Richard Gere: Der Frauenschwarm wird 70

Sein Lächeln lässt Frauen seit den 80ern dahinschmelzen. Am 31. August feiert der "Mann für gewisse Stunden" seinen 70. Geburtstag.

Die Haare werden zwar immer weißer - aber ansonsten ist Richard Gere zufrieden mit dem Älterwerden

Er war der "Sexiest Man Alive", "Ein Mann für gewisse Stunden" und der Traumprinz in "Pretty Woman". Nun feiert Richard Gere seinen 70. Geburtstag und fühlt sich zu alt fürs Dasein als Sexsymbol, scherzte er bereits mehrfach in Interviews. Sein Haar ist und bleibt mittlerweile altersangemessen weiß und Gere steht dazu - Fans lieben ihn dafür. Endlich einmal einer, der nichts übertüncht. Genau dieser selbstbewussten Bodenständigkeit wegen verehren ihn Frauen als inzwischen altgedienten Hollywoodstar bis heute. Sein Leben in einigen interessanten Anekdoten zusammengefasst.

Talentierter Musiker

Richard Tiffany Gere kam 1949 in Philadelphia auf die Welt und wuchs auf einer Farm bei Syracuse (New York) auf. Ursprünglich hegte Gere große musikalische Ambitionen: Schon im Kindesalter begann der heute 70-Jährige mit dem Erlernen von Instrumenten, darunter Klavier, Gitarre, Trompete und Schlagzeug. In der High School beherrschte er mehrere so gut, dass er sogar die Musik für die Schulproduktion von Musicals und Theaterstücken komponierte. Auch bei der Produktion von "Pretty Woman" konnte er seine Leidenschaft als Komponist ausleben und schrieb und performte das Klaviersolo in der romantischen Komödie selbst.

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Er war jung und brauchte das Geld

Richard Gere ist gleich bei drei Filmen eingesprungen, die von John Travolta (65, "Grease") ablehnt wurden. Nicht nur auf "Ein Mann für gewisse Stunden", sondern auch auf "In der Glut des Südens" und "Ein Offizier und Gentleman" hatte John Travolta keine Lust und überließ Richard Gere das Feld. Von letzterem Film behauptet er heute jedoch, ihn nur angenommen zu haben, weil er zum damaligen Zeitpunkt ziemlich pleite war. Er selbst schlug später die Hauptrolle in "Wall Street" aus. Diese Entscheidung bereut er laut eigener Aussage bis heute.

Unerwünscht in China

Schon in den 1980ern bekannte sich Richard Gere, der als Freund des Dalai Lama gilt, zum Buddhismus. Am 29. März 1993 sollte Gere den Oscar für das beste Szenenbild vergeben und nutzte seine Redezeit, um den chinesischen Staatspräsidenten Deng Xiaoping wegen dessen Tibet-Politik anzuprangern. Seitdem wurde er in China zur "persona non grata" erklärt und darf nie wieder in das Land einreisen. Weil China längst der zweitgrößte Filmmarkt der Welt ist, hat er seitdem auch immer wieder Probleme mit Rollenangeboten. "Es gibt Filme, in denen ich nicht mitspielen kann, weil die Chinesen sagen: 'Nicht mit ihm!'", erzählte er einst - und lässt sich trotzdem nicht von seiner politischen Überzeugung abbringen.

Seine Küsse sind strafbar

Weiteren Ärger handelte sich Richard Gere ein, als er 2007 während einer Veranstaltung in Neu-Delhi die indische Bollywood-Schauspielerin Shilpa Shetty (44) küsste. Die konservativen Hindus sahen darin eine obszöne Handlung und ein Gericht verhängte kurzerhand einen Haftbefehl gegen den amerikanischen Schauspieler. Sobald er in Indien eingereist wäre, hätte ihn die indische Regierung dingfest gemacht. Erst ein Jahr später wurde der Haftbefehl aufgehoben.

Berühmt bis in den Dschungel

Wie verbreitet seine Kassenschlager sind, überraschte Richard Gere vor einigen Jahren: Ein Missionar fuhr ihn im Kanu zu einem entlegenen Dorf mitten im Dschungel Borneos. Dort angelangt, fingen die Leute an, sein Titellied aus "Ein Offizier und Gentleman" (1982) zu singen: "Ich dachte nur: Oh, mein Gott, jetzt ist alles zu spät!"

Ob er seine alten Erfolge noch schaut? "Jeder Schauspieler kennt diese einsamen Abende im Hotel, an denen man schlaflos mit Jet-Lag durchs Programm zappt und plötzlich denkt: Was ist das denn?", erzählte Gere einmal der Nachrichtenagentur teleschau. "Dann schaut man 30 Sekunden lang ungläubig zu und einem wird klar: Oh Gott, das bin ja ich. Aber er sieht nicht mehr so aus wie ich."

Frauenmagnet Gere

Jahrelang wurde der Schauspieler in der Rolle des sanften, selbstbewussten Frauenschwarms besetzt. "Das Klischee sorgt für meinen Lebensunterhalt, und dafür bin ich dankbar!", sagt Gere. "Es wäre eine Lüge zu behaupten, es schmeichele mir nicht, als Frauenschwarm zu gelten. Ich liebe schließlich Frauen!" 1999 wurde Gere, damals immerhin schon 50 Jahre alt, zum "Sexiest Man Alive" gekürt. Er hatte Romanzen mit Kim Basinger (65) und Priscilla Presley (74) und war mit den Models Cindy Crawford (53) und Bond-Girl Carey Lowell (58) verheiratet.

Doch die Sturm- und Drang-Zeiten sind vorbei. Seit 2018 ist er mit der deutlich jüngeren Spanierin Alejandra Silva (35) verheiratet, mit der er Baby Alexander (*2019) großzieht. Es heißt, Richard Gere habe sich schon des Öfteren als Schauspieler zur Ruhe setzen wollen und habe sogar seinen Freund, den 14. Dalai Lama, um Rat gefragt. Der aber soll nur gesagt haben: "Nein, erst wenn ich Schluss mache, kannst du das auch tun!"

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