Revolverheld: Band legt sich mit Fürstin Gloria von Thurn und Taxis an

Bei den Regensburger Schlossfestspielen hat die Musikgruppe Revolverheld um Sänger Johannes Strate Gastgeberin Fürstin Gloria von Thurn und Taxis scharf kritisiert.

Johannes Strate mit seiner Band Revolverheld

Eklat bei den Regensburger Schlossfestspielen: Nach ihrem Auftritt am Sonntagabend (14. Juli) hat sich die Hamburger Pop-Band Revolverheld mit der Hausherrin Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, 59, angelegt. Sänger Johannes Strate, 39, übte nach dem Konzert scharfe Kritik an der Gastgeberin.

Revolverheld kritisiert Fürstin Gloria von Thurn und Taxis

Wie "mittelbayerische.de" berichtet, nutzte die Band die Bühne der Regensburger Schlossfestspiele für ein politisches Statement: "Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen", erklärte Revolverheld-Frontmann Strate nach dem Konzert und meinte damit Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, die die Veranstaltung ausrichtete. Man habe den Auftritt daher bereits im Vorfeld kontrovers diskutiert.

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"Seenotrettung ist kein Verbrechen"

Die Band sprach sich für die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer aus. "Seenotrettung ist kein Verbrechen", so Strate, der für seine klaren Worte Applaus vom Publikum erntete. "Nächstenliebe bedeutet für uns, dass wir Menschen - egal woher sie kommen, welche Herkunft sie haben, welche Hautfarbe sie haben, welcher Religion sie angehören -, dass wir sie hier mit offenen Armen empfangen und nicht elendiglich im Mittelmeer verrecken lassen." Außerdem thematisierte der Musiker laut "br.de" den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche: "Nächstenliebe bedeutet auch, dass wir den systematischen Missbrauch, der in der katholischen Kirche so lange stattgefunden hat, dass wir den nicht bagatellisieren und die Opfer ernst nehmen."

Eindeutiges politisches Statement

Am Ende spielte Revolverheld auch auf ein mutmaßliches Treffen zwischen Gloria von Thurn und Taxis und Steve Bannon, 65, dem Rechtspopulisten und ehemaligen Chefstrategen von US-Präsident Donald Trump, 73, an: Nächstenliebe bedeute für die Band auch, einem "lupenreinen Rassisten" wie Bannon keine Plattform zu bieten.

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis reagiert gelassen auf die Kritik.

Gloria von Thurn und Taxis reagiert gelassen

Gloria von Thurn und Taxis, die das Konzert nicht mitverfolgt hatte, reagiert derweil gelassen und sprach von einem "Missverständnis". "Ja, das sehe ich ganz locker", so die Unternehmerin zu "br.de", als sie auf die Kritik angesprochen wurde. "Wahrscheinlich haben sie sich das gut überlegt und gesagt: Das müssen wir jetzt machen, wir sind schließlich Künstler. Und Gott sei Dank kann man heute noch seine Meinung sagen. Insofern können wir da ganz froh sein." Zu "mittelbayerische.de" sagte sie: "Ich denke, dass sie sich auf das beziehen, was sie in der Zeitung lesen, und wahrscheinlich hat die Zeitung wie immer übertrieben. Ich glaube, wenn wir uns unterhalten würden - wir wären alle einer Meinung."

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis sorgte in der Vergangenheit mit ihren Äußerungen für Kritik: So hatte sie laut "br.de" den Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen relativiert und den Medien Einseitigkeit in Bezug auf die Berichterstattung über Flüchtlinge vorgeworfen.

Verwendete Quellen: mittelbayerische.de, br.de

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