Romy Schneider (†) : Ex-Mann Daniel Biasini zerreißt den neuen Film über sie

Romy Schneider (†) ist eine Legende. Obwohl die Schauspielerin bereits seit 35 Jahren tot ist, schaffte ihr Leben immer wieder Grundlage für neue Filme. Den neuesten kritisierte ihr Ex-Mann nun scharf

Ab dem 12. April 2018 wird eine Neuerzählung der Geschichte der Romy Schneider, die im Alter von 42 Jahren verstarb, zu sehen sein. Der Film "3 Tage in Quiberon" fokussiert sich dabei auf ein Interview, das der "Stern" 1981 mit der Schauspielerin führte. Das legendäre Gespräch habe die Wahrheit aber nicht abgebildet, verriet nun Schneiders Ex-Ehemann Daniel Biasini (*1949).

Emily Atef und Marie Bäumer verfilmen "3 Tage in Quiberon"

Emily Atef, geboren 1973, hat es sich als Regisseurin zur Aufgabe gemacht, das Leben von Romy Schneider aus einer neuen Perspektive heraus zu erzählen. Mit Schauspielerin Marie Bäumer, 48, in der Hauptrolle, versucht Atef die Geschichte der Filmlegende noch einmal neu aufzurollen. Sehr zum Missfallen von Daniel Biasini. Schneiders Ex-Ehemann hatte gehofft, dass das Interview nicht weiter thematisiert wird.

Daniel Biasini: "Michael Jürgs wollte nur eine Frau in ihrem Leid vorführen"

Der Grund dafür ist einfach: Das Interview bildet seiner Meinung nach nicht die Wahrheit ab. Im Gespräch mit "Bild am Sonntag" geht Biasini mit dem Journalisten Michael Jürgs, 72, hart ins Gericht und unterstellt ihm sogar, seiner Ex-Ehefrau eine Drogensucht angedichtet zu haben. "Michael Jürgs wollte nur eine Frau in ihrem Leid vorführen, aber er hat nie nach dem Grund ihres Leidens gefragt", kritisiert Biasini nun nachträglich das lange Jahre zurückliegende Gespräch. 

Vor allem die Tatsache, dass sowohl das Interview als auch der darauf basierende Film der schönen Schauspielerin ein Suchtproblem unterstellten, macht den Vater einer Tochter wütend: "Es stimmt, dass sie Medikamente genommen hat, aber die musste sie wegen ihrer Niere nehmen. Da war es einfach, daraus eine Drogensüchtige zu machen. Aber weder der Film noch das 'Stern'-Interview geben den Schlüssel zur Wahrheit." 

Hatte Romy Schneider wirklich eine labile Persönlichkeit?

So sei auch der Umstand, dass Schneider für einen Entzug nach Quiberon gereist sei, ausgedacht: "Romy ist jedes Jahr nach Quiberon gefahren, um sich in Form zu bringen. Das ist uns zur Tradition geworden. Ich holte sie ab, dann fuhren wir an die Loire und besichtigten die Schlösser dort." Auch die labile Persönlichkeit, die der "Sissi"-Darstellerin attestiert wurde, entspräche nicht der Realität. Im Gegenteil: Gerade in Zeiten ihrer Nierenerkrankung sei sie besonders stark gewesen. 

Und Biasini müsste es eigentlich wissen: Zum Zeitpunkt des Interviews waren er und Romy Schneider noch verheiratet. Insgesamt sechs Jahre waren die Schauspielerin und ihr ehemaliger Assistent Mann und Frau. Dass diese Zeit für Schneider aber eine schwere war, das interessierte den Reporter seiner Meinung nach nicht: "Aber Jürgs hat nicht nachgefragt, wie und warum es ihr so geht. Er hat gar nicht versucht, sie zu verstehen. Er hat nur die üblichen Klischee-Fragen gestellt. Das war absoluter Blödsinn. Auch was Jürgs später in einem Buch über Romy geschrieben hat, ist nicht mehr als geistige Selbstbefriedigung."

Sarah Biasini erwartet ihr erstes Kind

Auf die nun anstehende Premiere des zugehörigen Filmes ging Biasini nicht weiter ein. Auch die Regisseurin, die von "Bild am Sonntag" mit den Vorwürfen des Franzosen konfrontiert wurde, meldete sich nicht zu Wort. Inwiefern Daniel Biasini mit den Geschichten um Romy Schneider aufräumen konnte, das wird sich zeigen. Aktuell hat er neben dem Ärger über die Darstellung seiner Ex-Frau aber auch Anlass zu großer Freude: Die gemeinsame Tochter, Sarah Biasini, 40, ist im Herbst 2017 das erste Mal Mutter geworden und hat ihren Vater damit zum Opa gemacht. 

Film-Looks

Romy Schneider

Romy Schneider 1954 in "Mädchenjahre einer Koenigin"
Romy Schneider 1955 in "Die Deutschmeister"
Romy Schneider 1956 in "Sissi - Die junge Kaiserin"
Romy Schneider 1957 in "Scampolo"

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