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Prinz Harry Er spricht über Meghans Suizidgedanken

Prinz Harry
© Getty Images
In der neuen Doku-Serie "The Me You Can't See" von Prinz Harry und Oprah Winfrey spricht der Royal über die Suizidgedanken von Herzogin Meghan und zieht eine Verbindung zu dem Tod seiner Mutter Diana. 

Bereits in dem Skandal-Interview zwischen Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey, 67, Prinz Harry, 36, und Herzogin Meghan, 39, am 7. Mai 2021 sprach die Ehefrau des Royals über ihre Suizidgedanken. "Ich wollte einfach nicht mehr leben", erinnert sich die Herzogin und schildert detailliert, wie das britische Königshaus auf ihre damalige Situation reagierte: "Sie sagten, es tue ihnen wirklich leid, weil sie sehen, wie schlimm es ist. Aber sie konnten nichts tun, um mich zu schützen". Ihrem Ehemann, Prinz Harry, vertraute sich Meghan in dieser schwierigen Situation nicht sofort an. Sie schämte sich für ihre Suizidgedanken, "weil ich weiß, welchen Verlust er erlitten hat". Gemeint ist der Tod von Prinz Harrys Mutter, Diana, †36, 1997. 

Prinz Harry und Herzogin Meghan
© Dana Press

In der Doku-Serie "The Me You Can't See", welche Prinz Harry gemeinsam mit Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey veröffentlichte, spricht der Royal nun selbst über die Zeit nach dem Tod seiner Mutter und geht außerdem auf Meghans Suizidgedanken ein. Im Interview mit Winfrey erzählt Prinz Harry von seiner Angst, nach Diana mit Meghan eine weitere Frau in seinem Leben zu verlieren. Der Royal erinnert sich an die Hilflosigkeit, welche er im Hinblick auf Diana und den Umgang der Medien mit der Ex-Frau von Prinz Charles verspürte: "Wenn ich an meine Mutter denke, erinnere ich mich immer an die gleiche Situation: ich sitze angeschnallt im Auto, mein Bruder sitzt neben mir und meine Mutter fährt und wird von drei, vier, fünf Paparazzi auf Motorrädern verfolgt". 

Prinz Harry: Er konnte Diana nicht helfen

Harry erinnert sich an das tränenüberströmte Gesicht seiner Mutter in diesem Moment und die gehetzten Blicke in den Rückspiegel: "Ich war zu jung, um einer Frau, in diesem Fall meiner Mutter, zu helfen. Solche Situationen erlebte sie jeden Tag, bis zu dem Tag, an dem sie starb". 

Im Interview mit Oprah Winfrey spricht der Royal weiter über die Beerdigung seiner Mutter am 6. September 1997. Zu diesem Zeitpunkt war der junge Prinz erst 12 Jahre alt. "Ich bin nur mitgelaufen und habe das getan, was von mir erwartet wurde". Heute formuliert der 36-Jährige seine Gefühle im Hinblick auf den Tod seiner Mutter konkret: "Ich war so wütend auf das, was mit [Diana] passiert ist und die Tatsache, dass es keine Gerechtigkeit für ihren Tod gab. Nichts hat sich geändert. Die gleichen Menschen, die sie in diesen Tunnel gehetzt haben, haben sie anschließend sterbend auf dem Rücksitz des Autos fotografiert". 

Prinz Harry: Er macht eine Therapie

Von dem britischen Königshaus konnte der junge Prinz nach dem Tod seiner Mutter keine Hilfe erwarten, so Harry heute: "Familienmitglieder rieten mir, das Spiel einfach mitzuspielen, das Leben wäre so einfacher. Aber ich habe eine Menge meiner Mutter in mir. Ich fühlte mich, als wäre ich außerhalb des Systems und gleichzeitig darin gefangen. Die einzige Möglichkeit, sich daraus zu befreien, war für mich auszubrechen und die Wahrheit zu erzählen". 

