Prince: Neue Erkenntnisse zu seinem Tod

Neue Details aus dem toxikologischen Gutachten zum Tod des Weltstars Prince sind da: Er hatte eine "überaus hohe" Menge Fentanyl im Blut

Weltstar Prince (1958-2016) wurde am 21. April 2016 von zwei Mitarbeitern leblos im Fahrstuhl seines Anwesens Paisley Park Studio in Chanhassen, Minnesota, aufgefunden. Der herbeigerufene Notarzt erklärte ihn für tot. Der Obduktionsbericht, der am 2. Juni 2016 veröffentlicht wurde, nannte eine Überdosis des Schmerzmittels Fentanyl als Todesursache. Diese habe der Musiker sich versehentlich selbst verabreicht. Es sei ein Unfall gewesen. Soweit bisher bekannt.

Prince konsumierte auffällig viel Fentanyl

Doch neue Details aus dem toxikologische Gutachten, die am Montag veröffentlicht wurden und aus dem unter anderem "people.com" zitiert, zeigen, welch extrem hohe Menge des Betäubungsmittels der US-Star tatsächlich im Blut hatte als er starb: 67.8 Mikrogramm pro Liter. Bei anderen Todesfällen, die auf das Fentanyl zurückzuführen sind, seien drei bis 58 Mikrogramm pro Liter gefunden worden. "Die Menge in [Prince] Blut ist außerordentlich hoch, sogar für jemanden, der als chronischer Schmerzpatient Fentanyl-Pflaster nutzt", erklärt ein Experte.

Auch Tom Petty verstarb an einer Überdosis

Laut dem toxikologischen Bericht soll zudem der Fentanyl-Spiegel in der Leber des Künstlers 450 Mikrogramm pro Kilogramm betragen haben. Schon eine Konzentration von mehr als 69 Mikrogramm pro Kilogramm lege eine "Überdosierung" nahe. Sänger Tom Petty (1950-2017) starb am 2. Oktober 2017 im Alter von 66 Jahren ebenfalls an einer versehentlichen Überdosis von Fentanyl. 

Prince

Ein Blick in den Paisley Park

©Gala

 

Prince (†)

Sein Leben in Bildern

Prince
Prince schaffte seinen musikalischen Durchbruch Ende der Siebzigerjahre. Mit Hits wie "Purple Rain", "Little Red Corvette", "When Doves Cry" und "Diamonds And Pearls" wurde er zur Musikikone.
In seiner 40-jährigen Karriere gewann Prince sieben Grammy-Awards und einen Oscar. Neben seinen eigenen Hits schrieb er viele Charterfolge für andere Künstler, wie "Nothing Compares 2 U" für Sinead O'Connor und "Manic Monday" für "The Bangles".
Prince liebte das Spiel mit Gendernormen - besonders bei seinen Outfits.

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