Warum Rainer Meifert einen Pseudonym hatte: "Ich bin mehr als ein Name"

Rainer Meifert ist Schauspieler und Fotograf. Wie sich der Ex-GZSZ-Darsteller siebzehn Jahre nach der großen Soap-Karriere durchs Leben schlägt, erzählt er im Interview mit GALA

Rainer Meifert

Ein Soapie - so will Rainer Meifert schon lange nicht mehr genannt werden. Zu Recht, denn der Schauspieler, der eingefleischten GZSZ-Fans wohl eher als Dr. Jan Wittenberg bekannt sein dürfte, ist vielmehr als das. Was viele nicht wussten: Rainer Meifert ist nicht nur nach wie vor Schauspieler, sondern auch Fotograf. Sogar GNTM-Kandidatin Anh, die im Rahmen der Modelshow auf der Berlin Fashion Week für die Designerin Lana Müller über den Catwalk laufen durfte, shootete der 49-Jährige. Im GALA-Interview erzählt Rainer Meifert jetzt von seinem Leben nach der großen Soap-Karriere.

Herr Meifert, Sie sind nun Fotograf?

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Der Unterarmstütz beansprucht neben der Bauchmuskulatur noch den Rücken und die Schultern.
©Gala

Ha, schon lange. Die Fotografie habe ich damals neben der Schauspielerei gelernt, natürlich noch analog. Mein erstes Model war Karl Lagerfeld in seiner Villa in Hamburg. Es ist alles schief gegangen. Mir sind fast alle Kameras kaputt gegangen, die Filme haben sich verfangen - das ist mir vorher noch nie passiert. Aber die letzte kleine Kamera hat dann noch funktioniert und es ging gut aus (lacht). Meine Haupttätigkeit ist aber immer noch die Schauspielerei.

Warum erfährt man erst jetzt von Ihrem zweiten Standbein?

Das mit der Fotografie habe ich in der Öffentlichkeit immer zurückhalten wollen, meistens habe ich unter einem Pseudonym gearbeitet.

Warum?

Ich würde mich als Qualitäts-Mensch bezeichnen. Ich möchte das nicht auf einen Namen reduzieren, die Leute sollen die Bilder toll finden, nicht den Namen.

Wo kann man Sie als Schauspieler mal sehen?

Ich habe zuletzt einen Werbespot für die größte deutsche "Star Trek"-Lesung im Herbst an der Beuth Hochschule für Technik Berlin gedreht. Dieser wurde von den Studenten des 4. Semesters (SCREEN BASED MEDIA) organisiert. Ich bin schon lange ein großer "Star Trek"-Fan und war deswegen sofort Feuer und Flamme. 

Rainer Meifert als Captain Kirk und Jens Dombek als Mr. Spock

Nach Ihrer Zeit bei GZSZ ist es sehr viel ruhiger um Sie geworden…

Ja. Ich hatte keine Lust auf Yellow Trash, Dschungelcamp und so weiter. Von daher bin ich ganz froh, dass ich mit der Fotografie auch immer wieder auf meine kreative Seite zurückgreifen kann und ich nicht jeden Scheiß machen muss, um Geld zu verdienen.

Warum sind Sie damals nach nur zwei Jahren GZSZ wieder ausgestiegen?

Ich war zuvor in London und habe dort ein ähnliches Format gesehen, das aber mehr Pep hatte als unsere deutsche Version. Als die mich damals besetzen wollten, hieß es, dass sie die Soap etwas moderner gestalten wollen. Doch das ist leider nicht wirklich passiert und deswegen bin ich da wieder weg.

War es schwer, nach der Soap-Karriere andere Schauspiel-Angebote zu bekommen?

Das ist natürlich nicht leicht. Aber ich bin das gewohnt. Ich musste schon vor meiner Zeit bei GZSZ viele Klinken putzen. Viele Soap-Darsteller haben damit gar keine Erfahrung, die werden dann plötzlich total gehypt und wenn sie dann mal raus sind, fallen die natürlich in ein tiefes Loch. Aber ich habe damit meine Erfahrungen und weiß, dass das alles harte Arbeit ist.

