Prinz Friso: Kaum noch Hoffnung

Nach einer Woche bangen, nun die tragische Gewissheit: Nach seinem Skiunfall wird Prinz Johan Friso höchstwahrscheinlich nie wieder das Bewusstsein erlangen

Prinz Johan Friso

Am Freitag (17. Februar) vergangener Woche verunglückte der niederländische Prinz Johan Friso bei seinem Skiausflug tragisch. Nach einer Woche Hoffen und Bangen, nun die traurige Gewissheit: Der 43-Jährige wird höchstwahrscheinlich nie wieder das Bewusstsein erlangen.

In einer Pressekonferenz bestätigte der behandelnde Arzt Wolfgang Koller laut "tagesschau.de" den tragischen Gesundheitszustand des Prinzen. Eine Woche lang hatten Spezialisten im Innsbrucker Uniklinikum um das Leben des Prinzen gekämpft. Vergeblich: "Seit dieser Untersuchung und den letzten neurologischen Tests, die wir gestern noch durchgeführt haben, wurde klar, dass der Sauerstoffmangel massive Schäden im Gehirn des Patienten verursacht hat. Es kann derzeit nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob Prinz Friso jemals wieder das Bewusstsein erlangen wird", verkündete der Arzt.

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Der behandelnde Arzt Wolfgang Koller auf der Pressekonferenz in Innsbruck.

Der Prinz war bei einem Skiausflug von einer Lawine erfasst und verschüttet worden. 20 Minuten war er daraufhin unter den Schneemassen ohne Sauerstoff vergraben. "Es kam in der Folge zu einem Herzstillstand, der etwa 50 Minuten andauerte. In diesem gesamten Zeitraum musste der Patient reanimiert werden. 50 Minuten Reanimationszeit ist sehr, sehr lange. Man kann auch sagen: zu lange", erklärte Koller und fügte hinzu, dass eine mögliche Rehabilitation Jahre dauern könnte. Vorausgesetzt der Prinz erlange das Bewusstsein zurück.

Unterstützung findet die königliche Familie bei der niederländischen Bevölkerung. Königin Beatrix ließ über ihre Pressestelle verkünden, dass die vielen Mitleidsbekundungen sie sehr gerührt haben. Mit Schwiegertochter Mabel und Thronfolger Willem-Alexander hält sie zurzeit Wache am Bett ihres Sohnes.

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