Rea Garvey: Jetzt heißt es "Goodbye!"

Kurz vor dem Finale spricht Rea Garvey mit Gala.de über die letzte große Show, seine Jury-Kollegen bei "The Voice of Germany" und darüber, ob er sich eine weitere Staffel vorstellen könnte

Die junge Assistentin wirkt hektisch. "Kann mal bitte jemand zum Supermarkt fahren und Gluten-freie Kekse für Nena kaufen?",

ruft sie der Empfangsdame im TV-Studio Adlershof aufgeregt zu. Für die Jungs von "BossHoss" darf es hingegen etwas weniger Bio sein: "Sascha will Schnaps", verkündet die nächste Assistentin im Vorbeigehen. Es ist der Tag vor dem großen Finale von "The Voice of Germany" und alle geben ihr Bestes, damit die Show am Freitag (10. Januar) glatt über die Bühne geht.

Voice of Germany

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Gaststars wie "Florence and the Machine" und Katie Melua haben sich angekündigt und Proben mit den verbliebenen vier Kandidaten Ivy Quainoo, Max Giesinger, Kim Sanders und Michael Schulte auf der großen "The Voice"-Bühne ihren Auftritt. Auch für die Jury, bestehend aus Nena, the BossHoss, Xavier Naidoo und Rea Garvey, geht mit dem Finale eine intensive Zeit zu Ende.

In der Presselounge stimmt Naidoo, im grauen Jogging-Anzug, gerade ein Lied der "Rolling Stones" an. Auch sein Kollege Rea Garvey wirkt entspannt. Mit Gala.de sprach er über das Finale seiner ersten Staffel als Castingshow-Juror und seinen Schützling Michael Schulte, 21.

Sie werden beim Finale zusammen mit Michael auf der Bühne stehen – aufgeregt?

Ich bin immer aufgeregt, wenn ich singen muss. Aber dieses Mal bin ich der Selbstbewusste, die Last ist nicht auf mir, sie liegt auf Michael.

War Michael Schulte schon immer Ihr Favorit für das Finale?

Ich habe nie verheimlicht, dass ich ein Fan bin, aber ich habe ihn nie bevorzugt. Das war fast so, wie wenn dein Vater Lehrer in deiner Schule ist - jeder weiß, dass das beschissen ist. Er ist halt mein Schützling, ich habe ihn schon davor entdeckt und kannte seinen Weg. Und es muss Entwicklung geben in so einer Show und er lernt viel. Gestern habe ich ihn angerufen und gefragt, wie es ihm geht und er hat einfach gesagt, dass er sich so auf die Show freut. Das liebe ich an Michael, dass er das jetzt auch genießen kann.

Nach den ganzen Castings – welchen Song würden Sie eigentlich selbst für so eine Show covern?

Ich hab gemerkt, dass das Lieblingslied manchmal nicht das Klügste ist, sondern man besser etwas nimmt, womit man seine Stimme präsentieren kann. Ich hätte mich auf Rock konzentriert, vielleicht die "Foo Fighters". Oder man muss etwas vom anderen Geschlecht singen - ich hätte vielleicht Sinead O‘Connor gesungen. Aber das Lied sollte bekannt sein, sonst verliert man die Hälfte des Publikums. Das gehört zur Show und ich liebe Show! Schon als Kind habe ich diese Art von Sendungen geliebt.

Die "The Voice of Germany"-Juroren Rea Garvey, The BossHoss, Xavier Naidoo und Nena freuen sich über ihre Auszeichnung bei der "Goldenen Kamera".

In der Show streiten Sie ja oft im Spaß, aber was schätzen Sie an Ihren Jury-Kollegen eigentlich besonders?

Xavier ist schon seit Jahren ein sehr guter Freund von mir. Ich schätze an ihm sehr, dass er zu dem steht, was er sagt und bereit ist, zu arbeiten, damit etwas funktioniert. Und dazu ist er einer der besten Sänger, die ich kenne und wir verstehen uns blendend. An BossHoss mag ich, dass sie in dieser Show so offen waren. Sie standen viel im Mittelpunkt, weil sie auch mal einen Lacher aushalten können. Das ist das Wichtigste, dass man auch über sich lachen kann. Die sind halt auch Rocker. Sie hätten vom Image her alles falsch machen können aber sie haben alles richtig gemacht und hier nur dazu gewonnen. Und Nena ist eine wahnsinnig starke Frau. Sie die Einzige, die hier gerne Entscheidungen getroffen hat und sich immer gefreut hat, dass jemand im Team blieb. Weil sie nicht bereuen kann, das ist toll.

Haben Sie denn etwas bereut?

Bereut nicht, aber mir hat das mit Lena in der ersten Show leidgetan. Es war aber die richtige Entscheidung. Sie ist noch so jung.

Gala.de-Redakteurin Sarah Stendel hat Rea Garvey zum Interview getroffen.

Worauf freuen Sie sich bei der letzten Show am meisten?

Auf das Duett von Michael und Ed Sheeran, das wird genial. Ich freue mich für Michael, dass er jemanden wie Ed Sheeran erleben kann, der so erfolgreich aber so bodenständig geblieben ist. Das ist mir wichtig. Ich habe gelernt, dass man sich selbst sein muss, ohne sich zu verändern, nur weil jemand etwas Bestimmtes hören will. Das sehe ich schon bei mehreren und das ist nicht ehrlich.

Auch hier unter den letzten vier Kandidaten noch?

Kein Kommentar. (Schmunzelt)

Wären Sie bei einer zweiten Staffel "Voice of Germany" wieder dabei?

Darüber denke ich gerade noch nach. Erst dachte ich, wenn alle fünf wieder mitmachen, dann ja. Aber jetzt will ich es nicht von den anderen abhängig machen, denn diese Show ist viel Arbeit, sie übernimmt dein Leben. Die Arbeit macht Spaß aber ich bin in erster Linie auch Musiker und das will ich nicht vergessen.

Sarah Stendel

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