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Ryan Reynolds Todesangst! So äußern sich seine Angstzustände

Ryan Reynolds
© Noam Galai / Gala
Ryan Reynolds hat bereits mehrfach über seine Angstzustände gesprochen. In einem aktuellen Interview wurde der Hollywoodstar jedoch detaillierter denn je und lässt durchblicken, wie hoch sein Leidensdruck mit der Erkrankung oft ist.

Vor Besuchen in Talkshows war Ryan Reynolds, 45, manchmal so nervös, dass er dachte, er würde "sterben". Dieses Gefühl, das einem die Kehle zuschnürt und manchmal den Boden unter den Füßen wegzieht, schilderte der "Deadpool"-Star nun im Interview mit der "Sunday Morning"-Show des US-Senders CBS. Es ist nicht das erste Mal, dass der Hollywoodschauspieler über seine Angstzustände spricht. Doch seine aktuellen Aussagen verdeutlichen noch einmal mehr, wie sehr diese psychische Erkrankung das Leben des dreifachen Vaters beeinträchtigt.

Ryan Reynolds: "Ich habe schon mein ganzes Leben lang Angstzustände"

Eigentlich rührt Ryan Reynolds derzeit die Werbetrommel für seinen neuen Film "The Adam Project". In der Öffentlichkeit gibt er sich schlagfertig, nimmt gerne seine Frau Blake Lively, 34, oder Schauspielkollege und Freund Hugh Jackman, 53, aufs Korn – und tritt in Filmen wie "Deadpool" oder "Green Lantern" als Superheld auf. Doch hinter der selbstbewussten Hollywood-Fassade steckt ein sensibler Typ, dessen Selbstvertrauen genau wie bei seinen Filmfiguren "nur gespielt" sei, wie er im Gespräch mit der "Sunday Morning"-Show erklärt.

"Ich habe schon mein ganzes Leben lang Angstzustände", meint Reynolds. Das erste Mal an die Öffentlichkeit ist der damit 2017 gegangen, als er nach den Dreharbeiten zu "Deadpool" aufgrund der vielen Aufmerksamkeit "einen kleinen Nervenzusammenbruch" hatte, so Ryan gegenüber dem "GQ"-Magazin. Damals ging er zum Arzt, weil er dachte, dass es sich um ein neurologisches Problem handeln würde. Doch es wurden Angstzustände diagnostiziert. Gegenüber dem Filmmagazin "Variety" erklärte der Darsteller ebenfalls 2017, dass er bereits in der Kindheit Angstzustände bemerkt hätte. "Unser Vater war tough. Er hat es niemandem leicht gemacht. Und er hat es sich selbst nicht leicht gemacht. Ich denke, die Angstzustände haben da begonnen, als ich versucht habe, andere zu kontrollieren, indem ich mich selbst kontrolliert habe."

"Kurz bevor sich der Vorhang öffnete, dachte ich mir, ich werde sterben"

Wie sich diese äußern, macht der Schauspieler an einem simplen Beispiel deutlich: "Wenn ich früher bei 'Letterman' [eine US-Late-Night-Show, Anm. d. Red.] auftrat, war ich nervös. Ich erinnere mich, dass ich hinter der Bühne stand, bevor sich der Vorhang öffnete, und dachte mir: 'Ich werde sterben. Ich werde hier buchstäblich sterben. Der Vorhang wird sich öffnen und ich werde einfach nur eine Symphonie aus Erbrochenem sein, als ob etwas Schreckliches passieren würde!" Das passierte natürlich nicht, sind aber klassische Angstsymptome, die Reynolds hier schildert.

Dass der erdachte Ernstfall sich nie bewahrheitet, macht der 45-Jährige wie folgt deutlich: "Sobald sich der Vorhang öffnet – und das passiert in meiner Arbeit oft –, übernimmt dieser kleine Kerl die Kontrolle, der dann sagt: 'Ich mach das schon. Du bist cool.' Ich spüre, wie mein Herzschlag sinkt und meine Atmung sich beruhigt. Ich gehe hinaus und bin ein anderer Mensch. Dann verlasse ich das Interview mit dem Gedanken: 'Gott, so ein Typ wäre ich gerne!'"

Ryan Reynolds beschreibt diesen Zustand als zwei Persönlichkeiten in einem: "Ich fühle mich, als wäre meine Persönlichkeit in zwei Teile geteilt, von denen eine die Oberhand gewinnt, wenn das passiert", also, wenn der Vorhang aufgeht. Um mit der Angst bei Presseterminen besser umzugehen, schlüpft Reynolds quasi in eine Rolle, die ihm ermöglicht, so frei und selbstbewusst zu agieren, wie es die Öffentlichkeit gewohnt ist. Zudem helfe ihm seine Frau Blake, ebenfalls erfolgreiche Schauspielerin, mit seiner psychischen Erkrankung besser umzugehen – eine Erkrankung, die Ryan viel abverlangt, aber auch einiges über sich selbst gelehrt hat.

Verwendete Quellen: cbsnews.com, instagram.com, gq.com, variety.com

jse Gala


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