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Rihanna Pass auf dich auf, Rihanna!


Im Sommerurlaub lässt es Rihanna krachen. Alles nur Spaß? Oder sind ihre "Alcoholidays" ein Alarmsignal?

Halb abwesend, halb auffordernd

lächelt sie in die Kamera, ihre Haltung ist lasziv, ihr Blick leicht glasig. Beim Lunch im italienischen Küstenort Portofino scheint es, als habe Rihanna etwas zu viel Chardonnay genossen. Die Sängerin und ihre Freundinnen aus Barbados urlauben momentan im Mittelmeerraum. Vom exzessiven Nightlife in St. Tropez ging es am vergangenen Mittwoch weiter nach Italien, per Luxusjacht mit sechs Kabinen und Beautysalon.

Der Weltstar gönnt sich eine Pause zwischen den Europa- und den nächsten US-Konzerten. Ihren Urlaub nutzt Rihanna aber nicht nur, um Energie zu tanken: Sie wird auch immer wieder beim ausgiebigen Feiern und Trinken gesehen. Bereits Anfang August ließ sie es beim "Kadooment Day" auf Barbados krachen. Sie tanzte ekstatisch, zeigte Fotografen den Stinkefinger und widmete sich hingebungsvoll Trockensexübungen - zum Beispiel mit ihrem Ex-Freund Negus. Auch in Portofino blieb es nicht bei ein paar Gläschen Wein: Bevor "Ri Ri" im Maxikleid zum Schnorcheln ins Wasser abtaucht, gönnt sie sich noch einen Schluck "Budweiser Light". Beim Ausflug mit dem Beiboot haben die Ladys Champagner im Gepäck. In der einen Hand ein volles Glas, setzt Rihanna mit der anderen die Flasche an und posiert so für die Urlaubsfotos. Alles nur ein harmloser Spaß? Probiert sie sich nur aus? Oder steuert sie auf einen Absturz à la Lindsay Lohan zu?

"Es kommt auf die Regelmäßigkeit des Alkoholkonsums an", sagt Dirk Kampz, Gründer und Geschäftsführer der Suchtklinik "My Way Betty Ford" in Bad Brückenau zu "Gala". "Einmal pro Woche Party machen mit Drinks bis zum Abwinken führt in der Regel nicht zu einer Abhängigkeit." Trotzdem sei die Gefahr latent vorhanden, wenn Suchtmittel regelmäßig konsumiert werden.

Fakt ist, dass die Sängerin in schwierigen Verhältnissen aufwuchs und bereits als Kind die schlimmen Folgen von Drogenmissbrauch erlebte: Als 14-jährige erwischte sie ihren Vater beim Crackrauchen, später musste sie mit ansehen, wie die Ehe ihrer Eltern zerbrach. Noch 2010 sagte sie in einem Interview mit dem Onlinedienst "showbizspy. com", dass Alkohol und Drogen für sie darum nicht infrage kämen. Das scheint sich nun geändert zu haben. Als einen Grund für ihren hohen Alkoholkonsum nennen Vertraute Depressionen; auch heute, zwei Jahre danach, habe sie die Prügelattacke durch ihren Ex-Freund Chris Brown nicht verarbeitet. Bei ihrer Ankunft in Italien wichen Fans und Paparazzi nicht von ihrer Seite. Wird ihr der Rummel langsam zu viel? Schließlich sieht sich Rihanna momentan auch noch Gerüchten um ein angebliches Sex-Tape ausgesetzt: Das US-Magazin "Hustler" behauptet, ihm liege ein Video vor, das die Sängerin mit dem Rapper J-Cole zeigen würde. Via Twitter dementiert Rihanna die Gerüchte. "Wir glauben euch nicht, ihr braucht mehr ... und vor allem ein echtes Video! Langweiliger Tag," schrieb sie am 25. August aus Portofino. Kaum vorstellbar, dass die Sache wirklich so spurlos an ihr vorbeigeht.

Auf der Bühne begeistert Rihanna weiterhin ihre Fans: Beim "V Festival" in Chelmsford performte sie zusammen mit Eminem und legte eine heiße Show hin. Doch dass ihre Eskapaden ihrem Image auf Dauer schaden können, ist absehbar. Trotzdem scheinen weder Freunde noch Management sie davor zu warnen. US-Medien werfen ihr schon jetzt vor, kein Vorbild mehr für ihre hauptsächlich jungen Fans zu sein. Rihanna reagiert darauf hilflos: "Warum erwarten alle von mir, dass ich mich wie eine Mutter verhalte? Ich bin einfach nur ein wildes Mädchen." Dazu passt der Titel ihrer neuen Single: "Cheers (Drink That)". Judith Nieke Mitarbeit: Bettina Klee, Alexander Nebe

gala.de

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