Prinz Felipe: Weniger Kohle in der Krise

Die spanischen Royals gehen mit gutem Beispiel voran und kürzen sich selbst das Gehalt: Kronprinz Felipe und sein Vater, König Juan Carlos, verdienen demnächst weniger. Auch die anderen Mitglieder des Königshauses müssen sparen

Nicht nur die spanische Regierung spart - das Königshaus will Kritik vermeiden und spart mit. Um 7,1 Prozent soll König Juan Carlos die Gehälter, die er und Prinz Felipe vom Staat erhalten, gekürzt haben. Auf das Jahresgehalt gerechnet sind das Einbußen von 20.910 Euro für den Monarchen und 10.455 Euro für den Kronprinzen. Das berichten spanische Medien. Zuvor hatte die spanische Regierung die Bezüge ihrer Mitglieder und der Beamten im Rahmen mehrerer Sparpakete ebenfalls um 7,1 Prozent verringert.

Seit 2010 sind die Aufwände für die schöne, aber kostspielige Monarchie nicht mehr gestiegen. Im Jahr 2011 hat die Königsfamilie ihr eigenes Budget bereits schon einmal um rund zwei Prozent auf den aktuellen Wert von 8,26 Millionen Euro reduziert. Außerdem verkürzte das Königspaar damals seinen Sommerurlaub, die Tage auf der königlichen Jacht sowie die Anzahl der bewirteten Gäste. Königin Sofia nahm sogar einen Flug der Billiggesellschaft "Ryanair", um ihren Bruder Konstantin von Greichenland in London zu besuchen, berichtete damals der britische "Telegraph".

Spaniens Königspaar

Felipe und Letizia mit ihren Töchtern

26. Juni 2020  Videokonferenz mit der ganzen Familie: König Felipe, Königin Letizia und ihre beiden Töchter Leonor und Sofía chatten fröhlich mit den diesjährigen Preisträgern der Prinzessin-von-Girona-Stiftung. 
Die sympathische Prinzessin Leonor zeigt einmal mehr, wie gut sie sich in ihre Rolle als Thronfolgerin schon eingefunden hat.
Prinzessin Sofía bezaubert im weißen Sommerkleid, Letizia sorgt mit seidigem Faltenrock, ärmelosem Top und passenden Wedges für einen Hingucker und Leonor zeigt sich im modernen Muster-Style.
23. April 2020  Prinzessin Leonor und Prinzessin Sofía nehmen an der traditionellen Lesung von "Don Quijote" teil. In Corona-Zeiten natürlich von zu Hause aus. Für die jüngere Prinzessin Sofía ist das ein bedeutendes Ereignis, spricht sie doch zum ersten Mal öffentlich - und meistert ihr Debüt mit Bravour. Bis dahin begleitete sie ihre größere Schwester und Thronfolgerin zwar bei Auftritten, hatte dabei aber keine eigene Rolle.

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Auch die anderen Mitglieder der königlichen Familie, die kein Gehalt, sondern nur Aufwandsentschädigungen für repräsentative Arbeit erhalten, sollen jetzt im gleichen Umfang sparen. Betroffen davon sind Königin Sofia, Felipes Frau Prinzessin Letizia sowie die Prinzessinnen Elena und Christina. Die spanischen Royals gehören allerdings sowieso schon zu den Sparweltmeistern in Europa und verbrauchen wesentlich weniger Geld als ihre Kollegen in England, Norwegen oder den Niederlanden.

Das Königshaus betont, seine Einsparungen seien ein freiwilliger Beitrag. Juristisch mag das stimmen, der König muss dem Parlament über sein Budget keinerlei Rechenschaft ablegen. Mit Blick auf das Wohlwollen des eigenen Volkes handelt es sich jedoch um eine notwendige Maßnahme. Die Popularität des Monarchen hat im April 2012 enorm gelitten, als zunächst offenbar wurde, dass er in Botswana auf kostspielige Elefantenjagd ging. Außerdem wurde eine Debatte um das Privatleben von König Juan Carlos laut, das deutlich mehr Eskapaden und Affären umfassen soll als vorher bekannt.

Nun haben der König und Kronprinz Felipe zwar demnächst weniger Geld auf dem Konto, aber dafür die Chance, einmal beim Frühstück ohne Bauchschmerzen die Zeitung aufzublättern.

cfu

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