Ricky Gervais: Er macht's noch einmal

Eigentlich hatte er den Job an den Nagel gehängt, aber nun steht fest: Der britische Comedian Ricky Gervais wird auch 2012 die Golden Globes moderieren

Ricky Gervais

Bitterböse Witze, Sprüche weit unter die Gürtellinie und rabenschwarzer britischer Humor. Die Moderationen von Schauspieler und Comedian Ricky Gervais werden vor allem von einer Berufsgruppe gefürchtet - den Hollywood-Stars. Heftige Kritik an seinen bisherigen Auftritten hatten den 50-Jährigen dazu veranlasst, einen erneuten Auftritt als Moderator der Golden Globes rigoros auszuschließen. Wie "USA Today" berichtet, konnten die Organisatoren der "Hollywood Foreign Press Association" Gervais' Meinung nun ändern.

Golden Globes 2011

Gebt ihnen die Kugel

Das Glamourpaar des Abends: Brad Pitt ganz lässig mit Sonnenbrille und Angelina Jolie strahlend in einer smaragdfarbenen Glitzer
Natalie Portman zeigt sich blumig und mit wachsendem Babybauch.
"Dr. House"-Star Olivia Wilde begeisterte alle Anwesenden mit einem funkelnden Traum aus dunklem Tüll.
Nach schweren Monaten und besiegtem Krebs zeigt sich Michael Douglas mit Catherine Zeta-Jones in gesunder Verfassung.

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"Ich hab schon mit Billy Crystal gesprochen und ihm gesagt, dass er mein Holocaust- und Pädophilen-Material bei den Oscars nicht benutzen darf", twitterte Gervais kurz nach Bekanntwerden seiner erneuten Ernennung. Wie der "Stern" auf seiner Homepage berichtet, soll die Entscheidung innerhalb der HFPA sehr umstritten sein. "Nicht alle in der HFPA sind mit dieser Entscheidung einverstanden", bestätigte ein Mitglied gegenüber "Stern.de".

Dass die Entscheidung für den britischen Sprücheklopfer und Star aus "The Office" keine leichte war, ist nicht verwunderlich. Ricky Gervais' letzte Moderation der Golden Globes im Januar 2011 bot ein weites Spektrum der Beleidigungen: Robert Downey Jr., John Travolta und Tom Cruise, Charlie Sheen, Angelina Jolie und Johnny Depp sind nur einige der Filmgrößen, die der Brite erfolgreich aufs Korn nahm.

Die Meinungen der Fernsehzuschauer gehen derweil weit auseinander. Viele begrüßen die Entscheidung der Veranstalter, andere empfinden sie als eine Zumutung.

Fest steht: Gervais genießt großes Ansehen und hat viele Fans, die seinen derben Humor teilen. Immerhin macht er damit die Golden Globes zu einem unterhaltsameren Spektakel als die Oscars, die regelmäßig wegen langweiliger Moderation beim Publikum durchfallen. Ob die bestbezahlten Schauspieler der Welt seine fiesen Sprüche noch ein weiteres Mal mit einem höflichen Lächeln quittieren, ist jedoch fraglich. Das allerdings dürfte die Vorfreude auf seinen Auftritt nur noch steigern.

kst

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