Mesut Özil: So reagiert sein engstes Umfeld

Nach dem Rücktritt von Mesut Özil aus der DFB-Elf reagieren andere Nationalspieler und auch Freundin Amine Gülse auf Instagram, Twitter & Co. 

Der Rücktritt von Mesut Özil, 29, aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bewegt aktuell die Gemüter. Vom einfachen Fan über Bayern-Boss Uli Hoeneß, 68, bis hin zur Kanzlerin Angela Merkel, 64: Jeder hat eine Meinung zu diesem polarisierenden Thema und tut diese derzeit auf allen Kanälen kund. Doch wie sieht es eigentlich im nahen Umfeld von Özil aus? Wie reagieren seine Freundin, seine Mitspieler, sein Verein FC Arsenal und der betroffene DFB auf dessen Entscheidung?

Liebeserklärung von Freundin Amine Gülse

Eine, die natürlich auch in dieser für ihn schwierigen Phase eng an seiner Seite steht, ist seine Freundin Amine Gülse , 25. Die ehemalige Miss Türkei und türkische Schauspielerin postete auf Instagram ein Bild von sich und ihrem Freund, das die beiden im Urlaub nach der WM 2018 zeigt. Dazu schrieb sie: "Ich bin immer bei dir, ich bin stolz auf dich, meine Liebe." Eine Unterstützung, die Özil derzeit mit Sicherheit gebrauchen kann. 

Das sagen die DFB-Stars 

Jerome Boateng , 29, meldete sich als erster aktueller DFB-Spieler auf Instagram. Kurz und knackig schreibt er zu einem Foto der beiden, wie sie den WM-Titel 2014 feiern: "Es war mir eine Freude, Abi". "Abi" ist das türkische Wort für "Bruder". 

Julian Draxler, 24, verabschiedet sich mit den Worten von Özil: "Mesut Abi, deine Technik am Ball hat Spielern wie mir die Tür zum DfB-Team geöffnet. Danke, für das was du für den deutschen Fußball getan hast. Du kannst Stolz auf deine Leistungen sein." 

Der ehemalige Ex-Nationalspieler Lukas Podolski, 33, meldet sich ebenfalls auf Instagram zu Wort. Vier Jahre hatten er und Özil gemeinsam für den DFB auf dem Platz gestanden. Unter anderem schreibt Poldi: "Wir haben viele Male zusammen gewonnen, und manchmal haben wir das nicht. Das ist Fußball, aber mit dir war es immer magisch als Teamkollege für den Club und das Land." haben

 Auch Antonio Rüdiger, 25, postet zum Abschied. Der DFB-Kicker würdigte vor allem die fußballerischen Leistungen Özils: "Danke an einen der besten Fußballer, mit dem ich je zusammengespielt habe." Auf Englisch fügte er etwas kryptisch hinzu, dass die "Richtigen sich immer an die Freude erinnern werden, die er während seiner DFB-Karriere gebracht habe".

Trotz der netten Abschiedsworte: Viele DFB-Kicker schweigen bis dato, also einen Tag nach der Verkündung des Rücktrittes von Özil. 

Der DFB weist Vorwürfe von sich

Auch der DFB meldete sich mittlerweile zu Wort. In seiner Rücktrittserklärung ging der gebürtige Gelsenkirchener Özil mit teils drastischen Worten auf den größten Sportverband der Welt los und wandte sich auch direkt an den Präsidenten Reinhard Grindel, 56. Er wolle nicht länger als Sündenbock für die Inkompetenz von Grindel dienen. In dessen Augen sei er ein Deutscher, wenn man gewinne, und ein Immigrant, wenn man verliere. Er habe das deutsche Trikot immer mit Stolz und Begeisterung getragen, verspüre nun aber ein Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit.

Nach den Anfeindungen von Özil weist der DFB nun aber jegliche Ausländerfeindlichkeit entschieden zurück. Ganz im Gegenteil: "Wir spielen und leben zusammen mit unseren unterschiedlichen Wurzeln, unseren Religionen und Kulturen." Ein Bekenntnis zu den im Grundgesetz verankerten Menschenrechten, das Eintreten für Meinungs- und Pressefreiheit sowie Respekt, Toleranz und Fair Play sei aber für jeden erforderlich, der für Deutschland Fußball spiele. Man hätte sich gefreut, wenn Özil auf dieser Basis weiter Teil des Teams hätte sein wollen.

So reagiert Mesut Özils Verein FC Arsenal

Sein derzeitiger Arbeitgeber, der FC Arsenal, ist hingegen ganz offenbar um möglichst viel Normalität bemüht und versucht die Wogen zu glätten. Auf dem offiziellen Twitter-Account posteten die Londoner ein Bild des lächelnden Özil, bei dessen erstem Training nach der Weltmeisterschaft. Dazu schrieb der Traditionsverein: "Es ist großartig, dich wieder bei uns zurück zu haben." Ein direktes Statement zu dessen Rücktritt aus der Nationalmannschaft blieb hingegen bislang aus. 

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