Richard Branson: Stewardess für einen Tag

Nach dem seine Beine rasiert waren, konnte es losgehen: Weil er eine Wette verloren hatte, musste Richard Branson einen Tag lang als Stewardess arbeiten

Rote Uniform, Haare zur Tolle geföhnt plus auffälliges Make-up, aber der Bart blieb dran - in dieser Aufmachung trat Sir am Samstag (11. Mai) zu seiner ersten und wahrscheinlichen letzten Schicht als Stewardess an. Auf einem sechstündigen AirAsia-Flug von Perth nach Kuala Lumpur servierte der Inhaber der Fluggesellschaft Virgin die Getränke. Die ungewöhnliche Aktion war die Einlösung einer Wettschuld.

Laut "airasia.com" hatte Branson bereits vor zwei Jahren gegen AirAsia-Chef Tony Fernandes gewettet, welches der beiden von den jeweiligen Fluggesellschaften gesponserte Formel-1-Team gewinne. Der Einsatz: Wer verliert, muss einen Tag als Stewardess in einem Flugzeug des anderen Dienst tun. Virgin Racing verlor gegen Lotus Racing und damit Branson gegen Fernandes. "Ich habe mich sehr bemüht, nicht hier sein zu müssen, aber ich wusste, dass ich mich eines Tages einfach überwinden muss", sagte der gutgelaunte Richard Branson zu seinem Auftritt.

Sicher haben ihn vor allem die Voraussetzungen, die er als Stewardess erfüllen muss, abgeschreckt. "Als AirAsia-Flugbegleiterin muss er sich auch an unsere Körperpflegestandards halten und die beinhalten das Rasieren der Beine, High Heels anzuziehen, Make-up und die bekannte rote AirAsia-Uniform", sagte Fernandes laut "dailymail.co.uk". Besonders mit dem Schuhwerk scheint Branson Probleme gehabt zu haben. So sagte er den anwesenden Reportern, bevor er das Flugzeug bestieg: "Ich habe schon ein paar skandalöse Dinge gemacht, das wird sicher eines der besten. Ich muss aber erstmal üben, auf den High Heels zu laufen".

Während des Fluges rächte sich der 62-Jährige allerdings gebührend bei seinem AirAsia-Pendant. Bilder zeigen den Virgin-Chef mit einem Tablett voller Saftgläser, deren Inhalt unversehens auf Fernandes in der ersten Sitzreihe landet. Das kann wohl jeder Stewardess mal passieren.

Die Show diente allerdings nicht nur dem Vergnügen zweier schwerreicher Firmenbosse, sondern auch einem guten Zweck. Die Erlöse aus dem Flug kommen der australischen "Starlight Foundation" zugute, die sich um kranke Kinder kümmert.

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