Ein weiterer Grund, warum man Sie nicht mehr gesehen hat, ist Ihre Vergangenheit. Sie hatten 1999 einen schweren Autounfall, waren danach zehn Jahre Kokainabhängig. Wie geht es Ihnen heute?

Ich bin zurück im Leben. Ich hatte diese Zeit, aber die ist für mich abgehakt. Ich habe auch gar kein Verlangen mehr danach, ich gehe kaum noch aus, trinke höchstens einen Wein und gehe dann nach Hause. Das Drogen-Thema ist durch und ich möchte da auch gar nicht mehr viel zu sagen.

Rainer Meifert und Simone Hanselmann 2001

 

25 Jahre GZSZ

Das große Fotoalbum unserer Soap-Lieblinge

Emily und Philip Höfer (Anne Menden und Jörn Schlönvoigt)  Die Schauspieler Anne Menden und Jörn Schlönvoigt feiern ihr 11-jähriges Jubiläum bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten". Seit dem 1. Dezember 2004 (Folge 3114) sind sie als die Zwillinge Emily und Philip Höfer in der beliebten Soap zu sehen und haben dabei schon so manche Höhen und Tiefen durchlebt.
Philip Höfer (Jörn Schlönvoigt)   Philip Höfer ist seit 2004 dabei und musste mit die meisten Schicksalsschläge einstecken: Er und seine Zwillingsschwester Emily (Anne Menden) wuchsen bei ihrem Stiefvater auf und sahen erst mit 16 ihren Vater wieder, der jahrelang ein Doppelleben führte und dann auch starb. Seine erste Freundin Franziska Reuter (Jasmin Weber) wird erst lesbisch mit der Frau seines Halbbruders und stirbt dann bei einer Explosion, die seine Zwillingsschwester mit verschuldet hat. Er scheitert in einer Boygroup bevor er sich dazu entschließt, Medizin zu studieren. Mit seiner guten Freundin Dascha (Lena Ehlers) ging er eine Scheinehe ein, damit diese in Deutschland bleiben durfte. Nach einem Unfall bei seinem Junggesellenabschied ist er vermutlich zeugungsunfähig.
Emily Höfer (Anne Menden)  Die Figur der Emily Höfer sorgt seit 2004 für viel Zündstoff bei "GZSZ": Erst verliebt sie sich in ihren Halbbruder John (Felix von Jascheroff) und fängt etwas mit ihm an, nur um ihm später wegen Inzest anzuzeigen und an sein Erbe ranzukommen. Ihr Vater ist bei einem Flugzeugabsturz gestorben, sie ist wegen Betrugs von der Schule geflogen und wollte bereits Sängerin und Schauspielerin werden. Sie war drogenabhängig und ist mit verantwortlich für den Tod der Exfreundin ihres Bruders bzw. der neuen lesbischen Freundin ihrer ehemaligen Schwägerin. Ihr erster Freund Lenny (Alexander Becht) trennte sich von ihr, nachdem er schwul wurde. Ihre neue Liebe Patrick (Björn Harras) starb bei einem Sturz. Sie wurde schwanger bei einem One-Night-Stand und überließ das Kind ihrem Zwillingsbruder Philip (Jörn Schlönvoigt) und dessen Frau Ayla (Sila Sahin), die keine Kinder bekommen können.
John Bachmann (Felix von Jascheroff)  John Bachmann ist bestimmt eine der bekanntesten "GZSZ"-Figuren. Kein Wunder: Er fing vor 13 Jahren als frecher Schüler an und hatte seitdem ein bewegtes Leben. So schoss er einer Exfreundin ins Knie, musste ein Flugzeug notlanden, hatte Jo Gerner (Wolfgang Bahro) als Stiefvater, schlief mit seiner Halbschwester, war in einem U-Bahn-Tunnel eingeschlossen, musste sich scheiden lassen, weil seine Frau lesbisch wurde und zusehen, wie seine Exfreundin mit dem gemeinsamen Kind nach Kanada auswanderte. Gerade hat Felix von Jascheroff verkündet, dass er 2014 aus der Serie aussteigen wird. Privat war er übrigens mit Franziska Dilger verheiratet, die von 1999 bis 2001 das Straßenkind Inka Berent bei "GZSZ" verkörperte. Die beiden haben zwei gemeinsame Kinder, ließen sich jedoch 2009 scheiden.

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