Ricky Gervais: Er dürfte doch

Ricky Gervais erzählt, dass ihm eine dritte Moderation der Golden Globes angeboten wurde. Seine fiesen Sprüche hatten nach der Preisverleihungs für viel Wirbel gesorgt, doch offenbar waren die Auftraggeber zufrieden mit dem Komiker

Ricky Gervais

Mehr Presse als Ricky Gervais im Januar hätte man sicherlich nicht aus einer Golden-Globe-Moderation schlagen können. Ausführlich wurde diskutiert, welcher Hollywoodstar von welcher Bemerkung des spitzzüngigen Briten am meisten verletzt gewesen sein könnte, wer böse geguckt, böse geantwortet oder keine Miene verzogen hat. Dabei wussten die Veranstalter - die Vereinigung der Auslandspresse in Hollywood (HFPA) - ja ganz genau, worauf sie sich einließen, denn es war Gervais' zweite Verpflichtung für die Moderation der großen Preisverleihung.

Golden Globes 2011

Gebt ihnen die Kugel

Das Glamourpaar des Abends: Brad Pitt ganz lässig mit Sonnenbrille und Angelina Jolie strahlend in einer smaragdfarbenen Glitzer
Natalie Portman zeigt sich blumig und mit wachsendem Babybauch.
"Dr. House"-Star Olivia Wilde begeisterte alle Anwesenden mit einem funkelnden Traum aus dunklem Tüll.
Nach schweren Monaten und besiegtem Krebs zeigt sich Michael Douglas mit Catherine Zeta-Jones in gesunder Verfassung.

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Gervais sei noch während der Show gefeuert worden, hieß es. Weil er zwischendrin 50 Minuten lang nicht am Mikrofon stand. Der Brite selbst beteuerte eifrig, er habe genau das getan, was er sich vorgenommen habe: Seine Show im Vergleich zum Vorjahr verbessert und für Gelächter gesorgt. Seine Auftraggeber seien zufrieden gewesen. Er habe niemand getroffen, der ihm im Nachhinein böse gewesen wäre. Und gleich mehrfach tauchten Bilder auf, auf denen zu sehen war, das eben noch der Lächerlichkeit preisgegebene Stars Arm in Arm mit Gervais auf der Party danach feierten.

Der Zeitschrift "Heat" erzählt der Erfinder von "The Office" (in Deutschland: "Stromberg") in einer Rekapitulation seiner Globe-Woche nun sogar, dass die Veranstalter ihn kurz danach schon gefragt hätten, ob er sich nicht auch einen dritten Auftritt vorstellen könnte. Gervais selbst allerdings kann sich die dritte Moderation der Globes derzeit nach eigenen Angaben nicht vorstellen. Er wisse gar nicht, was er noch besser machen solle als in diesem Jahr - er könne sicher nicht für noch mehr Aufsehen sorgen.

Tatsächlich hatte die "HFPA" in der Woche nach den Golden Globes als Reaktion auf die Debatte offiziell zur Show Stellung genommen. Da hieß es unter anderem: "Wir fanden die Show toll. Sie hat Spaß gemacht und offenbar für viel Gesprächsstoff gesorgt. Wenn man einen Komiker wie Ricky Gervais anheuert, erwartet man natürlich krasse, manchmal empörende Inhalte. Er hat diesmal ganz bestimmt seine Grenzen ausgetestet und ist an einigen Stellen weiter gegangen, als wir es inhaltlich unterstützen würden. Es war dennoch eine der besten Shows, die wir je hatten."

Das soll wohl insbesondere die Quoten der Fernsehübertragung betreffen. Wenn dann noch eine solche Medienbeachtung dazu kommt, dann kann man fast schon die Marketing-Abteilung abschaffen, realisiert auch die "HFPA". Und wir können gespannt sein, was man sich für die Show im Januar 2012 einfallen lässt.

cfu

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