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Ryan Lochte US-Schwimmstar wegen Falschanzeige angeklagt

Ryan Lochte
Ryan Lochte
© Reuters
Die brasilianische Justiz will Ryan Lochte vor Gericht sehen. Der US-Schwimmstar wurde wegen falscher Angaben bei der Polizei angeklagt

Ryan Lochte hatte seine erfundene Überfallgeschichte eingestanden, doch das reicht der brasilianischen Justiz nicht. Wie unter anderem "TMZ" berichtet, wurde der US-Schwimmer am Donnerstag (25. August) wegen Falschanzeige in Rio de Janeiro angeklagt. Falls er verurteilt würde, drohten ihm bis zu sechs Monate Haft.

Ryan Lochte wurde vorgeladen

Die brasilianische Staatsanwaltschaft habe Ryan Lochte bereits vorgeladen, hieß es in einem Statement der Behörden. Außerdem werde die Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees über die Anklage informiert.

Ryan Lochte hatte zunächst behauptet, während der Olympischen Spielen gemeinsam mit seinen Teamkollegen Jack Conger, Gunnar Bentz und Jimmy Feigen mit vorgehaltener Waffe ausgeraubt worden zu sein. Ein Überwachungsvideo zeigte jedoch, dass die vier vom Securitypersonal einer Tankstelle aufgehalten wurden, nachdem sie in der Toilette randaliert hatten. Die Schwimmer sollen stark angetrunken gewesen sein.

Kehrt er nach Brasilien zurück?

Der 32-Jährige hatte das Land kurz nach dem Vorfall verlassen. Seine Kollegen wurden allerdings von der Polizei vernommen und gaben zu, was wirklich vorgefallen war.

Ob Ryan Lochte vor Gericht in Brasilien erscheinen wird, ist fraglich. Laut "TMZ" handelt es sich bei einer Falschanzeige nicht um ein Vergehen, nach dem die USA einen Staatsbürger ausliefern würde.

Für seine Lüge musste Lochte bereits einige Rückschläge einstecken. So beendeten mehrere Sponsoren, darunter die Sportartikelhersteller Speedo, die Zusammenarbeit mit dem Schwimmer.

iwe Gala

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