VG-Wort Pixel

Prinz William Umstrittener Einsatz

Prinz William
Prinz William
© Picture Alliance
Prinz William wurde als Hubschrauberpilot auf die Falkland Inseln entsendet - jetzt droht der Konflikt zu eskalieren. Denn schließlich sind die Windsors dort vor allem als Kriegsherren bekannt

Er war noch nicht einmal geboren, als der Falklandkrieg zwischen Großbritannien und Argentinien vor rund 30 Jahren ausbrach. Doch jetzt wurde Prinz William auf die Inselgruppe entsandt. Das droht, den alten Konflikt erneut ausbrechen zu lassen.

"Wir können bestätigen, dass Flight Lieutenant Wales als Teil einer vierköpfigen Rettungscrew auf den Falkland Inseln angekommen ist", so eine Sprecherin des britischen Verteidigungsministeriums laut "Daily Mail". Demnach sei William am Donnerstag (2. Februar) in Falkland eingetroffen.

Doch Berichten von einem lediglichen Auftrag als Rettungsflieger will man in dem südamerikanischen Land nicht glauben. Als "William, der Eroberer", wird der Prinz derzeit in der argentinischen Presse bezeichnet. Ganz klar: In Buenos Aires empfindet man die Anwesenheit Williams als Affront.

Am 2. April 1982 war der Krieg um die Inseln ausgebrochen, nachdem eine argentinische Militäreinheit dort einmarschiert und sie besetzt hatte. Was folgte, war ein erbitterter Krieg, der fast 1000 Menschen das Leben kostete.

Prinz Williams Stationierung hat dabei noch eine ganz besonders heikle Note: Denn im Falklandkrieg von 1982 kämpfte auch sein Onkel Prinz Andrew - und ging daraus für die Briten als Kriegsheld, für die Argentinier als ärgster Feind hervor.

Der Konflikt um die Inseln war in den letzten Wochen neu verschärft worden, nachdem Ölbohrungen vor den Falklands erfolgreich waren. Nun wollen britische Konzerne an den begehrten Rohstoff - doch Argentinien fordert eine Verhandlung darüber. Seit die Briten nun in der vergangenen Woche ein Kriegsschiff in den Südatlantik entsandt haben, folgt eine Provokation der nächsten.

Prinz William, der in diesem Juni selbst erst 30 Jahre alt wird, sollte wohl mit seinem Einsatz seinen Pflichten als Teil der britischen Armee nachkommen - das jedoch aus der Distanz eines Rettungsfliegers. Doch nun wird der Thronfolger Anstoß für die Verschärfung des Konflikts. Insgesamt soll er laut "Daily Mirror" sechs Wochen auf den Falkland Inseln stationiert bleiben.

gala.de

Mehr zum Thema

Gala entdecken