Prinzessin Diana und Prinz Harry, 1992
© imago images

Seit vier Jahren nimmt Prinz Harry therapeutische Hilfe in Anspruch, wie er in der Doku-Serie "The Me You Can't See" verrät. Im Gespräch mit Oprah Winfrey zieht der Royal Parallelen zwischen seiner Vergangenheit und seiner Gegenwart im Hinblick auf die Beziehung zu Herzogin Meghan. Auch über Meghans Suizidgedanken spricht der Herzog von Sussex. Ebenso wie die Herzogin im gemeinsamen Interview mit Oprah Winfrey Anfang Mai, bezieht sich auch Harry explizit auf den Abend einer Wohltätigkeitsveranstaltung im Januar 2019 in London, wenn er sich an die schwierige Situation seiner Ehefrau erinnert: "Sie war absolut zurechnungsfähig, jedoch haben ihre Gedanken sie in manchen Nächten geradezu aufgefressen. Was sie diese Situation hat durchstehen lassen, war der Gedanke an mich und daran, was mir in der Vergangenheit widerfahren ist. Sie wollte mich nicht in die Position bringen, eine weitere Frau in meinem Leben zu verlieren". 

Prinz Harry: "Sie werden nicht aufhören, bis [Meghan] tot ist"

Heute schämt sich der Royal für seinen damaligen Umgang mit seiner suizidalen Ehefrau, macht allerdings auch das britische Königshaus für die schwierige Situation verantwortlich: "Aufgrund des Systems, in welchem wir lebten, und den damit verbundenen Verantwortungen und Pflichten, konnten wir uns in dieser Situation nur kurz umarmen und mussten anschließend mit einer Polizeieskorte in die Royal Albert Hall fahren, um uns dort einer Wand aus Fotografen zu stellen und so zu tun, als wäre alles in Ordnung". 

In Momenten wie diesen wurde dem Royal bewusst, dass sich die Geschichte zu wiederholen schien. Ebenso wie seine Mutter Diana, wurden auch er und Herzogin Meghan von den Paparazzi belagert: "Wir wurden verfolgt, fotografiert, gejagt, belästigt". Neben dem großen Medieninteresse an Harry und Meghan, zieht der Royal noch eine weitere Parallele zwischen seinem Leben und dem seiner Mutter Diana: "Meine Mutter wurde zu Tode gejagt, weil sie in einer Beziehung mit jemandem war, der nicht weiß war und seht was passiert ist. Sie reden davon, dass sich die Geschichte wiederholt, ich bin mir sicher, sie werden nicht aufhören, bis [Meghan] tot ist". Nach ihrer Trennung von Prinz Charles war Diana mit dem ägyptischen Unternehmer Dodi Al-Fayed liiert. In dem Interview mit Oprah Winfrey warf Herzog Meghan nicht weiter benannten Mitgliedern des britischen Königshauses Rassismus vor. 

Um aus diesem Teufelskreis auszutreten entschieden sich Harry und Meghan 2020, in die Vereinigten Staaten von Amerika auszuwandern und von ihren royalen Pflichten zurückzutreten – auch um ihres Sohnes Willen: "Wenn du gelitten hast, versuchst du alles erdenklich Mögliche, um diese negativen Erfahrungen, die du gemacht hast, nicht an deine Kinder weiterzugeben. [Meghan und ich] haben uns dazu entschlossen, unsere mentale Gesundheit an oberste Stelle zu stellen. Das tun wir und das werden wir auch in Zukunft tun. Geht es nicht genau darum? Geht es nicht darum, zu vermeiden, dass sich die Geschichte wiederholt? Dass man all den Schmerz, den man selbst erlebt hat, nicht weitergibt?" Das Paar erwartet im Sommer Nachwuchs, Sohn Archie, 2, bekommt eine Schwester. 

Information zu Hilfsangeboten

Sie haben suizidale Gedanken? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe an. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/1110111 und 0800/1110222 erreichbar. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der "Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention".

Verwendete Quelle: people.com, dailymail.co.uk

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