Prinzessin Mabel: Sie muss stark für zwei sein

Während ihr Mann Prinz Friso weiter im Koma liegt, versucht Mabel ihren Kindern Halt zu geben - auch die Routine des Alltags soll dabei helfen

Mabel

Jeden Tag kommt sie in die Klinik,

spricht mit ihm, liest ihm vor. Ob Prinz Friso, 43, seine Frau Mabel hören kann, das weiß sie nicht. Ihr bleibt nur eins übrig: weiter hoffen. Jedes Mal, wenn sie das Wellington Hospital verlässt, wirkt sie ernst, aber gefasst. So gut es irgendwie geht, versucht sie ihren neuen, traurigen Alltag zu meistern. Routine kann dabei helfen: Seit Kurzem geht sie wieder zur Arbeit.

Mabel, die in Amsterdam Wirtschafts- und Politikwissenschaften studiert und unter anderem schon für die Vereinten Nationen gearbeitet hat, ist Direktorin der Hilfsorganisation "The Elders". Der von Nelson Mandela gegründete Menschenrechtsverein, dem viele Elder Statesmen angehören, hat seinen Sitz in der britischen Hauptstadt; dorthin waren Friso und Mabel vor rund acht Jahren gezogen. In ihrem Job kämpft Mabel nun wieder engagiert für mehr Gerechtigkeit auf der Welt - während sie sich privat in stillen Stunden sicher die Frage stellt, womit sie und ihre Töchter Luana, 7, und Zaria, 5, den Schicksalsschlag in der Familie verdient haben.

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©Gala

Im Wellington Hospital, einer 266-Betten-Klinik nahe dem Londoner Regent´s Park, liegt der holländische Prinz Friso im Wachkoma.

Denn auch sechs Wochen nach dem Lawinenunglück im österreichischen Lech liegt ihr Mann weiter im Wachkoma. Beim Skifahren am Arlberg war der Prinz von einer Lawine verschüttet worden. Fast 50 endlos erscheinende Minuten lag er unter den Schneemassen. Als er geborgen wurde, musste Friso über eine Stunde lang wiederbelebt werden.

Mabel, 43, besucht ihren Mann jeden Tag. Oft nimmt sie die Töchter mit, hier die fünfjährige Zaria.

"Sein Zustand hat sich leicht verbessert", sagt einer der führenden Neurologen des Wellington-Hospitals zu "Gala". Fest stehe jedoch: "Mit jedem Tag, den der Prinz in diesem Zustand verbringt, verringern sich die Chancen auf Heilung." Selbst wenn Friso eines Tages wieder aufwacht, wird Mabel den Mann, den sie früher kannte, nicht mehr zurückbekommen. Ob er jemals mit ihr in die gemeinsame Villa in Notting Hill zurückkehren wird, ist äußerst fraglich. Mabel muss in ihrer kleinen Familie jetzt Kraft für zwei haben. Wie stark sie sein kann, bewies sie schon als Neunjährige. Beim Schlittschuhlaufen brach ihr Vater ins Eis ein - und ertrank. Auch wenn die Situation heute eine andere ist: Wie jetzt ihre kleinen Töchter musste Mabel damals lernen, ohne Papa zu leben. Sie weiß also aus eigener Erfahrung, wie wichtig es in solch einer Ausnahmesituation ist, den Kindern ihren gewohnten Tagesablauf wiederzugeben. Der Besuch an Frisos Krankenbett ist jetzt ein Teil davon. Anna Schunck

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