Prinz Felipe: Weniger Kohle in der Krise

Die spanischen Royals gehen mit gutem Beispiel voran und kürzen sich selbst das Gehalt: Kronprinz Felipe und sein Vater, König Juan Carlos, verdienen demnächst weniger. Auch die anderen Mitglieder des Königshauses müssen sparen

Nicht nur die spanische Regierung spart - das Königshaus will Kritik vermeiden und spart mit. Um 7,1 Prozent soll König Juan Carlos die Gehälter, die er und Prinz Felipe vom Staat erhalten, gekürzt haben. Auf das Jahresgehalt gerechnet sind das Einbußen von 20.910 Euro für den Monarchen und 10.455 Euro für den Kronprinzen. Das berichten spanische Medien. Zuvor hatte die spanische Regierung die Bezüge ihrer Mitglieder und der Beamten im Rahmen mehrerer Sparpakete ebenfalls um 7,1 Prozent verringert.

Seit 2010 sind die Aufwände für die schöne, aber kostspielige Monarchie nicht mehr gestiegen. Im Jahr 2011 hat die Königsfamilie ihr eigenes Budget bereits schon einmal um rund zwei Prozent auf den aktuellen Wert von 8,26 Millionen Euro reduziert. Außerdem verkürzte das Königspaar damals seinen Sommerurlaub, die Tage auf der königlichen Jacht sowie die Anzahl der bewirteten Gäste. Königin Sofia nahm sogar einen Flug der Billiggesellschaft "Ryanair", um ihren Bruder Konstantin von Greichenland in London zu besuchen, berichtete damals der britische "Telegraph".

Spaniens Königspaar

Felipe und Letizia mit ihren Töchtern

31. Oktober 2019  Prinzessin Leonor von Spanien feiert heute ihren 14. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich!
König Felipe, Königin Letizia und Prinzessin Sofia können auf Kronprinzessin Leonor stolz sein! Im Rahmen der Prinzessin-von-Asturien-Preise hält die junge Thronfolgerin am Abend des 18. Oktober eine beeindruckende Rede vor großem Publikum. Damit tritt die 13-Jährige in die Fußstapfen ihres Vaters, der im gleichen Alter im Jahr 1981 zum ersten Mal offiziell vor das Mikro trat. Die Prinzessin-von-Asturien-Preise werden jährlich in Oviedo, der nordspanischen Hauptstadt des Fürstentums Asturien, überreicht. Sie gelten als "spanische Version der Nobelpreise" und sind mit 50.000 Euro dotiert. 
18. Oktober 2019  Im Rahmen der Vergabe der Prinzessin-von-Asturien-Preise findet im Hotel Reconquista in Oviedo eine Audienz der spanischen Königsfamilie statt. Königin Letizia ist an der Seite ihrer Tochter Leonor, die an diesem Abend ihr Debüt geben wird.
Die spanische Kronprinzessin begrüßt die ehemalige US-amerikanische Skirennläuferin Lindsey Vonn, die an diesem Tag ihren 35. Geburtstag feiert.

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Auch die anderen Mitglieder der königlichen Familie, die kein Gehalt, sondern nur Aufwandsentschädigungen für repräsentative Arbeit erhalten, sollen jetzt im gleichen Umfang sparen. Betroffen davon sind Königin Sofia, Felipes Frau Prinzessin Letizia sowie die Prinzessinnen Elena und Christina. Die spanischen Royals gehören allerdings sowieso schon zu den Sparweltmeistern in Europa und verbrauchen wesentlich weniger Geld als ihre Kollegen in England, Norwegen oder den Niederlanden.

Das Königshaus betont, seine Einsparungen seien ein freiwilliger Beitrag. Juristisch mag das stimmen, der König muss dem Parlament über sein Budget keinerlei Rechenschaft ablegen. Mit Blick auf das Wohlwollen des eigenen Volkes handelt es sich jedoch um eine notwendige Maßnahme. Die Popularität des Monarchen hat im April 2012 enorm gelitten, als zunächst offenbar wurde, dass er in Botswana auf kostspielige Elefantenjagd ging. Außerdem wurde eine Debatte um das Privatleben von König Juan Carlos laut, das deutlich mehr Eskapaden und Affären umfassen soll als vorher bekannt.

Nun haben der König und Kronprinz Felipe zwar demnächst weniger Geld auf dem Konto, aber dafür die Chance, einmal beim Frühstück ohne Bauchschmerzen die Zeitung aufzublättern.

cfu

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