Prinz Andrew: Nach der Festnahme von Ghislaine Maxwell steigt der Druck

Prinz Andrew soll im Jeffrey-Epstein-Fall sprechen - diesen Appell richten die Bundesanwaltschaft von New York und eine Opfer-Anwältin an den Royal. Nach der Festnahme von Ghislaine Maxwell, einer Vertrauten Epsteins, steigt der Druck auf den Sohn der Queen.

Ghislaine Maxwell 58, wird vorgeworfen, maßgeblich in den Pädophilen-Ring von Jeffrey Epstein, †66, verwickelt gewesen zu sein. Am gestrigen Donnerstag (2. Juli) wurde sie im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen. Audrey Strauss, die oberste Anwältin des Bundesstaates von New York, verlas noch am gleichen Tag die Anklageschrift. Die Pressekonferenz wurde als Live-Stream auf Facebook übertragen.

Am Ende richtete Strauss einen Appell an Prinz Andrew, 60. "Wir würden es begrüßen, wenn Prinz Andrew zu uns käme, um sich mit uns zu unterhalten. Wir hätten gerne seine Aussage. (...) Unsere Türen sind weiter für ihn geöffnet". Dem Royal wird von einem der Epstein-Opfer, Virginia Roberts Giuffre , 36, vorgeworfen, sie 2001 mehrmals missbraucht zu haben. Andrew bestreitet dies vehement. 

Prinz Andrew soll im Fall Jeffrey Epstein sprechen

Opfer-Anwältin Gloria Allred sagte am Freitag in der TV-Sendung "Good Morning Britain", dass Andrew die Opfer Epsteins mit seinem Schweigen einem "quälenden Test" unterziehe. Seit langem kämpfen die Frauen für Gerechtigkeit. 

Steven Hoffenberg, 75, der mit Epstein von 1987 bis 1989 im Finanzsektor zusammengearbeitet hat und mit der Familie Maxwell bekannt ist, sagt "The Sun" über Ghislaine: "Sie wird total kooperieren." Dann könnte es auch für Andrew, der seit vielen Jahren mit Maxwell befreundet ist und in deren Londoner Haus er 2001 Roberts missbraucht haben soll, brisant werden. Hoffenberg: "Andrew sollte besorgt sein, und es gibt viele [andere] Leute, die sehr besorgt sind. Viele mächtige Leute, die [im Zuge des Skandals] genannt wurden, und Ghislaine weiß alles."

Sex mit einer 17-Jährigen?

Das sagt Prinz Andrew zu diesem brisanten Foto

Prinz Andrew und Virginia Roberts

Der Royal äußert sich

Eine Quelle aus dem Umfeld des Herzogs von York teilte "DailyMail.com" über die neuen Appelle mit: "Das Team des Herzogs ist nach wie vor verwirrt, da wir im letzten Monat zweimal mit dem DOJ [Department of Justice, Justizministerium der USA] kommuniziert haben und bis heute keine Antwort erhalten haben."

Premierminister Boris Johnson, 55, hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet. Er sagte am Freitag (3. Juli), dass er bisher nicht von den US-Behörden um Hilfe wegen eines Gesprächs mit Prinz Andrew gebeten wurde. "Das ist eine Sache der Königsfamilie." 

Prinz Andrew

Er spricht über die Sex-Vorwürfe

Prinz Andrew
Prinz Andrew bezieht in einem Interview mit dem TV-Sender "BBC-News" erstmals öffentlich Stellung zu den Sex-Vorwürfen mit einer Minderjährigen.
©Gala

Das wird Ghislaine Maxwell vorgeworfen

Ghislaine Maxwell wird vorgeworfen, zwischen 1994 und 1997 mehrere minderjährige Mädchen für Epsteins Missbrauch "ausgewählt, sich mit ihnen angefreundet und sie herangezogen" zu haben. In manchen Fällen habe Maxwell an den missbräuchlichen Handlungen selbst teilgenommen. Die Tochter des britischen Medienmoguls Robert Maxwell, †66, wurde noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt.

Maxwell war seit dem Tod Epsteins im August 2019 untergetaucht. Die Fälle für die Maxwell angeklagt werde, seien laut Strauss diejenigen, für die "nach einem Jahr harter Ermittlungen" ausreichend Beweise vorliegen, um sie anzuklagen. Offiziell wird ihr zur Last gelegt, die Reisen der Minderjährigen zu den Häusern Epsteins organisiert zu haben, in zwei Fällen wird sie des Meineid bezichtigt. Bei diesen Vorwürfen handle es sich laut Strauss um "das Prequel" zu den Fällen zwischen 2002 und 2005, einer prominenten Klage mehrerer Opfer.

Verwendete Quelle: mailonline.uk, thesun.co.uk, cnn.com

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