Renée Zellweger: Auf ihr lastet der Oscar-Fluch

Zehn Jahre nach ihrem Oscar-Triumph läuft es alles andere als rund für Renée Zellweger. Auch ihr neuer Look scheint da wenig zu helfen

Hand aufs Herz: So richtig rund läuft es nicht für Renée Zellweger. Und das geht schon seit einiger Zeit so. Ziemlich genau seit zehn Jahren - seitdem nämlich die heute 44-Jährige den Oscar als beste weibliche Nebendarstellerin in "Unterwegs nach Cold Mountain" mit nach Hause nahm. Renée Zellweger ist ein Opfer des viel zitierten Oscar-Fluchs geworden.

Besonders bitter: Sie hat sich seit 2004 nicht etwa ausgeruht, sondern sich im Gegenteil so richtig abgestrampelt. Hat fleißig gedreht, Modell für diverse Mode- und Beautykampagnen gestanden - und dafür ihren Körper einem harten Diktat aus Sport, Diät und Botox unterworfen. Im vergangenen Jahr ging sie sogar so weit, ihr Gesicht mithilfe eines regelrechten Beauty-OP-Marathons völlig zu verändern. Vielleicht auch, um sich neue Chancen auf dem Filmmarkt zu sichern?

Pietro Lombardi

Überraschungs-Auftritt ohne Käppi und im vornehmen Anzug

Pietro Lombardi ohne Käppi
Sportliche Kleidung und Käppi auf dem Kopf: So kennen wir Pietro normalerweise
©Gala

Denn seit Längerem hat Hollywood, so scheint es zumindest, Renée Zellweger auf's Abstellgleis verbannt. Laut der Filmdatenbank "imdb.com" lief 2010 mit der Tragikomödie "My Own Love Song" ihr vorerst letzter Film in den Kinos. Ambitionen hat die gebürtige Texanerin reichlich, wie ein TV-Film aus dem Jahr 2013 beweist, an dem sie als Drehbuchautorin und Produzentin beteiligt war. Eine richtige Erfolgsnachricht ist das aber nicht - "Cinnamon Girl: California Dreamin'" war als Serie konzipiert. Die nur leider kein Sender kaufen wollte.

Und auch ihre Paraderolle, die von den Zuschauern heiß geliebte "Bridget Jones", die 2001 pummelig und pausbäckig über die Kinoleinwände und damit direkt in unsere Herzen stolperte, ist in Gefahr. 2013 erschien mit "Mad About a Boy" Teil drei der Buchreihe von Autorin Helen Fielding. Wie "huffingtonpost.co.uk" berichtet, dankte sie Colin Firth ("Mark Darcy") und Hugh Grant ("Daniel Cleaver") am Ende ihres Buches und bezeichnete beide als Inspirationsquellen, Renée Zellweger erwähnte sie jedoch mit keiner Silbe. Ein Insider verriet, dass der Kontakt zwischen den beiden abgebrochen und dass Helen Fielding darum nicht mehr gut auf die Schauspielerin zu sprechen sei. Weil Fielding aber bei Verkauf der Filmrechte an ihren Büchern immer ein Mitspracherecht bei der filmischen Umsetzung aushandelt, dürfte Renée Zellweger als "Bridget Jones" Geschichte sein.

Botox + OPs

Du siehst so anders aus!

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Mit Pausbacken, Schlupflidern und entwaffnender Selbstironie hat sich Renée Zellweger als "Bridget Jones" in unsere Herzen gespielt.

Zu den beruflichen Rückschlägen kommt noch hinzu, dass ihr Privatleben in den vergangenen Jahren unter keinem guten Stern stand. Eine lose Liebschaft reihte sich an die nächste. Seit 2004 datete sie unter anderem die Musiker Damien Rice, Kenny Chesney und Paul McCartney, außerdem Schauspielkollegen wie - angeblich - John Krasinski und John Stamos, sicher aber Bradley Cooper, der sie 2011 für einen Flirt mit Sandra Bullock verließ. Immerhin sieht hier ihre Zukunft etwas rosiger aus: Seit Anfang 2013 ist Zellweger mit dem Musiker Doyle Bramhall II liiert. Angeblich sollen die beiden sogar darüber nachdenken, eine Familie zu gründen.

Ein Trost: Mit dem Karriere- und Liebestief nach dem Oscar-Hoch ist Renée Zellweger nicht allein. Auch Hollywood-Damen wie Halle Berry, Sandra Bullock und Anne Hathaway wurden nach ihrem Erfolg von regelrechten Negativwellen überrollt: Halle Berry kämpfte im Anschluss an ihren Oscar-Triumph von 2001 (beste Hauptdarstellerin in "Monster's Ball") mit durchwachsenen Rollenangeboten und einem chaotischen Liebesleben - in punkto Liebe läuft es heute zumindest wieder sehr gut. Sandra Bullock trennte sich 2010 - kurz, nachdem sie den Academy Award für "Blind Side - Die große Chance" entgegen genommen hatte - von ihrem Ehemann Jesse James, der sie betrogen hatte. Seitdem ist sie zwar Single, dafür immerhin aber im Beruf erfolgreich wie nie.

Anne Hathaway konnte sich nach ihrem Oscar für "Les Misérables", den sie 2013 gewann, weder über mangelnde Rollenangebote noch über ein verkorkstes Liebesleben beklagen. Allerdings war sie im vergangenen Jahr einem Shitstorm im Internet ausgesetzt: Die "Hathahaters" verspotteten sie auf Twitter und in diversen Blogs für ihre hölzerne Art und ihren schlechten Kleidungsstil. Hathaway tauchte daraufhin zunächst aus der Öffentlichkeit ab - und siehe da: Das Problem hatte sich ganz von allein erledigt.

Ganz so einfach wird es für Renée Zellweger nicht werden, ihre Krise zu überwinden. Allein schon die Tatsache, dass sie sich im vergangenen Jahre ihre sympathischen Markenzeichen - Pausbacken und Schlupflider - wegoperieren und noch dazu mit Botoxspritzen die Mimik versteinern ließ, macht einen beruflichen Neustart eher wenig wahrscheinlich.

Privat hingegen scheint Renée Zellweger sich auf dem richtigen Weg zu befinden. Vielleicht trägt ihr nächstes Lebenskapitel ja die Überschrift "Familie" statt "Film".

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