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Romy Schneider (†43) "Eine Lügnerin!" Ihr Ex-Mann klagt gegen das Buch von Alice Schwarzer

Romy Schneider und Daniel Biasini 1980 in der Pariser Oper.
Romy Schneider und Daniel Biasini 1980 in der Pariser Oper.
© Getty Images
Schon zu Lebzeiten sorgte Film-Ikone Romy Schneider für allerlei Schlagzeilen und auch nach ihrem Tod 1982 brodelte die Gerüchteküche weiter. Bis heute. Ihr Ex-Ehemann Daniel Biasini kämpft nun um ihre Würde.

Es ist nicht das erste Mal, dass Daniel Biasini, 72, um die Ehre seiner verstorbenen Frau Romy Schneider, †43, kämpft. Und garantiert nicht das letzte Mal. Schon 2018 wehrte sich Biasini im Gespräch mit GALA gegen die Aussagen der Kölner Publizistin Alice Schwarzer, 78, es ging um eine angebliche Affäre von Romy Schneiders Mutter Magda Schneider, †87, und Adolf Hitler, †56. 

Damals sagte der französische Schriftsteller: "Das ist falsch, lächerlich und absolut grotesk. Nachdem die arme Magda schon die Mätresse von Goebbels und Bormann gewesen sein soll, wird sie nun auch noch zur Konkubine von Hitler gemacht. Für mich ist das ein Marketing-Coup von Alice Schwarzer, die ihr neues Buch verkaufen will."

Daniel Biasini: "Alice Schwarzer ist eine Lügnerin"

Nun klagt Daniel Biasini in Paris gegen das Buch "Romy Schneider intime" von Alice Schwarzer, das 2018 auch in Frankreich erschien, begleitend zu der Arte-Doku "Ein Abend mit Romy". Sein Ziel: Zehn Passagen aus dem Buch entfernen und den Buch-Verlag "l‘Archipel" auf 40.000 Euro Schmerzensgeld verklagen. 

In den betroffenen Buchpassagen geht es um die Ehe von Biasini und Schneider. So schreibt Alice Schwarzer beispielsweise, dass Romy Schneider ihrem Mann Jachten, Ferraris und Reisen bezahlt haben soll. Und, dass Biasini sich in Liaisons vergnügte. Zudem befeuert Schwarzer das Gerücht, dass Biasini an einer Fehlgeburt Schneiders mitschuldig gewesen sei, weil er wegen überhöhter Geschwindigkeit einen Autounfall verursachte. Vorwürfe, die Biasini schwer belasten. "Alice Schwarzer ist eine Lügnerin", sagt der 72-Jährige. 

Gerüchte um Romy Schneiders Mutter

Noch schwerwiegender ist für ihn allerdings die Behauptung, Romy Schneiders Mutter Magda habe ein Verhältnis mit Adolf Hitler gehabt. Schwarzer schreibt in ihrem Buch, dass ihr Romy Schneider 1976 während eines Interviews anvertraute: "Meine Mutter schlief mit Hitler". Dem widerspricht Daniel Biasini: "Romy hat niemals gesagt, dass ihre Mutter mit Hitler geschlafen hat. Weil es zu 100 Prozent falsch ist. Magda hat Hitler auch nie auf dem Berghof getroffen. Sie war dort mal zum Tee eingeladen, mit Eva Braun. Ohne Hitler."Daniel Biasini ist sich sicher: "Magda war nicht parteinah. Ich habe selbst mit ihr über die Hitlerzeit gesprochen, weil ich mich für dieses Kapitel Deutschlands interessierte." Er fordert nun Beweise für Schwarzers Behauptungen. "Sie hat diese Lügen verbreitet, um ihr Buch zu verkaufen. Und Romy als Idiotin hingestellt, als naives Dummchen. Das ist unfassbar", so Biasini.

Romy Schneider und Magda Schneider (r.) 1960 bei einer Cocktailparty im Penthouse der "Walt Disney Productions".
Romy Schneider und Magda Schneider (r.) 1960 bei einer Cocktailparty im Penthouse der "Walt Disney Productions".
© Getty Images

"Ich tue es für ihr würdevolles Andenken"

Im Dezember 2019 verlor Biasni laut "Bild" die Auseinandersetzung mit dem Verlag "l‘Archipel" in erster Instanz, er legte Berufung ein. Die neue Verhandlung ist nun am 24. Februar. "Ich möchte, dass Romy wenigstens ein Minimum an Respekt entgegengebracht wird. Ich tue es für ihr würdevolles Andenken. Sie selbst kann sich ja leider nicht mehr wehren", sagt Biasni. 

Verwendete Quelle:bild.de

aen Gala


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