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Ruth Moschner Sie wehrt sich gegen Kritik an ihrem "Allerwertesten"

Ruth Moschner
© Getty Images
Ruth Moschner muss sich immer öfter mit Kommentaren und Kritik zu ihrem Po herumplagen. Deshalb macht sie ihren Hatern im Netz nun eine deutliche Ansage. 

Ruth Moschner, 44, moderiert seit Oktober von Montag bis Freitag jeden Vorabend ihre neue Quizsendung "Buchstaben Battle" auf Sat.1. Die 44-Jährige bekommt auch Feedback zu der Rateshow – dabei geht es jedoch oft nicht um ihr Talent als Moderatorin oder den Unterhaltungsfaktor der Sendung, sondern um ihren Hintern. Dass manche Zuschauer meinen, ihren Körper kommentieren zu müssen, findet Moschner allerdings alles andere als in Ordnung. 

Po bekommt mehr Aufmerksamkeit als Show

Dementsprechend deutlich fällt ihre Ansage auch auf Instagram aus. Zu einem Boomerang, der sie beim Wackeln ihres Hinterteils zeigt, verfasst die Münchnerin einen langen Text. "In meiner täglichen Quizsendung wird mein Allerwertester das ein oder andere Mal gezeigt", beginnt sie ihren Social-Media-Beitrag. "Soweit, so normal, aber mir ist aufgefallen, dass ich vermehrt Post dazu bekomme. Post, die darauf abzielt, meinem Po mehr Wichtigkeit zu verleihen als der Unterhaltsamkeit der Show. Und ja, Optik gehört nun mal zum FernSEHEN dazu, but(t): er sei zu fett, zu breit, zu groß, zu wenig "altersgerecht" eingekleidet... Die Liste ist lang und beginnt immer mit "zu", ist halt schon auffallend." 

Darüber hinaus fügt sie hinzu: "Zu seiner (also der des Hs) Verteidigung muss ich sagen, ein Weitwinkelobjektiv, wie es im Fernsehen benutzt wird, lässt alles immer etwas größer erscheinen und selbst FreundInnen, die mich auch privat und ohne Weitwinkel von hinten kennen, sind beeindruckt, was so eine Kamera alles an Masse optisch draufrechnen kann."

Ruth Moschner spricht sich gegen Bodyshaming aus

Danach kommt sie in ihrem Text zu dem eigentlichen Punkt, der sie stört: Sie findet Bodyshaming nicht okay! "Ich persönlich fände das nicht schlimm, im TV 'dicker' auszusehen, wenn nicht das Wörtchen 'dick' immer noch so negativ besetzt wäre. Übrigens ebenso wie 'zu dünn'", erklärt sie auf der Foto- und Videoplattform.

Sie sehe jetzt schon Kommentare, die ihr bescheinigen würden, dass sie so aussehe wie eine Frau auszusehen habe, aber darum gehe es nicht, macht sie deutlich. "Frauen sehen nun mal so aus, wie Frauen aussehen, schmal, rund, bunt, dick, dünn, weich, hart, sportlich, Dingens. Aufgrund meiner Geschichte bin ich da aber hellhörig. Und ja, ich weiß, Männer haben das auch oft, nur eben mit dem Ideal, dass 'breit' hier grad mega angesagt ist und weil halt Weitwinkel zufällig auch breit macht, bekommen die Fernsehkerls halt nicht allzu viel Post", führt sie ihren Standpunkt aus.

"Es ist doch einfach nur schön, dass wir alle unterschiedlich aussehen"

Moschner weiß wovon sie spricht: Sie war selbst sechs Jahre magersüchtig und litt neun Jahre an Bulimie – deshalb richtet sie einen wichtigen Appell an ihre Community: "Ich denke, solange es nicht gesundheitsgefährdend ist, wie jemand rumläuft, egal in welche Richtung, und wenn die- oder derjenige auch nicht den Eindruck erweckt, dass da ein Problem schlummert, ist es doch einfach nur schön, dass wir alle unterschiedlich aussehen."

Verwendete Quellen: instagram.com, bz-berlin.de

swi Gala


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