Prince Michael Jackson: Aussage vor Gericht

Vier Jahre nach dem Tod seines Vaters Michael Jackson hat Prince Jackson im Prozess gegen den Konzertveranstalter "AEG Live" ausgesagt und erzählte von der Nacht, in der der Musiker starb

Prince Michael, der älteste Sohn von Michael Jackson, beschrieb am Mittwoch (26. Juni) im Zivilprozess gegen den Konzertveranstalter "AEG Live" die letzten Minuten seines Vaters. Er, seine Schwester Paris, 15, und sein Bruder Blanket, 11, wurden in der Todesnacht durch einen Schrei geweckt. "Ich rannte nach oben und sah Dr. Conrad, der Erste Hilfe leistete. Mein Vater hing halb vom Bett herunter. Meine Schwester schrie nach ihrem Daddy. Ich saß unten an der Treppe, weinte und wartete darauf, dass der Notarzt kommt", sagte er. In einem Auto seien sie später dem Krankenwagen Richtung Klinik hinterhergefahren.

Dort angekommen soll Dr. Conrad Murray laut "spiegel.de" gesagt haben, dass ihr Vater einen Herzinfarkt erlitten habe. "Sorry Kinder, euer Vater ist tot", hieß es.

Prince Michael berichtete weiter, dass Michael Jackson schon vor dessen Tod deutlich angeschlagen war. Die Pläne für seine "This Is It"-Comeback-Tour hätten ihn sehr belastet. Zudem habe er Angst vor den Promotern der Konzerte gehabt. "Manchmal hat er geweint. Er hat gesagt: 'Sie werden mich töten, sie werden mich töten. Die Leute von AEG, Randy Phillips' (der Chef der Agentur, Anm. d. Redaktion)", sagte er unter anderem laut CNN.

Diese Gerichtszeichnung zeigt Prince Michael Jackson bei seiner Aussage im Prozess gegen den Konzertveranstalter "AEG Live".

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Auch habe sich Michael Jackson laut seinem Sohn darüber geärgert, dass er sich nicht ausreichend auf die Tour vorbereiten konnte. "Er hätte sich einfach gewünscht, mehr Zeit für die Proben zu haben", sagte Prince.

Der King of Pop ("Thriller") war am 25. Juni 2009 an einer Überdosis des Narkosemittels Propofol gestorben. Seine Familie verklagt den Konzertveranstalter "AEG Live", weil dieser angeblich dafür verantwortlich ist, dass der Musiker sich überanstrengt hatte. Dr. Conrad Murray, Jacksons Leibarzt, sitzt derzeit eine Haftstrafe wegen fahrlässiger Tötung ab. Er hatte Michael Jackson das Propofol verabreicht.

Die Anwälte von "AEG Live" betonten, der Konzertveranstalter könne nicht für die Tragödie verantwortlich gemacht werden, da er Dr. Conrad Murray nicht eingestellt habe.

Der Prozess geht weiter, ein Urteil ist für Juli geplant. Prince Jackson sagte als Erster von seinen Geschwistern aus.

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