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Rose McGowan Ihre Klage gegen Harvey Weinstein wurde abgewiesen

Rose McGowan erleidet Niederlage im "MeToo"-Prozess gegen Harvey Weinstein.
Rose McGowan
© Getty Images
Für Rose McGowan ist es vermutlich eine bittere Niederlage: Ihre Klage gegen den inzwischen wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung inhaftierten ehemaligen Film-Mogul Harvey Weinstein wurde von einem Bundesgericht in Los Angeles abgewiesen.

Rose McGowan, 48, gilt als Ikone der "MeToo"-Bewegung. Die Schauspielerin war eine der ersten Frauen, die den mächtigen Filmproduzenten Harvey Weinstein, 69, als Sexualstraftäter enttarnten und den Weg für seine Verurteilung ebneten. Nun muss der frühere "Charmed"-Star allerdings einen Misserfolg einstecken: Die von ihr gegen ihren Erzfeind, seine Anwälte und das israelische Wachunternehmen Black Cube wegen angeblicher Erpressung eingereichte Klage wurde vom zuständigen Gericht abgeschmettert, wie unter anderem "Page Six" berichtet. 

Rose McGowan: Sie brachte Harvey Weinstein zu Fall

Zur Vorgeschichte: Die Schauspielerin hatte 2017 mit Journalisten der "New York Times" und des "New Yorker" über sexuelle Übergriffe Weinsteins gesprochen. Die folgenden Artikel brachten den inzwischen verurteilten Sexualstraftäter zu Fall. Rose selbst wurde in den Enthüllungsstories nicht zitiert, weil sie zuvor eine Vereinbarung über Schweigegeld unterschrieben hatte. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichungen war ihre Vergewaltigung durch Weinstein juristisch betrachtet bereits verjährt. Der Produzent soll die damals 23-Jährige im Jahr 1997 während des "Sundance"-Filmfestivals im Whirlpool eines Hotels missbraucht haben.

Vorwurf der Erpressung

Ihre traumatischen Erfahrungen hatte McGowan im vergangenen Jahr in ihren Memoiren unter dem Titel "Mutig" thematisiert, ohne allerdings den Namen ihres Peinigers zu nennen. Sie behauptete, Weinstein und sein Anwaltsteam hätten sie mit Hilfe der Überwachungsfirma zum Schweigen bringen wollen. Eine "diabolische und illegale" Handlungsweise, wie in ihrer Klage festgehalten wurde.

Der zuständige Richter wies am 6. Dezember 2021 die Klage zurück mit der Begründung, McGowan habe nicht rechtzeitig eindeutige Beweisdokumente vorlegen können.

Harvey Weinstein muss erneut vor Gericht

Harvey Weinstein verbüßt ​​nach seiner Verurteilung im Februar 2020 eine 23-jährige Haftstrafe wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung. Es wartet auf ihn ein weiterer Prozess vor einem Gericht in Kalifornien, bei dem zusätzliche Anklagen wegen Sexualverbrechen verhandelt werden sollen. 

Verwendete Quellen: pagesix.com

ama Gala

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