Ruth Moschner: Klare Haltung im Fall "Gina-Lisa Lohfink"

Ruth Moschner hat sich im Rahmen einer Kolumne in die Debatte im Fall "Gina-Lisa Lohfink" eingemischt - und dabei klar Stellung bezogen

Moderatorin Ruth Moschner, 40, hat sich in ihrer Kolumne für den "Berliner Kurier" zum Fall "Gina-Lisa Lohfink" geäußert. Lohfink war zuletzt zweimal vor Gericht unterlegen. Dabei ging es um eine angebliche Vergewaltigung, die Verbreitung von Videomaterial, Verleumdung und Beleidigung. Im Zuge dessen hat sich eine Debatte über den Umgang der Justiz mit Sexualgewalt entwickelt. Zudem tauchte die Frage auf, inwieweit Lohfink zum Sinnbild für eine Reform des Sexualstrafrechts und/oder zum neuen Symbol der Feministinnen taugt.

Das Statement von Ruth Moschner

Das Gericht hat entschieden. „Frau Lohfink ist nicht Opfer einer Sexualstraftat geworden. Sie hat gelogen und Ermittler bewusst in die Irre geführt“, sagte Staatsanwältin Corinna Gögge. Eigentlich sollten jetzt alle erleichtert sein. Die Show ist zu Ende, bitte gehen Sie weiter, es gibt nichts mehr zu sehen, außer, dass da jemand über seine eigens erschaffene Rolle als Lustobjekt gestolpert ist. Selber schuld. Seht her, liebe Kinder, ein Mädchen hat sich anständig zu kleiden und still und leise wütend zu sein. Und überhaupt, wer seine Auslagen so appetitlich drapiert, braucht sich nicht wundern, wenn alle zugreifen. Gemein? Wieso?
Diese Sprüche kennt man als Mensch weiblichen Ursprungs tatsächlich aus dem Effeff. Früh bekommt man beigebracht, dass das angeblich so starke Geschlecht seinen Trieb hinsichtlich fraulicher Reize nur schwer im Griff hat und alleine ein kurzer Rock schon eine warme Einladung zum Geschlechtsverkehr aussprechen kann. Soweit, so normal. Dennoch habe ich durch den Prozess rund um die ehemalige GNTM-Kandidatin noch einiges dazugelernt.
Laut Richterin Ebner kann es, wenn man schon einmal einvernehmlichen Sex hatte, keine Vergewaltigung mehr geben. Das hieße doch im Umkehrschluss, in Beziehungen oder Ehen kämen Gewaltverbrechen und Missbrauch nicht vor. Merkwürdig, schließlich sagt die Statistik leider etwas anderes, aber die ist wahrscheinlich eh nicht repräsentativ, schließlich wurde bisher nur jede 12. Vergewaltigung angeklagt.
Nach dem aktuellen Verfahren werden sich wohl noch weniger Opfer auf eine derartige Tortur einlassen. Die Kraft und Energie steckt man lieber in einen Selbstverteidigungskurs. Justitia ist offensichtlich keinesfalls blind, außer, was die Glaubwürdigkeit eines zusammengeschnittenen Videos, fragwürdigen Artikeln der Boulevardpresse und einem Gutachter, der sich „nicht zu 100% sicher ist“ angeht. Wie heißt es doch immer: „Im Zweifel für den Angeklagten“ – und zu zweifeln gibt es in diesem Fall immer noch zu viel!

Heidi Klum

Sie zeigt sich im knalligen Drag-Queen-Look

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Model-Mama Heidi zeigt sich jetzt im extravaganten Drag-Queen-Look.
©Gala

Gina-Lisa Lohfink nach dem Prozess

Zuletzt fiel Lohfink mit einer inszenierten Kirchenzeremonie auf, in der sie ihre Privatsphäre öffentlichkeitswirksam und symbolisch zu Grabe getragen hat. Zudem hat sie ihre Kandidatur beim nächsten RTL-"Dschungelcamp" angekündigt.

Nach "Germany's next Topmodel"-Teilnahme

Welchen Weg gingen Heidis Mädels?

Gisele Oppermann  Lange war es still um sie – jetzt ist die "Heulsuse" von damals zurück! Bei "Germany's Next Topmodel" hat Gisele Oppermann die Drama-Queen raushängen lassen und die eine oder andere Träne verdrückt. Ob sie immer noch so nah am Wasser gebaut ist? 
Gisele Oppermann war lange von der Bildfläche verschwunden, doch jeder wird sich an ihre legendären Tränenausbrüche im TV erinnern. 2010 ereilt sie dann ein wirklich schwerer Schicksalsschlag: Sie hat einen Autounfall, liegt lange Zeit im Krankenhaus. Seit 2014 ist sie wieder glücklich und Mutter einer kleinen Tochter.
Obwohl Miriam Höller während ihrer Teilnahme an der fünften Staffel von "Germany's next Topmodel" nicht wirklich ins Auge gestochen ist, war sie seitdem viel im deutschen Fernsehen zu sehen: Die sportliche Blondine war unter anderem beim TV total Turmspringen und bei Global Gladiators zu sehen. Als Stuntfrau ist sie für Formate, wie die ProSieben Winter Games die perfekte Besetzung. 
Namaste! Wanda Badwal belegte in der dritten Staffel von "Germany's next Topmodel" den vierten Platz. Zehn Jahre später hat sich einiges verändert; Wanda arbeitet als Yoga-Lehrerin und Fotografin, absolvierte verschiedene Workshops auf Bali und in Deutschland. Auf ihrem Instagram-Account inspiriert sie mittlerweile fast 18.000 Menschen mit ihrem Lifestyle. 

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Gina-Lisa Lohfink

Sie legt Berufung ein

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