschler ein.

Als die beiden Herren die Wohnung im August 2013 in Augenschein nahmen, waren sie entsetzt: Dreckige Wände, Kratzer, einige Dinge seien auch kaputtgegangen. Damals zeigte sich Sabia Boulahrouz noch einsichtig. "Sie hat sofort zugesagt, dass sie sich an den Renovierungskosten beteiligt", so von Hütschler. Falsch gedacht! Auf den Kostenvoranschlag hat sie bis heute nicht reagiert. Der größte Schaden entsteht jedoch, weil die ehemalige Mieterin die Wohnungsschlüssel nicht rausrückt. "Wir haben verabredet, dass sie mir die Schlüssel übergibt - das hat sie nicht getan. Jetzt drückt sie meine Anrufe weg", sagt von Hütschler. In seinem Blick liegt Unverständnis. „Wir hatten immer ein gutes Verhältnis, und jetzt das!“ Rasmus von Hütschler hat Klage eingereicht, anders kann er seinen Besitz an der Wohnung nicht geltend machen. Auf die Schreiben seiner Anwälte reagiert Sabia nicht.

Gerade versuchte sie sich in der Presse zu verteidigen: Ihr Ex-Mann habe die Zahlung für die Wohnung schon im August eingestellt, weil er nichts von der längeren Kündigungsfrist gewusst habe. Und an den Kosten für die Sachschäden - wie die von ihren Kindern bemalten Wände - habe sie sich beteiligen wollen. Passiert sei bisher jedoch nichts. Ex-Ehemann und Mitmieter Khalid Boulahrouz ist die ganze Sache peinlich. Der Fußballer habe gleich angerufen und versichert, die Angelegenheit zu klären, so Eigentümer von Hütschler. Die Kaution wurde mittlerweile gepfändet, doch "diese Summe reicht nicht aus", erklärt er. Und jeden Monat, den Sabia weiter wartet, kommen rund 4000 Euro dazu - von den anfallenden Gerichtskosten mal abgesehen.

Janina Kirsch

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