Rosenstolz Wieder hinein ins Leben


Fast drei Jahre war es leise um das deutsche Pop-Duo "Rosenstolz". Doch nun melden sich die Musiker nicht nur mit einem neuen Album zurück, sondern die Band spricht zum ersten Mal über den Schwächeanfall von Bandmitglied Peter Plate

"Rosenstolz" melden sich nach drei Jahren mit einem Album zurück. Im ersten Interview nach dem Burnout von Peter Plate sprechen sie über das Zurücksein und die Zukunft. Eine Auszeichnung erhielten sie beinahe in Abwesenheit: das Bundesverdientskreuz.

Musik machen sie schon 20 Jahre schon miteinander, gemeinsam sind Anna R. und Peter Plate "Rosenstolz". Über sechs Millionen Platten hat das Pop-Duo verkauft und zählt zu den erfolgreichsten Musikern des Landes. Ein Erfolg, der vor drei Jahren seinen Preis forderte. 2009 erlag Plate während eines Konzerts in Hamburg einem Schwächeanfall. Die Diagnose der Ärzte damals: Burnout.

"Rosenstolz war so groß, und ich fühlte mich trotzdem so klein. Es war, als bräche das Lampenfieber der letzten 15 Jahre mit einem Schlag über mich herein", erzählt Plate nun dem "Stern". Ich fing an zu weinen und konnte nicht mehr aufhören. Es war nackte Panik, nackte Angst. Alles drehte sich. Ich dachte, die Welt bricht zusammen", so der Komponist gegenüber der Zeitschrift.

Im Nachhinein kann sich Bandpartnerin Anna R. erklären, warum es zu dem Zusammenbruch kam. "Wir haben einfach zu spät die Notbremse gezogen. Wir waren unendlich müde. Ich hatte so die Schnauze voll von der ganzen Branche," erzählte die Musikerin.

Jetzt können die beiden wieder nach vorn schauen. Mit der Veröffentlichung ihres Albums "Wir sind am Leben" Ende September beginnt für "Rosenstolz" ein neuer Abschnitt. Und um das Comeback ins Showgeschäft etwas leichter zu machen, dürfen sie sich nun erst einmal noch auf eine ganz besondere Auszeichnung freuen: Am Mittwoch (31. August) wird ihnen das Bundesverdienstkreuz für ihren Einsatz im Kampf gegen Aids verliehen.

yyo

gala.de

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