Ryan Gosling: "Schauspieler ohne Starqualitäten"

Ryan Gosling kann mit dem Zirkus um seine Männlichkeit überhaupt gar nichts anfangen. Mit GALA sprach er lieber über sein Regie-Debüt "Lost River"

Ryan Gosling

Zig Millionen Menschen klickten dieser Tage im Internet ein nur sechs Sekunden langes Video an, in dem Ryan Gosling wortlos Cornflakes und Milch in eine Schale schüttet, einen Löffel eintaucht, diesen anschließend wie zum Gruß in die Kamera hält – und isst. Seine Reverenz an einen an Krebs verstorbenen Fan, den er zwar nie persönlich traf, der ihn aber mit seiner Videoserie "Ryan Gosling Won’t Eat His Cereal" (Ryan Gosling wird seine Cornflakes nicht essen) regelmäßig erheiterte.

Der kanadische Schauspieler braucht nicht viele Worte, um etwas auszudrücken. Zu dieser Erkenntnis kommt man auch, wenn man den 34-Jährigen zum Interview trifft. "Mir ist nur wichtig, dass den Leuten meine Filme gefallen", sagt er. "Ich muss mich nicht über meine Optik definieren. Das ist doch albern, wenn ich ins Rennen um die Wahl als Sexiest Man geschickt werde." Kein Gehabe, keine Allüren. Stattdessen Natürlichkeit gepaart mit einem Hauch Mystik. Eine eigenartige Mischung aus bubenhaftem Charme und testosteronbepackter Männlichkeit umgibt ihn.

Lilly Becker

Ausgelassene Italien-Party mit besten Freundinnen

Lilly Becker und Freundin 
Erst tanken Lilly und ihre Freundinnen Sonne und dann wird der Abend genossen.
©Gala

Er selbst bezeichnet sich gern als langweilig

Er wirkt souverän – aber irgendwie auch unsicher. Seine Hände spielen mit einem Kugelschreiber, den er auf dem Tisch gefunden hat. Das scheint ihn zu beruhigen für die bevorstehende Aufgabe, die sicher nie zu seinen Hobbys zählen wird: über sich selbst zu reden. Er selbst bezeichnet sich gern als langweilig und als "Schauspieler ohne Starqualitäten". Doch diesmal geht es um ihn als Regisseur, um sein Regiedebüt "Lost River" – das Fantasy-Drama wurde von der Kritik bislang nicht mit Lorbeeren überschüttet. "Was andere darin sehen, kann ich nicht beeinflussen. Ich bin jedenfalls sehr stolz auf unsere Arbeit“, sagt Gosling äußerlich gelassen.

Ryan Gosling + Eva Mendes

Stationen ihrer Liebe

14. Februar 2020  Valentinstag ist Familientag! Mit ihren beiden Mädels feiern Eva Mendes und Ryan Gosling das Fest der Liebe. Nach einem gemeinsamen Mittagessen verlässt die Familie gut gelaunt ein Restaurant in Los Angeles. Dabei hält Mama Eva ein Sträußchen Rosen in der einen Hand, Töchterchen Esmeralda in der anderen.
4. September 2019  Hach... Verliebt wie am ersten Tag zeigen sich Eva Mendes und Ryan Gosling lächelnd und händchenhaltend beim Dinner-Date in Los Angeles. 
29. Mai 2019  Ausflug zu dritt: Eva Mendes und ihre süßen Töchter Amada (r.) und Esmeralda sind gemeinsam auf dem Weg zum Mittagessen in L.A. Kaum zu glauben, wie groß die beiden Süßen schon geworden sind, besonders die dreijährige Amada, die man sonst nur sehr selten mal zu Gesicht bekommt.
11. März 2019   Das sieht nach Spaß aus: Eva Mendes und Tochter Esmeralda scheinen ihre gemeinsame Zeit in Los Angeles zu genießen. Fröhlich hüpft die kleine Maus an Mamas Hand.

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Obwohl seine Lebenspartnerin Eva Mendes eine intensive Nebenrolle in "Lost River" spielt, spricht er nur allgemein von "meinem gesamten Team, auf das ich sehr stolz bin". Kein Sonderlob für die Mutter seiner Tochter, er erwähnt nicht mal ihren Namen. Offener wird der Regissseur, als er über die Entstehung von "Lost River" spricht. "Ich habe doch vor einigen Jahren mit George Clooney in Detroit "The Ides Of March" gedreht. Nach Drehschluss streifte ich oft allein durch die heruntergekommenen Stadtteile. Mit der Kamera habe ich den krassen Verfall festgehalten."

Die Autostadt Detroit – das war für ihn als Kind in Kanada das Sinnbild für ein florierendes Amerika. "Davon ist heute kaum etwas übrig. Diese massive Wandlung vom einstigen Aushängeschild der US-Wirtschaft zum Sorgenkind, hat mich dazu inspiriert, das Drehbuch zu "Lost River" zu schreiben." Es ist ein dunkler Film in einer Welt, in der Gewalt und Hoffnungslosigkeit dominieren. "Die Geschichte spielt zwar in einer düsteren Atmosphäre, aber sie handelt auch von ausgeprägtem Familiensinn und dem Traum von Freiheit", erklärt Gosling. Eine Vision, die zumindest in den USA nicht überall so ankam. Aber einen wie Gosling kann das in seiner Absicht nicht erschüttern, die Kraft des Films nicht bloß zu Amüsierzwecken

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